Musik

Klassik im Negev

Justus Frantz wird neuer Chefdirigent der Israel Sinfonietta Beer Sheva. »Wir sind sicher, mit Justus Frantz den richtigen und genialen Künstler gefunden zu haben, der das Orchester auf Weltniveau bringen wird«, erklärte Sinfonietta-Generalintendant Ofer Sela bei der Vertragsunterzeichung am Montag. Pro Jahr wird Frantz das Orchester weltweit rund 15 Wochen dirigieren.

Repertoire Die Israel Sinfonietta wurde 1973 gegründet. In den 40 Jahren seines Bestehens hat das Orchester ein breites Repertoire an sinfonischen und Chorwerken aufgeführt, darunter Händels Israel in Ägypten, Messen von Schubert und Mozart, Rossinis Stabat Mater und Vivaldis Gloria.

Bekannte Solisten wie Pinchas Zuckerman, Jean-Pierre Rampal, Shlomo Mintz, Gary Karr und Paul Tortelier haben bei den Aufführungen mitgewirkt.

Der Pianist und Dirigent Justus Frantz, 1944 in Hohensalza geboren, gilt als einer der vielseitigsten deutschen Musiker und Impresarios. Sein besonderes Anliegen ist die Popularisierung der klassischen Musik, zu der er als Intendant des von ihm ins Leben gerufenen »Schleswig-Holstein-Musikfestivals« und mit preisgekrönten Fernsehsendungen wie »Achtung Klassik« im ZDF seinen Beitrag geleistet hat. ja

Zahl der Woche

68 Prozent

Fun Facts und Wissenswertes

 13.10.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Virale Selbstverliebtheit oder Wie das gute alte Kochbuch verdrängt wurde

von Nicole Dreyfus  13.10.2026

Interview

»Ich bin keine Maschine«

Der Pianist Igor Levit über sein neu gegründetes Musiklabel, einen 16-Stunden-Auftritt und jüdische Witze

von Christine Schmitt  13.10.2026

TV-Tipp

Brillanter Anthony Hopkins glänzt in »One Life«

Leider erst nächtens zeigt das ZDF ein biografisches Drama über den Briten Nicholas Winton, der 1939 Kindertransporte von Prag nach London organisierte und damit mehrere hundert Kinder vor den Nazis rettete

von Jan Lehr  13.10.2026

Glosse

Wir stehen zum Existenzrecht Pakistans!

Absurder als im rot-rot-grünen Berlin wird’s nicht mehr

von Philip Fabian  13.10.2026

Replik

Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit dem Völkerrecht erstaunlich ungenau

von Leeor Engländer  13.10.2026

Medien

Israel verweigert »taz«-Korrespondentin Arbeitsvisum

Diaspora-Ministerium: »Antiisraelische Akteure und diejenigen, die Israel verleumden, sollten keinen Fuß in das Land setzen«

 13.10.2026

Erinnerungen einer deutschen Jüdin

Rabbinertochter und Gynäkologin

Rahel Straus: Eine Frauenärztin kämpfte Anfang des 20. Jahrhunderts gegen den Paragrafen 218

von Ellen Presser  13.10.2026

Noa Yedlin

Wenn das falsche Buch zum richtigen wird

»Romance« als Erfolgsrezept: Die israelische Autorin nimmt »ernste« Literatur und das Geschäft damit aufs Korn

von Nicole Dreyfus  13.10.2026