Berlin

Friedman wünscht sich mehr Empathie für Juden

Michel Friedman Foto: picture alliance / Panama Pictures

Der Publizist Michel Friedman hat kritisiert, dass es zu wenig Solidarität mit Juden in Deutschland gebe. »Ich unterstelle den Eliten größtenteils ein Verhalten, das sehr eindeutig ist, seit Tagen. Und selbst obwohl das eindeutig ist, zündet es nicht in diese Gesellschaft hinein, einfach mal aufzustehen und zu sagen: «Das geht gar nicht»«, sagte der 67-Jährige am Donnerstag bei einem Gesprächsabend zum Thema »Judenhass« im Berliner Ensemble.

Zu Gast waren der Verfassungsschutzchef Thomas Haldenwang und der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein. Die meisten Juden seien wegen antisemitischer Parolen auf der Straße verzweifelt, betonte Friedman, der in Paris als Sohn polnischer Juden geboren wurde.

Zurecht habe es im vergangenen Jahr Empathie für die Frauen im Iran und die Menschen aus der Ukraine wegen des russischen Angriffskriegs gegeben. »Aber jetzt passiert etwas mitten unter uns«, sagte der frühere Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Friedman räumte ein, dass sich viele Menschen auch engagiert hätten.

Das Theater in Berlin-Mitte hatte am Donnerstag anlässlich des 85. Jahrestags der Pogromnacht zu einer Zusatzveranstaltung der Gesprächsreihe »Friedman im Gespräch« geladen. Es ging unter anderem um die Frage, was im Kampf gegen Judenhass in Deutschland unternommen werden muss. dpa

"Dschungelcamp"

Anwalt von Gil Ofarim warnt vor Grenzüberschreitungen

Alexander Stevens sagt, es würden teils unwahre Tatsachenbehauptungen verbreitet, die strafrechtliche Konsequenzen haben könnten

 28.01.2026

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 29. Januar bis zum 5. Februar

 28.01.2026

Fernsehen

»Bin ich die einzige Normale?«

Die Frage stellt Dschungelcamperin Ariel – doch Ferndiagnosen verbieten sich auch bei TV-Stars

von Martin Krauss  28.01.2026

Zahl der Woche

13 Sommer- und Winter-Machanot

Fun Facts und Wissenswertes

 27.01.2026

Kairo/Berlin

Ägypten verbietet Buch zu Gaza-Krieg - Autoren: Das Interesse ist riesig

Ihr Streitgespräch über den Nahostkonflikt sorgte in Deutschland für viel Aufmerksamkeit - doch Ägyptens Zensur verbietet das Buch von Philipp Peyman Engel und Hamed Abdel-Samad. Die Autoren nehmen es eher gelassen

 27.01.2026

USA

Kanye West entschuldigt sich erneut für Antisemitismus

In einer ganzseitigen Anzeige im Wall Street Journal schreibt der Rapper: »Ich bin kein Nazi und kein Antisemit. Ich liebe jüdische Menschen.«

 27.01.2026

Meinung

Ein Schmock kommt selten allein

Im »Dschungelcamp« scheint Gil Ofarim in bester Gesellschaft. Doch was hat er aus seiner Lüge in der »Davidstern-Affäre« gelernt?

von Ayala Goldmann  27.01.2026

Meinung

»Zeit Geschichte« stellt sich in eine unsägliche Tradition

Das Titelbild der neuen Ausgabe des Hefts reduziert den Nahostkonflikt auf ein simples Gut-gegen-Böse-Schema. Immer wieder nutzen renommierte Medien problematische Bildsprache, wenn es um Israel geht

von Nikolas Lelle  27.01.2026

Oscar-Nominierungen

Natalie Portman: Frauen kommen zu kurz

Man sehe die Hürden für Regisseurinnen auf jeder Ebene, so die Schauspielerin

 27.01.2026