Zeichen

Google sucht den Davidstern

Mitten in Teheran: Davidstern auf dem Iran Air Hauptgebäude Foto: googlemaps

Die Vogelperspektive lässt keinen Zweifel zu: In der Mitte des propellerförmigen Gebäudes ist ein Davidstern zu sehen. Auf den ersten Blick ist das zunächst einmal nichts Besonderes, würde sich das sechszackige Symbol nicht auf der Zentrale der nationalen Fluggesellschaft Iran Air in Teheran befinden. Das Gebäude, das in den Jahren vor der Revolution 1979 von Israelis errichtet wurde, ist seit dieser Entdeckung so etwas wie eine architektonische und politische Berühmtheit.

Aufmerksame Nutzer von Google Earth hatten den Davidstern Ende vergangener Woche identifiziert. Und er scheint nicht der Einzige zu sein. Schon im August war das jüdische Symbol auf einem Teheraner Platz gesichtet worden. Die iranische Regierung ist darüber wenig erfreut und rief dazu auf, den Davidstern, das Zeichen des erklärten Feindes, zu entfernen. Wohl auch, weil er an die einst guten Beziehungen zwischen den beiden Staaten erinnert. Zwischen Tel Aviv und Teheran gab es neben einer regelmäßigen Flugverbindung auch eine Zusammenarbeit auf technischem Gebiet. Außerdem florierte unter Schah Mohammed Reza Pahlewi der Waffenhandel zwischen Israel und dem Iran.

Wie viele Davidsterne sich noch im Gottesstaat verstecken, weiß niemand, aber die Nutzer von Google Earth werden es sicherlich noch herausfinden.

Berlin

Orden Pour le mérite begrüßt Biermann als neues Mitglied

Die Künstler- und Gelehrtenvereinigung Pour le mérite trifft sich am Wochenende in Berlin zu ihrer Jahrestagung. Dabei werden neue Mitglieder in den exklusiven Kreis aufgenommen

 26.05.2026

Kino

»Über die Verkrampftheit hinwegkommen«

Andreas Brämer, Rektor der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, über den jüdischen Filmclub in der Stadt am Neckar

von Ayala Goldmann  26.05.2026

»Imanuels Interpreten« (21)

Sammy Davis Jr.: Der Entertainer

Schon als Kind steht er auf der Bühne, als junger Erwachsener bekommt er den Rassismus zu spüren und wird dennoch ein Star. Im Jahr 1960 konvertiert der legendäre Unterhalter zum Judentum

von Imanuel Marcus  26.05.2026

Führung

Open-Air-Ausstellung zum jüdischen Leben in Erfurt

Ab Freitag führt ein Rundgang auf 19 Stationen durch das historische jüdische Viertel Erfurts und verbindet Geschichte mit digitalen Angeboten

 26.05.2026

Geburtstag

Bob Dylan wird 85: Genie, Grenzgänger und niemals greifbar

Die berühmte Frage in seinem bekanntestem Song lehnt sich direkt an diese Geschichte an: Wie fühlt es sich an, ohne ein Heim zu sein, wie ein völlig Unbekannter, wie ein rollender Stein?

von Paula Konersmann  24.05.2026

New York

Bob Dylan - Der geniale Sonderling

Protestlieder, elektrischer Rock, Country-Alben, religiöse Musik. Die Welt hat ihm einige der einflussreichsten Musikstücke zu verdanken. Eine Ikone wollte er aber nie sein

von Anne Pollmann  24.05.2026

Zahl der Woche

85 Jahre

Fun Facts und Wissenswertes

 24.05.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Wenn das Leben dir Zitronen schenkt

von Katrin Richter  24.05.2026

Konzert

»Man muss richtig aus dem Vollen schöpfen«

Omer Meir Wellber bringt »Mass« von Leonard Bernstein auf die Bühne. Hamburgs Generalmusikdirektor erklärt, welche Faszination von dem Stück ausgeht

von Stephen Tree  24.05.2026