Fernsehen

Jubiläumsshow zu 50 Jahre »Dalli Dalli«

Von 1971 bis 1986 präsentierte Hans Rosenthal die beliebte Quizshow im ZDF. Foto: imago/United Archives

Das ZDF erinnert mit einer Jubiläumsshow an die erste Folge von Dalli Dalli vor 50 Jahren. Das Special läuft am 15. Mai um 20.15 Uhr und wird von Johannes B. Kerner moderiert, wie der Mainzer Sender mitteilte.

Die Rate-Show feierte am 13. Mai 1971 Premiere, moderiert von Hans Rosenthal (1925–1987). Kenner und Liebhaber der Quizsendung finden bereits ab 8. Mai mehrere alte Aufzeichnungen in der Mediathek, darunter die erste Folge, in der unter anderem Liselotte Pulver (91) auftrat.

SPITZE Bis 1986 führte Rosenthal, der im Jahr darauf starb, insgesamt 153-mal durch die Sendung. Vier Zweier-Teams kämpften bei Assoziations- und Geschicklichkeitsspielen um eine möglichst hohe Punktzahl. Diese kam, in einen Geldbetrag umgerechnet, Hilfsbedürftigen zugute.

Zu Rosenthals Markenzeichen wurde seit 1976 sein Luftsprung für gelungene Leistungen, angekündigt durch den vom Publikum beendeten Ausruf: »Sie sind der Meinung, das war ... Spitze!«

Auch einzelne Elemente wie das »Quiz für Schnelldenker«, Begriff-Rate-Runden oder das Foto-Such-Spiel »Dalli-Klick« hatten bald Kultstatus, ebenso die Kulisse aus einem Gitter von sechseckigen Waben. Einen Nachbau nutzte die Punkband »Die Ärzte« für ihr Musikvideo »Dinge von denen« (2003).

MODERATOR Schon 1982 fand die Quizshow Erwähnung in dem Udo-Jürgens-Song »Ich war noch niemals in New York«. Die entsprechende Zeile lautete: »Die Frau rief: Mann, wo bleibst du bloß? / Dalli Dalli geht gleich los.«

Der aus einer jüdischen Familie stammende Rosenthal überlebte mit viel Glück den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg, zum Schluss zwei Jahre lang versteckt in einer Laubenkolonie im Berliner Bezirk Lichtenberg. Seine Erlebnisse schilderte er 1980 in seiner berührenden Autobiografie Zwei Leben in Deutschland.

Später engagierte sich Hans Rosenthal im Zentralrat der Juden in Deutschland. kna

New York

Nach Paul Simon wird auch Art Garfunkel 85

Mit Songs wie »The Sound of Silence« wurden Simon & Garfunkel weltberühmt – aber auch die Streits der beiden Schulfreunde aus New York sind legendär. Jetzt steht der nächste große Geburtstag an

von Christina Horsten  03.11.2026

Frankfurt am Main

Rote und blaue Fäden

Mit der Installation »A Sky Full of Hope« will die Künstlerin Janet Echelman globale Vernetzung sichtbar machen – und eckt in der Stadt damit an

von Eugen El  03.11.2026

Fernsehen

»Doitscha« erzählt vom Leben deutscher Juden nach dem 7. Oktober

Im Mittelpunkt der pointierten Tragikomödie steht eine Familie, in der unterschiedliche Identitäten, Ängste und Lebensentwürfe aufeinanderprallen

 03.11.2026

Frankfurt

Jüdische Akademie soll »Haus der Zukunft« sein

In der ersten Diskussionsrunde der neuen Jüdischen Akademie in Frankfurt stieß ein Wunsch angesichts von Antisemitismus und innerjüdischer Differenzen auf große Zustimmung: Die Akademie soll ein »Haus der Zukunft« sein

 03.11.2026

Kino und Literatur

»Holocaust im Film« - Eine Spurensuche von 1946 bis heute

Im November kommt der Essayfilm »Holofiction« ins Kino: Regisseur Michal Kosakowski untersucht die filmische Ikonografie des Holocaust. Zur Geschichte des Holocaust-Films gibt es auch schon das gleichnamige Sachbuch

von Marcus Stiglegger  03.11.2026

Lesen!

Existenzialistische Suchbewegungen

In Benjamin Steins »Tiferet« geht es um die letzten Dinge, um alles und nichts – und vor allem um Abschied und Verlust

von Tobias Prüwer  02.11.2026

Interview

»Gemeinsam nach der Wahrheit suchen«

Carlos Fraenkel, der neue Leiter des Potsdamer Einstein Forums, will unterschiedliche Denktraditionen miteinander ins Gespräch bringen – und die Philosophie stärker in der Gesellschaft verankern

von Ayala Goldmann  02.11.2026

Aufgegabelt

Frühstückskartoffeln

Rezepte und Leckeres

 02.11.2026

Sprachen

Neues Spanisch-Wörterbuch: »Jüdisch« bleibt ein Synonym für »geizig«

Die Real Academia Española weigert sich, einen argentinischen Richterspruch umzusetzen - auch in der Neuausgabe ihres Kompendiums der spanischen Sprache findet sich ein Beispiel für Alltagsantisemitismus

von Michael Thaidigsmann  02.11.2026