Football

Julian Edelman beendet seine Karriere

Julian Edelman von den New England Patriots war einer der wenigen jüdischen Footballer in der NFL. Foto: imago images/ZUMA Press

Der dreimalige Super-Bowl-Champion Julian Edelman hat sein Karriereende in der NFL bekanntgegeben. Der Mitspieler von Football-Profi Jakob Johnson bei den New England Patriots gewann die Meisterschaft in den Spielzeiten 2014, 2016 und 2018 und ist einer der prominentesten Ballempfänger der Liga. In den elf Jahren seiner Profi-Karriere spielte er für kein anderes Team. Seine letzte Partie absolvierte er wegen einer Knieverletzung im vergangenen Oktober.

TWITTER »Wegen einer Verletzung letztes Jahr mache ich meinen Rücktritt vom Football offiziell. Das war eine harte Entscheidung, aber die richtige Entscheidung für mich und meine Familie. Ich bin geehrt und stolz, als Patriot zurückzutreten«, sagte der Kalifornier, der in etwas mehr als einem Monat 35 Jahre alt wird, in einem am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Videoclip auf Twitter.

Edelmans Karriere ist besonders bemerkenswert, weil er noch im College als Quarterback spielte und erst nach der Verpflichtung durch die Patriots zum Receiver umgeschult wurde. Er hat in den Playoffs 118 Bälle gefangen, nur Jerry Rice kommt auf mehr in der entscheidenden Phase der Saison. Nach dem Super-Bowl-Sieg der Saison 2018 gegen die Los Angeles Rams wurde er als wertvollster Spieler ausgezeichnet. Bei allen drei Titel hatte Edelman entscheidende Szenen im Finale.

TEAM Auch deswegen war Edelman einer der wichtigsten Mitspieler von Quarterback-Star Tom Brady in dessen langer Patriots-Zeit. »Du warst so hart wie nur irgendmöglich und ich liebe dich für all das, was du getan hast, um unsere Teams so großartig zu machen, wie es nur irgendwie möglich war«, schrieb Brady, der inzwischen für die Tampa Bay Buccaneers spielt. »Du hattest so viele Mitspieler, die deine Arbeitseinstellung und Siegeswillen bewundert haben.«

Ab und zu nutzten die Patriots seine Ausbildung und Edelman warf den Ball selbst – zwei Mal für einen Touchdown. »Das waren die besten zwölf Jahre meines Lebens«, sagte Edelman. Trainer Bill Belichick würdigte Edelman als »ultimativen Wettkämpfer, und es war eine Ehre, ihn zu trainieren«. dpa

Dokumentarfilm

Die Dinge verlangen nach einer Erzählung

In »Eine Frau« spürt Jeanine Meerapfel 40 Jahre nach ihrem Debüt »Malou« erneut dem Leben ihrer Mutter nach

von Joshua Schultheis  01.12.2022

Musical

Biografische Parallelen

An mehreren Häusern wird derzeit Kurt Weills »Lady in the Dark« aufgeführt. Der Dirigent David Stern spricht von einer Renaissance

von Claudia Irle-Utsch  01.12.2022

Film

Was Überleben bedeutet

Ein dreitägiges Seminar blickte auf die jüdische Erfahrung der Nachkriegszeit

von Anja Baumgart-Pietsch  01.12.2022

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 01.12.2022

Literatur

Allianz von Thron und Tora

Christoph Schmidt erzählt von einer spannenden deutsch-jüdischen Dynastie

von Christoph Schulte  30.11.2022

Raumfahrt

Mondflug mit Zohar

An Bord der Orion befindet sich eine in Israel hergestellte Strahlenschutzweste

von Gernot Wolfram  30.11.2022

Nahoststudien

Heimliches Vorbild

Das Forschungsprojekt »Jenseits von Konflikt und Koexistenz« untersucht künftig die jüdisch-arabische Beziehungsgeschichte

von Gernot Wolfram  30.11.2022

Sport

Makkabi-Präsident Alon Meyer: Prävention gegen Judenhass zeigt Wirkung

Jüdische Sportler werden regelmäßig antisemitisch angefeindet. Eine Besserung scheint dennoch in Sicht

 29.11.2022

Theater

Die mit den Wölfen heult

Die esoterisch-durchgeknallte Komödie »Blood Moon Blues« am Berliner Gorki-Theater spielt in einem Aschram am Toten Meer

von Ralf Balke  27.11.2022