Ernährung

Gesunde acht Tage

Mayim Bialik kocht gesund. Foto: dpa

Pessach, das passiert auch bei der amerikanischen Schauspielerin Mayim Bialik nicht einfach so. Pessach wird minutiös durchgeplant. Zugegeben, man muss nicht gleich einen so akkuraten Putz- und Koch-Stundenplan wie die 41-jährige Neurowissenschaftlerin ausarbeiten – 8. April: Suppe, 9. April: Auberginen-Auflauf, Relish, 10. April: falsche Leber – aber nun gut.

Bialik, die seit Jahren Dr. Amy Farrah Fowler in der Sitcom The Big Bang Theory spielt, findet, dass gerade Pessach das Fest ist, an dem man sich am gesündesten ernährt. Auf ihrer Facebook-Seite verlinkte Bialik den Artikel »Don’t Make Passover Too Easy« von Jeffrey Yoskowitz aus der New York Times, in dem es darum geht, dass man sich eben nicht um die strengen Essensvorschriften herumkochen sollte, sondern sie als Teil der tieferen Bedeutung annehmen solle.

Schokolade Mazze-Lasagne? Fehlanzeige! Mazze mit Schokolade? Nicht wirklich! Mayim Bialik, die, wie sie in ihrem Post schreibt, viele Jahre mit einem »Pessach-Puristen« verheiratet war, findet das gesunde Kochen zum Fest ausgesprochen gut: »Ich bin ein richtiger ›Vollwert-Pessach-Mensch‹ geworden. Das sind oftmals die gesündesten acht Tage, des Jahres: Wir gehen nicht auswärts essen, wir bereiten alle Gerichte mit viel Gemüse zu und verarbeiten größtenteils Gemüse, Früchte, essen Salate, und ab und zu nehmen wir auch mal einige schicke Dressings, um die Mahlzeiten interessanter zu machen.«

Der Posts des Seder-Tisches zeigte dann zwar leider nur die gedeckten Tafel mit Haggadot, aber die Gerichte waren bestimmt schmackhaft. Zumindest, wenn man einem Bericht des Online-Magazins delish.com glaubt, dem sie verriet, dass es vegane Mazzebällchen-Suppe, drei verschiedenen Arten Auflauf – Lauch, Kartoffel und Zucchini – nebst Zwiebel- und Kartoffel-Kugel und noch einigen anderen Leckereien gab.

Am Donnerstag ging Bialik wieder online, nachdem sie sich zwei Tage Soziale-Medien-Pause verordnet hatte. Sie schrieb wie fast aus dem Bauch: »WTF with spicer and hitler. and wtf with united airlines. and WTF with north korea. and oh my gosh THOR trailer!!!!!!!!! more soon. welcome back to my brain.« Darauf eine Mazze. kat

Berlin

Auschwitz-Überlebende fordern Konzertverbote für Kanye West

Kanye Wests geplante Shows in Polen und Italien sorgen für Empörung. Holocaust-Überlebende fordern von Regierungen und Veranstaltern ein klares Signal - wie zuletzt aus Großbritannien

 11.04.2026

Essay

Zwischen Räumen

Wenn der Maler Navot Miller im Flugzeug sitzt, ist er in einer Welt, die ihn für eine kurze Zeit vor der Schwere der Realität schützt. Gedanken von unterwegs

von Navot Miller  10.04.2026

Iran-Krieg

Europa darf Israel nicht im Stich lassen

Während die USA und Israel der Bedrohung durch das Mullah-Regime militärisch begegneten, standen die Europäer an der Seitenlinie und übten Kritik. Die nun herrschende Feuerpause gibt ihnen Gelegenheit, ihre Haltung zu überdenken

von Rafael Seligmann  10.04.2026

Netflix-Dokumentation

Der Mann, der die Chili Peppers Red Hot machte

Man kann ohne weiteres behaupten, dass die Rockwelt ohne Hillel Slovak weniger bunt wäre. Eine Streaming-Doku hat dem in Israel geborenen ersten Gitarristen der Chili Peppers ein Denkmal gesetzt

von Richard Blättel  07.04.2026

Antisemitismus

London verweigert US-Skandalrapper Kanye West die Einreise

US-Skandalrapper Kanye West darf nach seinen antisemitischen und rassistischen Aussagen nicht nach Großbritannien reisen. Das hat auch gravierende Auswirkungen auf das mit ihm geplante Festival

 07.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  07.04.2026

Weltglücksbericht

Israelis und die Freude am Leben

Trotz Kriegen und Terror landet der jüdische Staat weit vorn auf Platz 8. Die Forscherin Anat Fanti erklärt, warum

von Sabine Brandes  06.04.2026

Jazz

Omer Klein: »The Poetics«

Der israelische Pianist hat ein neues Album veröffentlicht. Es ist ein analoges Klangerlebnis, das innere und äußere Räume weit öffnet

von Ayala Goldmann  06.04.2026

Iryna Fingerova

»Man darf Kulturen nicht vergleichen«

Die Schriftstellerin und Ärztin über die Folgen einer Emigration, ihr Verhältnis zur Ukraine und das Leben als Jüdin in Deutschland – allesamt auch Themen ihres Romans »Zugwind«

von Maria Ossowski  05.04.2026