TV-Tipp

Fast rundes Alterswerk

Lou de Laâge, Woody Allen und Melvil Poupaud (v.l.) Foto: ©2022 Gravier Productions, Inc.

Alles beginnt mit einer zufälligen, aber schicksalhaften Begegnung auf den Champs-Élysées: Fanny (Lou de Laâge) wird von einem ehemaligen Mitschüler (Niels Schneider) angesprochen. Alain war schon als Gymnasiast in sie verliebt; nach einem ersten Gespräch verabreden sich die beiden. Fanny ist in zweiter Ehe mit dem reichen und deutlich älteren Jean Fournier (Melvil Poupaud) verheiratet.

Fanny ist unzufrieden mit der Ehe

Der Geschäftsmann, der zwielichtige Deals abschließt, liest seiner jungen Frau zwar jeden Wunsch von den Augen ab, behandelt sie aber zugleich kontrollsüchtig und eher wie eine wertvolle Puppe denn als richtige Partnerin. Entsprechend unzufrieden ist Fanny mit der Ehe – und empfänglich für das Werben ihres alten Schulkameraden. Je näher sie ihm kommt, umso mehr stellt sie darüber ihr bisheriges Leben in Frage. Doch der Gatte kommt ihr auf die Schliche – und regelt die Angelegenheit auf seine Art. Doch er hat nicht mit seiner hartnäckigen Schwiegermutter gerechnet!

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Der 50. Film von Woody Allen aus dem Jahr 2023 ist sein erstes ausschließlich auf Französisch und nur mit französischen Darstellern gedrehtes Werk. Der Blick auf Paris gerät dabei ein wenig oberflächlich, doch die spannende Geschichte nimmt für sich ein, und als Krimikomödie ist der Film auf unangestrengt-süffisante Weise ein rundes Alterswerk.

»Ein Glücksfall« ist am Donnerstag, den 19. März, um 20.15 Uhr im rbb zu sehen.

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