Tübingen

Historiker empfehlen Debatte über Uni-Namen

Fahne der Eberhard Karls Universität Tübingen Foto: imago/Klaus Martin Höfer

Die Historiker-Kommission der Universität Tübingen empfiehlt eine »breite und offene Diskussion« über die Frage der Beibehaltung des Namens der Hochschule. »Eine Entscheidung, ganz gleich, wie sie ausfällt, wird für Unmut und Widerspruch sorgen«, heißt es in dem auf der Seite der Uni veröffentlichten Gutachten. Es wird am Donnerstag bei einer Pressekonferenz vorgestellt.

Studierende Die Universität ist nach Graf Eberhard und Herzog Karl Eugen von Württemberg benannt. Studierende wollen eine Änderung: Eberhard, der Gründer der Uni, gilt als Antisemit, Herzog Karl Eugen, der seinen ersten Namen hinzufügte, soll junge Männer als Soldaten ins Ausland verkauft haben. Der Senat der Hochschule beauftragte im Vorjahr eine Arbeitsgruppe, ein Gutachten zu den Namensgebern zu erstellen.

Darin heißt es, die Mitglieder der Kommission sähen ihre Aufgabe nicht darin, sich in der Auseinandersetzung zu positionieren. Über die Frage von Beibehaltung oder Änderung des Namens gebe es auch in der Kommission unterschiedliche Auffassungen. Die zusammengestellten Informationen sollten den Forschungsstand dokumentieren und eine historische Interpretation anbieten. Die Universitätsgremien müssten die Frage beantworten, »was man mit der Aufgabe des historischen Namens gewinnt und was man verliert«. kna

Bayern

Warum Bayreuths große Pläne zum Festspieljubiläum scheitern

Schon Richard Wagner kämpfte mit Schulden und Geldproblemen. Doch dereinst sprang Bayernkönig Ludwig II. ein. Im Jubiläumsjahr 2026 ist es komplizierter

von Kathrin Zeilmann, Britta Schultejans  16.06.2026

Bayern

»Das ist in einer Demokratie Tod durch Selbstmord«

Eigentlich sollte Michel Friedman bei einer Gedenkveranstaltung zu 150 Jahren Bayreuther Festspiele sprechen. Doch die Veranstaltung wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt. Dafür findet er deutliche Worte

 16.06.2026

Zahl der Woche

1 Mal

Funfacts & Wissenswertes

 16.06.2026

Halacha

Deutsch-jüdischer Leuchtturm

Die Berliner Studien zum Jüdischen Recht feiern ihr 30-jähriges Bestehen an der Humboldt-Universität

von Detlef David Kauschke  16.06.2026

»Imanuels Interpreten« (22)

Herbie Mann: Der Klangsetzer

Herbie Manns Motto: »Wenn du die Musik von jemandem spielen willst, gehe zu ihm nach Hause.« Er setzte dies um, hatte dann aber die Jazz-Polizei am Hals

von Imanuel Marcus  16.06.2026

In eigener Sache

Jüdische Allgemeine depubliziert Texte von Stephan-Andreas Casdorff

Die Prüfung mit spezialisierter Software legt Nahe, dass zwei Kommentare des »Tagesspiegel«-Editor-at-Large in dieser Zeitung von einer KI geschrieben wurden

 15.06.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der Jüdischen Welt

von Imanuel Marcus, Katrin Richter  15.06.2026

Kolumne

»Ich bin bloß eine Regenwolke!«

Von Winni Puch bis Tscheburaschka: Wie sowjetische Trickfilme gegen Antisemitismus helfen

von Eugen El  14.06.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Erst Kurt Krömer, dann Modi Rosenfeld: Shoppen und lachen

von Katrin Richter  14.06.2026