Berlin

Gerüchte über Israel

Foto: pr

Der Jurist und Buchautor Tilman Tarach stellt heute Abend um 19.30 Uhr auf Einladung der DIG-Hochschulgruppe an der Humboldt-Universität zu Berlin die überarbeitete Neuausgabe seines Israelbuches Der ewige Sündenbock vor.

Israel und der Nahostkonflikt werden hierzulande meist mit antisemitischen Projektionen im Gewand der Kritik bedacht, so die Veranstalter. In den Gerüchten über Israel drücke sich keine Auseinandersetzung mit dem Realen, sondern die Projektion des Antisemiten selbst aus. Beispiele dafür seien unter anderem Kampagnen für den Boykott israelischer Produkte, die antisemitischen Demonstrationen während des Gaza-Konfliktes 2014 und die alltägliche dschihadistische Bedrohung.

zusammenhänge Die populärsten dieser Gerüchte hat Tilman Tarach in der aktualisierten Neuauflage seines Buches Der ewige Sündenbock - Israel, Heiliger Krieg und die ›Protokolle der Weisen von Zion‹: Über die Scheinheiligkeit des traditionellen Bildes vom Nahostkonflikt kritisch beleuchtet. Tarach zeichnet die entscheidenden Aspekte des Nahostkonflikts nach und arbeitet die historischen, ideologischen und psychologischen Zusammenhänge heraus, die das gängige Israelbild als antisemitische Projektion entlarven. Im Anschluss an den Vortrag/die Lesung besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Veranstaltungsort: Humboldt-Universität zu Berlin, Hauptgebäude, Hörsaal 2097, Unter den Linden 6, Berlin. ja

Tilman Tarach: »Der ewige Sündenbock. Israel, Heiliger Krieg und die ›Protokolle der Weisen von Zion‹: Über die Scheinheiligkeit des traditionellen Bildes vom Nahostkonflikt«. Geleitworte von Henryk M. Broder und Waleed al-Husseini. Edition Telok, Freiburg u. Berlin 2016, 336 S., 17,80 €

Theater

Die mit den Wölfen heult

Die esoterisch-durchgeknallte Komödie »Blood Moon Blues« am Berliner Gorki-Theater spielt in einem Aschram am Toten Meer

von Ralf Balke  27.11.2022

Lesen!

Lotte Laserstein

Das Werk der Malerin geriet in Deutschland jahrzehntelang in Vergessenheit und wurde erst in den vergangenen 20 Jahren wiederentdeckt

von Emil Kermann  25.11.2022

Auszeichnung

Yasmina Reza erhält Prix de l’Académie de Berlin

Die französische Theaterautorin begeistere »mit ihren bitterbösen Theaterstücken voller Witz und Eleganz«

 24.11.2022

Kino

»Die jüdische Erfahrung mit der Nachkriegszeit ist komplex«

Welche Wirkung hatten jüdische Filme nach 1945? Ein Interview mit Doron Kiesel und Lea Wohl von Haselberg

von Astrid Ludwig  24.11.2022

Erinnerung

»Die Menschen wollten sehen, wo Anne Frank starb«

Vor 70 Jahren wurde in Bergen-Belsen die bundesweit erste KZ-Gedenkstätte errichtet

von Michael Althaus  24.11.2022

Kino

Starträchtig und divers

Vier neue Filme warten mit facettenreichen Geschichten auf – und Schauspielern wie Timothée Chalamet, Jeremy Strong und Gad Elmaleh

von Ayala Goldmann, Emma Appel, Jens Balkenborg  24.11.2022

Porträt

Whomm!

Klar denken viele bei ihm immer noch nur an »Disco«. Doch diese Zeiten liegen lange hinter Ilja Richter. Der ewige Sunny-Boy wird heute 70 Jahre alt. Nicht an alles erinnert er sich gern

von Gerd Roth  24.11.2022

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 24.11.2022

Wiesbaden

Die Nachkriegszeit aus jüdischer Perspektive

Welche Auswirkungen hatte die Nachkriegszeit auf die jüdische Gemeinschaft? Ein dreitägiges Seminar geht dieser Frage nach

von Lilly Wolter  23.11.2022