Zeichen

Google sucht den Davidstern

Mitten in Teheran: Davidstern auf dem Iran Air Hauptgebäude Foto: googlemaps

Die Vogelperspektive lässt keinen Zweifel zu: In der Mitte des propellerförmigen Gebäudes ist ein Davidstern zu sehen. Auf den ersten Blick ist das zunächst einmal nichts Besonderes, würde sich das sechszackige Symbol nicht auf der Zentrale der nationalen Fluggesellschaft Iran Air in Teheran befinden. Das Gebäude, das in den Jahren vor der Revolution 1979 von Israelis errichtet wurde, ist seit dieser Entdeckung so etwas wie eine architektonische und politische Berühmtheit.

Aufmerksame Nutzer von Google Earth hatten den Davidstern Ende vergangener Woche identifiziert. Und er scheint nicht der Einzige zu sein. Schon im August war das jüdische Symbol auf einem Teheraner Platz gesichtet worden. Die iranische Regierung ist darüber wenig erfreut und rief dazu auf, den Davidstern, das Zeichen des erklärten Feindes, zu entfernen. Wohl auch, weil er an die einst guten Beziehungen zwischen den beiden Staaten erinnert. Zwischen Tel Aviv und Teheran gab es neben einer regelmäßigen Flugverbindung auch eine Zusammenarbeit auf technischem Gebiet. Außerdem florierte unter Schah Mohammed Reza Pahlewi der Waffenhandel zwischen Israel und dem Iran.

Wie viele Davidsterne sich noch im Gottesstaat verstecken, weiß niemand, aber die Nutzer von Google Earth werden es sicherlich noch herausfinden.

Archäologie

Hoffnung auf Latrinen - Grabung legt mittelalterliche Keller frei

Die Funde auf dem Areal der zweiten Jüdischen Gemeinde informieren über das Leben im mittelalterliche Erfurt. Zugleich geben sie Einblicke in die Stadtplanung des 13. Jahrhunderts

von Matthias Thüsing  28.09.2026

Sachsen-Anhalt

Der 7. Oktober und die Folgen: Podiumsdiskussion in Halle

Vor drei Jahren überfielen islamistische Terroristen Israel und rissen damit Gaza in einen bis heute andauernden Krieg. Zeitgleich nahmen weltweit antisemitische Ausschreitungen zu. Diskutanten erörtern die Ursachen

 28.09.2026

Hard-Rock-Legenden

Kiss feiern 50 Jahre »Rock and Roll Over«

Eine umfangreiche Neuauflage des Albums kommt. Was ist enthalten?

 28.09.2026

Babyn Jar

Sie alle hatten einen Namen

In der Schlucht bei Kyjiw ermordeten deutsche Täter am 29. und 30. September 1941 innerhalb von zwei Tagen rund 34.000 Jüdinnen und Juden

von Andreas Albrecht  28.09.2026

Berlin

Verschollene Golem-Filmmusik feiert Berliner Erstaufführung

Der Komponist Hans Landsberger, ein späteres Holocaust-Opfer, hatte die sinfonische Begleitmusik für den Film geschrieben. Seine Komposition gilt als Meilenstein in der Entwicklung der Filmmusik

 28.09.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Wöchentliche Papierflut oder Die kleinen verkannten Kunstwerke

von Nicole Dreyfus  27.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  27.09.2026

Fernsehen

Adolf und seine »Akte«

Die fünfte Staffel von »Babylon Berlin« spielt 1933 zur Zeit von Hitlers Machtergreifung. Unterhaltung mit politischem Anspruch, aber stimmen die Fakten?

von Ayala Goldmann  27.09.2026

Meinung

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026