Unesco

Jüdisches Viertel in Köln soll Weltkulturerbe werden

Rathausplatz, Köln, Plan des Jüdischen Viertels Foto: dpa

Das wieder ausgegrabene jüdische Viertel Kölns aus dem Mittelalter soll als Weltkulturerbe vorgeschlagen werden. Die Stadt Köln und der Landschaftsverband Rheinland haben nach eigenen Angaben vom Donnerstag einen entsprechenden Antrag beim Land Nordrhein-Westfalen eingereicht. Das Land soll das Viertel auf die Vorschlagsliste für Unesco-Welterbestätten setzen.

SYNAGOGE Seit 2007 hatten Archäologen auf dem Rathausplatz im Zentrum der Altstadt das mittelalterliche Judenviertel ausgegraben. Dazu gehören die Ruinen von Tanzhaus, Hospital, Bäckerei und Synagoge. Die Forscher fanden viele kostbare Artefakte, so einen halbmondförmigen, edelsteinbesetzten Goldohrring aus dem 11. Jahrhundert. Zurzeit wird die Fundstätte mit einem Museum überbaut. Die Eröffnung sei für 2024 geplant, sagte ein Sprecher.

Auf einem 600 Meter langen Rundgang soll der Besucher nicht nur das jüdische Viertel, sondern auch den kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wiederentdeckten römischen Statthalterpalast besichtigen können. Der Statthalterpalast - das Praetorium - ist bereits Herzstück eines Antrags für das Unesco-Weltkulturerbe »Niedergermanischer Limes«.

Der Limes verlief entlang des Rheins auf 385 Kilometern Länge von Remagen bis zur Mündung bei Katwijk an Zee. Das Praetorium war die Regierungszentrale der römischen Provinz Niedergermanien. dpa

Netflix-Dokumentation

Der Mann, der die Chili Peppers Red Hot machte

Man kann ohne weiteres behaupten, dass die Rockwelt ohne Hillel Slovak weniger bunt wäre. Eine Streaming-Doku hat dem in Israel geborenen ersten Gitarristen der Chili Peppers ein Denkmal gesetzt

von Richard Blättel  07.04.2026

Antisemitismus

London verweigert US-Skandalrapper Kanye West die Einreise

US-Skandalrapper Kanye West darf nach seinen antisemitischen und rassistischen Aussagen nicht nach Großbritannien reisen. Das hat auch gravierende Auswirkungen auf das mit ihm geplante Festival

 07.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  07.04.2026

Weltglücksbericht

Israelis und die Freude am Leben

Trotz Kriegen und Terror landet der jüdische Staat weit vorn auf Platz 8. Die Forscherin Anat Fanti erklärt, warum

von Sabine Brandes  06.04.2026

Jazz

Omer Klein: »The Poetics«

Der israelische Pianist hat ein neues Album veröffentlicht. Es ist ein analoges Klangerlebnis, das innere und äußere Räume weit öffnet

von Ayala Goldmann  06.04.2026

Iryna Fingerova

»Man darf Kulturen nicht vergleichen«

Die Schriftstellerin und Ärztin über die Folgen einer Emigration, ihr Verhältnis zur Ukraine und das Leben als Jüdin in Deutschland – allesamt auch Themen ihres Romans »Zugwind«

von Maria Ossowski  05.04.2026

Dana von Suffrin

Wutgeburt

»Toxibaby« erzählt von einer toxischen deutsch-jüdischen Beziehung

von Katrin Diehl  04.04.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der Jüdischen Welt

von Katrin Richer, Imanuel Marcus  04.04.2026

Michael Brenner

»Für die Nazis durfte es ›arische Juden‹ eigentlich nicht geben«

Der Historiker erforscht das Schicksal von Konvertiten in der NS-Zeit. Ein Gespräch über Menschen, die in keine Schublade passten

von Ayala Goldmann  04.04.2026