Amulette

Erfurter Ausstellung zeigt israelische Kunst

Ausstellungsansichten Hamsa, Hamsa, Hamsa Foto: © Stadtverwaltung Erfurt - Anja Schultz

Die Galerie Waidspeicher im Erfurter Kulturhof Krönbacken zeigt bis zum 5. Juli die Sonderausstellung »Hamsa, Hamsa, Hamsa«. Präsentiert wird sie vom Netzwerk Jüdisches Leben Erfurt in Kooperation mit dem israelischen Gastkurator Ido Noy und den Erfurter Kunstmuseen, wie ein Sprecher der Stadtverwaltung am Dienstag mitteilte. Im Mittelpunkt steht das Motiv der Hamsa, einer geöffneten Hand mit fünf Fingern, die in vielen Kulturen als Symbol für Schutz, Heilung und Glück gilt.

Die Ausstellung war zuvor bereits in Jerusalem, New York und Halberstadt zu sehen. In Erfurt werden Arbeiten von elf israelischen Künstlerinnen präsentiert, darunter Hannan Abu-Hussein, Sara Benninga und Andi LaVine Arnovitz. Ergänzt werden die zeitgenössischen Positionen durch eine Collage aus 555 Hamsa-Amuletten aus Geschäften der Jerusalemer Altstadt, die für lokale Traditionen und kulturellen Austausch stehen.

Hamsa-Amulett soll vor Negativem schützen

Die geöffnete Hand wie auch die Zahl fünf gelten den Angaben zufolge in verschiedenen religiösen Traditionen als Zeichen göttlicher Kraft und werden mit Gesundheit, Fruchtbarkeit und Segen verbunden. Besonders in der jüdischen und muslimischen Kultur ist die Hamsa als Amulett oder Talisman verbreitet, das seinen Träger vor negativen Einflüssen schützen soll.

Die Kuratorin der Welterbestätte »Jüdisch-Mittelalterliches Erbe in Erfurt«, Maria Stürzebecher, sagte, das Motiv der Hamsa sei im Judentum ebenso wie im Islam und im Christentum gebräuchlich. Es zeige, dass die drei Religionen mehr verbinde als trenne. Dies zu vermitteln, sei gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig.

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