Antisemtismus

documenta-Geschäftsführer irritiert mit Aussagen zur Kunstschau

War das mit mutig gemeint? Antisemitisches Werk »People’s Justice« auf der documenta Foto: picture alliance/dpa

Der designierte documenta-Geschäftsführer Andreas Hoffmann will, dass die Ausstellung »auch zukünftig so mutig bleibt, wie sie es bisher gewesen ist«. Dem Magazin »Monopol« sagte der Kulturmanager, der am 1. Mai sein Amt antritt, er begegne dieser Aufgabe »mit viel Respekt, aber auch mit Enthusiasmus und Vorfreude«.

Dem Eindruck, die alle fünf Jahre stattfindende Kunstschau in Kassel habe sich seit den zahlreichen Antisemitismus-Skandalen 2022 überlebt, »muss man widersprechen«, sagte Hoffmann.

»Grundsätzlich glaube ich, das ist meine wirklich tiefste Überzeugung, dass wir eine solche Betrachtung unserer Gesellschaft im Spiegel der Kunst einfach brauchen, und dass auch das Publikum das so sieht.«

Die documenta sei in einer Phase, in »der es auch um grundsätzliche Weichenstellungen geht«, sagte Hoffmann. Dabei gehe es neben organisatorischen Veränderungen auch »um die Festlegung von Standards im Umgang mit Kunstfreiheit und ihren Grenzen«.

Das Gutachten des Juristen Christoph Möllers zeige, wie hoch der Wert der Kunstfreiheit in Deutschland ist. »Auf der Basis dessen, was wir da lesen, kann man stärkeren Einfluss von der Politik auf den kuratorisch-künstlerischen Bereich nicht erwarten. Das ist eine gute Nachricht.« dpa/ja

Dokumentation

»Sie sollten sich schämen«

Die langjährige ARD-Autorin Rita Knobel-Ulrich übt scharfe Kritik an Sophie von der Tann und den Initiatoren des Katharina-Zell-Preises. Ein offener Brief

von Rita Knobel-Ulrich  23.08.2026

Aufgegabelt

Avocadosalat mit Thunfisch

Rezepte und Leckeres

 23.08.2026

Zahl der Woche

34 Sekunden

Fun Facts und Wissenswertes

 23.08.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter, Imanuel Marcus  23.08.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Warum Wespen nerven und der Sommer gleich mit

von Katrin Richter  23.08.2026

TV-Kritik

»Phoenix« - herausragender Film über eine Holocaust-Überlebende

Christian Petzolds grandiose Parabel auf Deutschland im »Jahre Null«

von Felicitas Kleiner  23.08.2026

Jüdisches Erbe

Leipziger Stadtrundgang zu jüdischer Musik

Mit dem »Notenbogen« erhält Leipzig einen weiteren musikhistorischen Stadtrundgang. Der Fokus soll dabei auf den Spuren »jüdischer Musik« liegen

von Joris Ufer  23.08.2026

Orlando (Florida)

Harrison Ford wird erneut zu Indiana Jones

Diesmal wird der jüdische Darsteller kein Abenteuer auf der Leinwand erleben. Aber worum geht es dann?

 23.08.2026

Frankreich

»Fick dich, Gisèle, fickt euch, ihr Zionisten«

Gisèle Journo ist Jüdin und betreibt in Paris eine Agentur für Influencer. Jetzt ist sie Zielscheibe antisemitischer Anfeindungen geworden. Auslöser war der Boykottaufruf einer Europaabgeordneten

von Michael Thaidigsmann  21.08.2026