Zeichen

Google sucht den Davidstern

Mitten in Teheran: Davidstern auf dem Iran Air Hauptgebäude Foto: googlemaps

Die Vogelperspektive lässt keinen Zweifel zu: In der Mitte des propellerförmigen Gebäudes ist ein Davidstern zu sehen. Auf den ersten Blick ist das zunächst einmal nichts Besonderes, würde sich das sechszackige Symbol nicht auf der Zentrale der nationalen Fluggesellschaft Iran Air in Teheran befinden. Das Gebäude, das in den Jahren vor der Revolution 1979 von Israelis errichtet wurde, ist seit dieser Entdeckung so etwas wie eine architektonische und politische Berühmtheit.

Aufmerksame Nutzer von Google Earth hatten den Davidstern Ende vergangener Woche identifiziert. Und er scheint nicht der Einzige zu sein. Schon im August war das jüdische Symbol auf einem Teheraner Platz gesichtet worden. Die iranische Regierung ist darüber wenig erfreut und rief dazu auf, den Davidstern, das Zeichen des erklärten Feindes, zu entfernen. Wohl auch, weil er an die einst guten Beziehungen zwischen den beiden Staaten erinnert. Zwischen Tel Aviv und Teheran gab es neben einer regelmäßigen Flugverbindung auch eine Zusammenarbeit auf technischem Gebiet. Außerdem florierte unter Schah Mohammed Reza Pahlewi der Waffenhandel zwischen Israel und dem Iran.

Wie viele Davidsterne sich noch im Gottesstaat verstecken, weiß niemand, aber die Nutzer von Google Earth werden es sicherlich noch herausfinden.

Berlin

Offener Brief zu Gaza: Berlinale-Chefin weist Zensurvorwürfe zurück

»Es stimmt nicht, dass wir Filmemacher zum Schweigen gebracht hätten«: Festivalchefin Tricia Tuttle reagiert auf harsche Kritik aus einem offenen Brief aus dem Branchenblatt »Variety«

 20.02.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter, Imanuel Marcus  20.02.2026 Aktualisiert

Leipzig

Nach Ofarims Dschungel-Triumph: Influencer sammelt Spenden für Markus W.

Der Mann, den der Musiker 2021 fälschlicherweise des Antisemitismus beschuldigt hatte, bedankt sich und plädiert für Transparenz

 19.02.2026

Programm

Lesung, Erkundung, Abrechnung: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 19. Februar bis zum 25. Februar

 19.02.2026

Essay

Losing My Religion?

Warum Selbstmitleid und Eskapismus im Kampf gegen die Feinde der Demokratie nicht helfen

von Ayala Goldmann  19.02.2026

Kulturkolumne

Späte Erkenntnis

Warum es Zeit wird, sich nicht alles gefallen zu lassen – schon gar nicht von sich selbst

von Maria Ossowski  19.02.2026

Berlinale

Der richtige Film

Nach der Freilassung der Hamas-Geisel David Cunio hat der israelische Regisseur Tom Shoval eine neue Version seiner Doku »A Letter to David« gedreht. Nun wird sie in Berlin gezeigt

von Katrin Richter  19.02.2026

Berlin

Israelischer Künstler verhüllt Altar

»Parochet«: Die Rauminstallation des Künstlers Benyamin Reich ist für 40 Tage in der Berliner St. Matthäus-Kirche zu sehen

 19.02.2026

Köln

Gil Ofarim belog seine Kinder wegen der Davidstern-Affäre

In einer neuen RTL-Dokumentation gibt der Sänger Auskunft darüber, wie er mit der Situation gegenüber seinen Kindern umgegangen ist

 19.02.2026