Antisemitismus

Köln will Absage von Roger-Waters-Konzert

Foto: imago

Antisemitismus

Köln will Absage von Roger-Waters-Konzert

Der Stadtrat spricht sich gegen den Auftritt des Israelhassers und BDS-Unterstützers aus

 21.02.2023 21:42 Uhr

Politikerinnen und Politiker aus dem Kölner Stadtrat haben sich über Parteigrenzen hinweg gegen ein geplantes Konzert des Pink-Floyd-Mitbegründers Roger Waters in Köln ausgesprochen. Die Grünen-Fraktion veröffentlichte am Dienstag einen entsprechenden offenen Brief, in dem die Kölner Lanxess-Arena aufgefordert wurde, »alles dafür zu tun, um das Konzert noch zu verhindern«.

Unter dem Text waren die Namen von Vertretern von Grünen, CDU, SPD, FDP, Volt, einer Einzelmandatsträgerin und eines Einzelmandatsträgers zu finden. Man stelle »sich geschlossen gegen jeden Antisemitismus«, hieß es.

Waters wird vorgeworfen, antisemitische Propaganda zu betreiben. Kulturstaatsministerin Claudia Roth etwa hatte in einem Interview der »Jüdischen Allgemeine« Anfang Februar gesagt, dass der Musiker »offenkundig zu einem aktiven BDS-Unterstützer und darüber hinaus -Verschwörungstheoretiker geworden« ist. BDS ist eine antisemitische Boykottbewegung.

Auch sein ehemaliger Pink-Floyd-Kollege David Gilmour kritisierte Waters. Der britischer Rockmusiker antwortete ihm auf Twitter und sprach von »aufrührerischen und völlig unzutreffenden Kommentaren«, die er zurückweise.

Um geplante Auftritte des Musikers in Deutschland gibt es seit geraumer Zeit Streit, Forderungen nach Konzertabsagen häuften sich. Auf der Website der Kölner Lanxess-Arena ist sein Konzert für den 9. Mai angekündigt. dpa/ja

Glosse

Der Rest der Welt

Es war der Sommer 1987, und fast immer sah ich »Dirty Dancing«

von Margalit Edelstein  30.08.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter  30.08.2026

Hessen

Antisemitismusbeauftragter kritisiert Berufung von Maha El Hissy in Jury des Deutschen Buchpreises

Uwe Becker charakterisiert die Literaturkritikerin als »Multiplikatorin israelfeindlicher Stereotype« und hofft auf ihre Abberufung

 30.08.2026

70 Jahre »Bravo«

Dr. Sommers Vermächtnis

Von 1969 bis 1984 war der Arzt Martin Goldstein »Dr. Sommer«, einer der wohl berühmtesten Ratgeber, den der deutsche Journalismus je hatte

von Hanna Persson  28.08.2026

Musik

Abschied von Berlin

Sharon Brauner über ihr neues Lied » Kind dieser Stadt« und warum die Urberlinerin ihre Heimat verlassen will

von Jan Feldmann  28.08.2026

Musik

Tagebuch in Tönen

In seiner Biografie »Idylle und Vertreibung« über Robert Kahn erinnert Reinhard Wulfhorst an einen außergewöhnlichen deutsch-jüdischen Komponisten

von Maria Ossowski  28.08.2026

TV-Kritik

»Phoenix« - herausragender Film über eine Schoa-Überlebende

Christian Petzolds grandiose Parabel auf Deutschland im »Jahre Null«

von Felicitas Kleiner  27.08.2026

Bremer Kunsthalle

Bremen

Auszeichnung für künstlerische Auseinandersetzung mit NS-Verbrechen

Die Künstlerin Annette Kelm wird mit dem 50. Pauli-Preis geehrt. Ihre Fotoserie »Die Bücher« zeigt Cover von Werken, die von den Nazis verboten und verbrannt wurden

 27.08.2026

MARKK Museum am Rothenbaum

Hamburg

Ausstellung zum Bild vom Judentum

Welches Bild hat das Hamburger Museum MARKK vom Judentum vermittelt? Welche Rolle spielte es in der NS-Zeit? Eine Ausstellung will diese Fragen beantworten

 27.08.2026