Iris Berben

Gesellschaft muss gegen Antisemitismus angehen

Jewrovosion
Iris Berben unterstützt seit 20 Jahren den Verein »Gesicht zeigen«. Foto: imago images/Günther Ortmann

Schauspielerin Iris Berben (70) ist besorgt über den zunehmenden Antisemitismus in Deutschland. »Es schmerzt mich, dass eine Bewegung so laut werden kann und so laut wahrgenommen werden kann«, sagte sie in einem Interview der »Berliner Morgenpost«.

Nachlässigkeit »Ich bin fest überzeugt, dass der Großteil unserer Gesellschaft sich nicht damit identifiziert. Aber da gibt es so eine Nachlässigkeit: Man selbst gehört ja nicht dazu, man weiß ja, wo man steht. Ich denke, das reicht nicht mehr.«

Die Gesellschaft müsse dagegen angehen. »Und da muss man auch die Politik in die Verantwortung nehmen. Manchmal hat man ja fast das Gefühl, Übergriffe werden fast wie ein Kavaliersdelikt behandelt. Es wurde jedenfalls nicht schon sehr früh mit dem nötigen Ernst eingegriffen. Man hat dem schon viel zu viel Raum gewährt, dass sich so ein Denken ausbreiten konnte.«

Am Montag ist Berben in der ZDF-Gesellschaftskomödie »Das Unwort« über Antisemitismus an deutschen Schulen zu sehen.

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