Medien

Künftig weniger Folgen von »Hart aber fair«

Moderator Louis Klamroth Foto: picture alliance / HMB Media

Die politische Talkshow »Hart aber fair« wird im kommenden Jahr seltener im Fernsehen laufen. »Die lineare Folgenanzahl von «Hart aber fair» wird sich 2025 gegenüber zum Vorjahr reduzieren, um neue non-lineare Konzepte zu ermöglichen«, sagte eine Sprecherin der ARD-Programmdirektion in München, ohne eine konkrete Zahl zu nennen. 

Und non-linearen Angeboten versteht man Programme, die man in einer Mediathek jederzeit abrufen kann. Das Portal »Medieninsider« hatte zuvor berichtet, dass das Talkformat mit Louis Klamroth im kommenden Jahr nur noch 20-mal ausgestrahlt werden soll - statt wie ursprünglich angedacht 30-mal.

Die ARD-Sprecherin erläuterte: »Gemeinsam mit Florida Factual und dem WDR sind wir in der Formatentwicklung für mehrere Formate mit Louis Klamroth, die den politischen Diskurs in die ARD Mediathek und damit in jüngere Zielgruppen tragen sollen. Über die Konzepte werden wir gern informieren, sobald hier finale Entscheidungen gefallen sind.«

Debatten sollen das jüngere Publikum erreichen

Die Videoprogrammkonferenz der ARD hatte im Juli als neue Linie vorgegeben, dass die Anforderungen der Mediathek eine größere Rolle bei den Talkshows spielen sollen. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass die ausgestrahlte Folge für die Nutzung im Netz anders aufbereitet wird - etwa in kleineren Clips oder in kommentierter Fassung. Damit will die Senderkette auch das jüngere Publikum mit politischen Debatten besser erreichen.

Louis Klamroths Sendung hatte im Jahr 2023 mit Zuschauerverlusten zu kämpfen gehabt und in der vergangenen Winterpause das Konzept an einigen Stellen verändert, unter anderem durch einen neuen Studioaufbau mit größerer Rolle für das Publikum.

»Hart aber fair« kam im ersten Halbjahr 2024 im Schnitt auf 9,0 Prozent Einschaltquote, »Miosga« auf 14,1 Prozent, »Maischberger« auf 11,7 Prozent.

Bei »Hart aber fair« lagen die Abrufzahlen in der Mediathek bei durchschnittlich 200.000 pro Folge - inklusive der To-Go-Folgen, bei denen Klamroth Highlights einer Sendung kommentiert.

Lesen!

Existenzialistische Suchbewegungen

In Benjamin Steins »Tiferet« geht es um die letzten Dinge, um alles und nichts – und vor allem um Abschied und Verlust

von Tobias Prüwer  02.11.2026

Interview

»Gemeinsam nach der Wahrheit suchen«

Carlos Fraenkel, der neue Leiter des Potsdamer Einstein Forums, will unterschiedliche Denktraditionen miteinander ins Gespräch bringen – und die Philosophie stärker in der Gesellschaft verankern

von Ayala Goldmann  02.11.2026

Aufgegabelt

Frühstückskartoffeln

Rezepte und Leckeres

 02.11.2026

Sprachen

Neues Spanisch-Wörterbuch: »Jüdisch« bleibt ein Synonym für »geizig«

Die Real Academia Española weigert sich, einen argentinischen Richterspruch umzusetzen - auch in der Neuausgabe ihres Kompendiums der spanischen Sprache findet sich ein Beispiel für Alltagsantisemitismus

von Michael Thaidigsmann  02.11.2026

Plotkes

Liest Britney Spears jetzt auf Hebräisch?

Die Sängerin veröffentlichte ein Foto eines hebräischen Psalmenbuchs auf ihrem Instagramkanal. Spears interessiert sich seit Jahren für jüdische Mystik

 02.11.2026

New York

Nach Paul Simon wird auch Art Garfunkel 85

Mit Songs wie »The Sound of Silence« wurden Simon & Garfunkel weltberühmt – aber auch die Streits der beiden Schulfreunde aus New York sind legendär. Jetzt steht der nächste große Geburtstag an

von Christina Horsten  02.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  02.11.2026

Baustelle der Jüdischen Akademie an einer Straße in Frankfurt am Main

Ort jüdischen Denkens

Jüdische Akademie öffnet in Frankfurt

Es soll ein Ort des Diskurses und der Begegnung sein: In Frankfurt wird die Jüdische Akademie feierlich eröffnet

 02.11.2026

Eine Akademie für Deutschland

Heute ist in Frankfurt die Jüdische Akademie feierlich eröffnet worden. Sie soll innerjüdische Debatten fördern und jüdische Perspektiven stärker in die Gesellschaft einbringen

von Josef Schuster  02.11.2026 Aktualisiert