Tel Aviv

Lahav Shani folgt auf Zubin Mehta

Lahav Shani Foto: dpa

Es ist eine Überraschung, mit der nicht viele gerechnet haben: Der israelische Dirigent Lahav Shani beerbt Zubin Mehta als Chef des Israel Philharmonic Orchestra. Ab 2019 werde der 28-jährige Musiker als designierter Musikdirektor fungieren, teilte das Orchester mit Sitz in Tel Aviv Ende vergangener Woche mit. Ein Jahr darauf werde Shani dann offiziell zum Musikdirektor des weltweit renommierten Orchesters ernannt.

Zurzeit ist Shani Erster Gastdirigent der Wiener Symphoniker. Deren Intendant Johannes Neubert sagte zur Ernennung Shanis: »Es handelt sich um eine wunderbare Wahl. Wir wissen, wie viel Lahav Shani das Israel Philharmonic Orchestra bedeutet, bei dem er seine professionelle Musikerlaufbahn begann.«

Auftritte Bereits als 16-Jähriger trat der 1989 in Tel Aviv geborene Dirigent erstmals mit dem Israel Philharmonic Orchestra auf. Seit 2013 ist Shani dem Orchester sowohl als Dirigent wie auch als Pianist mit mehreren Gastauftritten pro Jahr eng verbunden.

Lahav Shani gilt als größtes Dirigententalent seiner Generation. Mit sechs Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht bei Hannah Shalgi und setzte seine Ausbildung bei Arie Vardi an der Buchmann-Mehta School of Music in Tel Aviv fort. Nach Einschätzung von Förderern wie Daniel Barenboim und Kurt Masur überzeugt er als Dirigent mit seiner für sein junges Alter erstaunlichen Reife und seiner natürlichen, instinktiven Musikalität.

Mit Zubin Mehta folgt Lahav Shani einem der wichtigsten Dirigenten der vergangenen Jahrzehnte. Der gebürtige Inder steht dem Israel Philharmonic Orchestra seit 1969 vor. Gegründet wurde das Orchester vor 81 Jahren in Tel Aviv als »Palestine Orchestra«. Heute gehört es zu den international bedeutendsten Orchestern. ppe

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