Tübingen

Historiker empfehlen Debatte über Uni-Namen

Fahne der Eberhard Karls Universität Tübingen Foto: imago/Klaus Martin Höfer

Die Historiker-Kommission der Universität Tübingen empfiehlt eine »breite und offene Diskussion« über die Frage der Beibehaltung des Namens der Hochschule. »Eine Entscheidung, ganz gleich, wie sie ausfällt, wird für Unmut und Widerspruch sorgen«, heißt es in dem auf der Seite der Uni veröffentlichten Gutachten. Es wird am Donnerstag bei einer Pressekonferenz vorgestellt.

Studierende Die Universität ist nach Graf Eberhard und Herzog Karl Eugen von Württemberg benannt. Studierende wollen eine Änderung: Eberhard, der Gründer der Uni, gilt als Antisemit, Herzog Karl Eugen, der seinen ersten Namen hinzufügte, soll junge Männer als Soldaten ins Ausland verkauft haben. Der Senat der Hochschule beauftragte im Vorjahr eine Arbeitsgruppe, ein Gutachten zu den Namensgebern zu erstellen.

Darin heißt es, die Mitglieder der Kommission sähen ihre Aufgabe nicht darin, sich in der Auseinandersetzung zu positionieren. Über die Frage von Beibehaltung oder Änderung des Namens gebe es auch in der Kommission unterschiedliche Auffassungen. Die zusammengestellten Informationen sollten den Forschungsstand dokumentieren und eine historische Interpretation anbieten. Die Universitätsgremien müssten die Frage beantworten, »was man mit der Aufgabe des historischen Namens gewinnt und was man verliert«. kna

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