Zeichen

Google sucht den Davidstern

Mitten in Teheran: Davidstern auf dem Iran Air Hauptgebäude Foto: googlemaps

Die Vogelperspektive lässt keinen Zweifel zu: In der Mitte des propellerförmigen Gebäudes ist ein Davidstern zu sehen. Auf den ersten Blick ist das zunächst einmal nichts Besonderes, würde sich das sechszackige Symbol nicht auf der Zentrale der nationalen Fluggesellschaft Iran Air in Teheran befinden. Das Gebäude, das in den Jahren vor der Revolution 1979 von Israelis errichtet wurde, ist seit dieser Entdeckung so etwas wie eine architektonische und politische Berühmtheit.

Aufmerksame Nutzer von Google Earth hatten den Davidstern Ende vergangener Woche identifiziert. Und er scheint nicht der Einzige zu sein. Schon im August war das jüdische Symbol auf einem Teheraner Platz gesichtet worden. Die iranische Regierung ist darüber wenig erfreut und rief dazu auf, den Davidstern, das Zeichen des erklärten Feindes, zu entfernen. Wohl auch, weil er an die einst guten Beziehungen zwischen den beiden Staaten erinnert. Zwischen Tel Aviv und Teheran gab es neben einer regelmäßigen Flugverbindung auch eine Zusammenarbeit auf technischem Gebiet. Außerdem florierte unter Schah Mohammed Reza Pahlewi der Waffenhandel zwischen Israel und dem Iran.

Wie viele Davidsterne sich noch im Gottesstaat verstecken, weiß niemand, aber die Nutzer von Google Earth werden es sicherlich noch herausfinden.

Kino

»David« - Familienfreundliches Musical nach Motiven aus der Bibel

Ein kleiner Junge besiegt einen furchteinflößenden Riesen mit der Steinschleuder. Die Geschichte von David und Goliath kennen auch viele, die sonst nicht so bibelfest sind. Und sie bietet viel Stoff für eine Verfilmung

von Martin Ostermann  15.09.2026

Israel

Wie Quentin Tarantino Israelis den Kinobesuch vermiest

Berichte über Quentin Tarantinos Kinobesuche gehen in Israel viral. Eine Frau hätte ihn beinahe angebrüllt

von Sophie Albers Ben Chamo  15.09.2026

Dearborn

Henry Fords antisemitische Vergangenheit in Ausstellung behandelt

Im nächsten Jahr öffnet Fair Lane, das frühere Anwesen von Henry Ford, wieder für Besucher. Die Einrichtung stellt sich nun einer Vergangenheit, die in der Region lange nur unzureichend thematisiert wurde

 15.09.2026

Tel Aviv

IDF-Chef prüft rechtliche Schritte gegen Film »Naza«

Generalstabschef Eyal Zamir bezeichnet bisher bekannt gewordene Teile der Doku als »Ritualmordlegenden, bewusste Verzerrungen der Realität und falsche Anschuldigungen gegen IDF-Soldaten«

 15.09.2026

TV-Tipp

Sehenswertes Doku-Historiendrama über 900 jüdische Flüchtlinge

HR zeigt »Die Ungewollten - Die Irrfahrt der St. Louis«

von Jan Lehr  15.09.2026

Berlin

Briefe nach dem Holocaust: Yad Vashem präsentiert Sammelband

Jüdische Überlebende der NS-Verfolgung erlebten die unmittelbare Nachkriegszeit voller Widersprüche zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Ihre Eindrücke erscheinen nun erstmals auf Deutsch

 15.09.2026

Los Angeles

Noah Wyle gewinnt erneut Emmy – »The Pitt« und die jüdische Seite des Dr. Robby

Für den Darsteller und Produzenten ist die Auszeichnung eine besondere Rückkehr an die Spitze der amerikanischen Fernsehwelt

 15.09.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 15.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  15.09.2026