Neuengamme

KZ-Gedenkstätte erhält Bibliothek von Ralph Giordano

Ralph Giordano (1923–2014) Foto: Marco Limberg

Die Hamburger KZ-Gedenkstätte Neuengamme erhält die Bibliothek des jüdischen Schriftstellers Ralph Giordano (1923–2014). Rund 3300 Bücher seien im Herbst von Köln nach Hamburg gebracht worden, teilte die Gedenkstätte mit. Die Ralph-Giordano-Bibliothek werde am 16. Februar eröffnet.

Rassengesetze Giordano wurde als Kind einer jüdischen Musiker-Familie in Hamburg-Barmbek geboren. Seine Vorfahren stammen aus Sizilien. Als 17-Jähriger musste er 1940 aufgrund der Nürnberger Rassengesetze das Hamburger Gymnasium Johanneum verlassen. Dreimal verhörte die Gestapo den Jugendlichen, misshandelte ihn und sperrte ihn ein.

Giordano selbst, seine beiden Brüder und die Eltern überlebten bis zur Befreiung durch die Briten am 4. Mai 1945 mehrere Monate lang in einem Keller in Hamburg.

Nach dem Krieg war Ralph Giordano als Journalist und Filmemacher tätig. 1982 veröffentlichte er den Roman Die Bertinis. An dem autobiografisch geprägten Werk hatte er fast 40 Jahre lang gearbeitet. 1988 wurde die Geschichte um eine jüdische Familie in der NS-Zeit für das ZDF verfilmt. epd

Berlin

»Ungemalte Bilder«

Eine neue Stiftung erinnert an den von den Nazis verfolgten Maler Fritz Ascher und würdigt sein Werk

 13.11.2019

Schule

Wissenschaftler fordert bessere Holocaust-Bildung

Es sei wichtig, mit der Vermittlung der Schoa bereits bei der Ausbildung der Lehrer anzusetzen

 12.11.2019

NS-Raubkunst

Leitfaden zur Provenienzforschung veröffentlicht

Die Publikation des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste soll als Orientierungshilfe für Museen und Sammlungen dienen

 12.11.2019

Karneval

Protest mit »Applausminute«

»Kölsche Kippa Köpp« will auf Antisemitismus aufmerksam machen

 11.11.2019

Filmvertrag

Woody Allen und Amazon legen Rechtsstreit bei

Der Fall soll ohne Urteil abgewiesen worden sein

 10.11.2019

Lesen!

»Kompass ohne Norden«

Neal Shustermans neuer Roman über seinen Sohn

von Katrin Diehl  10.11.2019