Fernsehen

Late-Night-Show »Freitagnacht Jews« geht weiter

Der Schauspieler und Sänger Daniel Donskoy Foto: picture alliance / zb

Fernsehen

Late-Night-Show »Freitagnacht Jews« geht weiter

Zu sehen ist die erste der vier neuen Folgen ab diesem Freitag in der ARD-Mediathek – am 21. Oktober läuft die zweite Staffel im WDR

 21.09.2022 09:07 Uhr

London, Buenos Aires, Tel Aviv und Istanbul: In diesen Metropolen ist die zweite Staffel der Late-Night-Show »Freitagnacht Jews« angesiedelt. »Daniel Donskoy und sein Team haben sich in den vergangenen Monaten auf die Reise gemacht, um herauszufinden, wie es außerhalb Deutschlands um die Jüdinnen und Juden bestellt ist«, teilte der WDR mit. Erneut lade Gastgeber Donskoy zum Streiten, Lachen und Essen ein - dieses Mal internationale Gäste. Die erste Ausgabe der Show war mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet worden.

Zu sehen ist die erste der vier Folgen ab diesem Freitag in der ARD-Mediathek. Die weiteren Folgen werden am 30. September (Buenos Aires), 6. Oktober (Istanbul) und 13. Oktober (Tel Aviv) veröffentlicht. Am 21. Oktober laufen alle auch im WDR-Fernsehen. Außerdem gibt es nach Senderangaben eine Zusammenarbeit mit der Deutschen Welle, die »Freitagnacht Jews« über Youtube auch international in Englisch, Spanisch, Arabisch und Hindi verbreiten wird.

»MEDIENJUDENTUM« »Nach einem Jahr Medienjudentum in Deutschland war die Weiterentwicklung von ‚Freitagnacht Jews‘ eine wahre Herausforderung, sich vom deutschen, neurotischen Blick, gefangen zwischen Philosemitismus und Antisemitismus, zu lösen«, erklärte Donskoy. Ziel war seinen Worten zufolge, »die Außenwahrnehmung zu vergessen und wieder so naiv wie vor dem Start der ersten Staffel eine Show zu entwickeln, die Menschlichkeit, aber auch Streitkultur im Fokus hat«.

Der WDR hatte die Diskussionssendung zu den Themen Antisemitismus und jüdisches Leben in Deutschland im Frühjahr 2021 gestartet. Zu den Gästen zählten unter anderen Publizist Max Czollek, Schauspielerin Susan Sideropoulos, Autorin Mirna Funk und Zeit-Magazin-Chefredakteur Sascha Chaimowicz. Die Sendung war ein Beitrag des WDR zum damaligen Festjahr »1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«. KNA

Berlinale-Film

Special Screening: David Cunio in Berlin erwartet

Das Kino Babylon zeigt vier Monate nach der Freilassung der israelischen Hamas-Geisel eine neue Fassung des Films »A Letter To David«

von Ayala Goldmann  12.02.2026

Meinung

Schuld und Sühne?

Martin Krauß irritiert der Umgang mancher Medien mit dem »Dschungelcamp«-König Gil Ofarim

von Martin Krauß  12.02.2026

Kulturkolumne

»Konti: Mission BRD«

Meine Bewältigung der Einwanderung nach Deutschland: Wie ich als Immigrant ein Brettspiel entwickelte

von Eugen El  12.02.2026

Hollywood

Rachel Weisz spielt in Neuauflage von »Die Mumie« mit

Beim dritten Teil hatte die Schauspielerin eine Mitwirkung abgelehnt, da sie das Drehbuch nicht überzeugt hatte. Auf den neuesten Film müssen Fans noch etwas warten

 12.02.2026

Erfurt

Jüdische Kulturtage mit mehr Sichtbarkeit in Israel

Dank eines gewachsenen Netzwerks erwarten die Organisatoren von Thüringens größtem jüdischen Festival zahlreiche Künstler aus Israel

 12.02.2026

Filmfestspiele

Was die Berlinale diesmal bietet

Wieder läuft keine israelische Produktion im Wettbewerb. Dafür finden sich viele jüdische und israelische Perspektiven im gesamten Programm

von Sophie Albers Ben Chamo  11.02.2026

Berlinale

»Wir wollen die Komplexität aushalten«

Wenn die Welt um einen herum verrücktspielt, helfen nur Offenheit und Dialog, sagt Festivalchefin Tricia Tuttle

von Sophie Albers Ben Chamo  11.02.2026

Meinung

Oliver Pochers geschmacklose Witze über Gil Ofarim

Der Comedian verkleidet sich auf Instagram als Ofarim und reißt Witzchen über die Schoa. Während echte Komiker Humor stets als ein Mittel nutzen, um sich mit den Schrecken und Abgründen dieses Verbrechens auseinanderzusetzen, tritt Pocher nur nach unten

von Ralf Balke  11.02.2026

Nachruf

Israels verkanntes Musikgenie

Unser Autor hörte Matti Caspi schon als Kind bei einem Konzert im Kibbuz. Eine persönliche Erinnerung an den Sänger und Komponisten, der mit 76 Jahren an Krebs gestorben ist

von Assaf Levitin  11.02.2026