EILMELDUNG! Medienbericht: Iran soll Ermordung von Josef Schuster und Volker Beck geplant haben

Finale

Der Rest der Welt

Flirten zwischen Meisterwerken? Immer! Foto: imago stock&people

Erinnern Sie sich noch an das allererste Date mit Ihrem künftigen Partner oder Ihrer Partnerin? Bestimmt fand es in einem schmucken kleinen Café oder einem schicken Restaurant statt. Meine Vorstellung von Romantik ist da etwas anders. Der Ort unseres ersten Treffens war ein Kunstmuseum. Vor einigen Jahren war es meine Strategie, potenzielle Kandidaten dorthin einzuladen, um sie zu testen. Meine Art Tinder – sozusagen.

Meisterwerk Ich bin nun mal ein leidenschaftlicher Museumsgänger, was soll ich tun? Ich kann nichts daran ändern. Wer mich in eine Ausstellung begleitet, erlebt allerdings ein eigenartiges Verhalten: Vor Meisterwerken der abendländischen Malerei bleibe ich keine 20 Sekunden stehen, verschwurbelte zeitgenössische Kunstinstallationen aber können meine Aufmerksamkeit minutenlang fesseln.

Dabei war ich als Kind eigentlich kein Museumsbesucher. Ich zähle nicht zu den Leuten, die in der Petersburger Eremitage mehr oder weniger aufgewachsen sind. In meiner Heimatstadt Minsk gab es einfach keine nennenswerten Kunsthäuser.

Tel Aviv Meine Leidenschaft für Ausstellungen entdeckte ich erst als Jugendlicher, als meine Liebe zum Automobil abzukühlen begann. Seitdem sind sie ein festes Ziel in jeder Stadt, die ich besuche. Ob Frankfurt oder Berlin, Los Angeles oder San Francisco, Jerusalem oder Tel Aviv: Ich kann Ihnen genau sagen, welches Haus sich lohnt, wo Sie die besten Liebermanns und die schlechtesten Chagalls finden!

Außerdem beobachte ich gern das Aufsichtspersonal. Manche begreifen ihren Job als Gelegenheit zur Meditation. Einige wollen den Besuchern die Kunst erklären. Und wieder andere sind im Nahkampf ausgebildet.

Einmal zum Beispiel sah ich im Rijksmuseum in Amsterdam, wie eine Aufsicht mit roher Gewalt ein ahnungsloses Kind wegzerrte, das einem Rembrandt-Gemälde zu nahe kam. Und noch ein Tipp am Rande: In israelischen Museen können Sie Ihr Russisch aufpolieren. Sämtliche Aufsichtskräfte spre­chen dort die Sprache Dostojewskijs und Tolstojs.

Monologe Meine Leidenschaft ging sogar so weit, dass ich einige Jahre als Kassierer in einem kleinen Frankfurter Ausstellungshaus jobbte. In dieser Zeit habe ich einige interessante Monologe gehört. Denn etliche Besucher kamen einfach nur zum Reden vorbei. Ich musste ihnen zuhören, weil ich meinen Platz ja nicht verlassen durfte.

Wenn Sie sich also endlich aussprechen wollen oder das perfekte Date planen, dann wissen Sie jetzt, wo Sie hingehen sollten!

Tacheles-Preis

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

von Helge Fuhst  21.05.2026

Cannes

Hüller als Erika Mann, Eidinger als Gestapo-Chef

Das Programm der Filmfestspiele ist vom Zweiten Weltkrieg geprägt. Ein Beitrag außerhalb des Wettbewerbs sorgte für Überraschungen

von Patrick Heidmann  21.05.2026

Dokumentation

»Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!«

Die Jüdische Allgemeine ist mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet worden. Hier dokumentieren wir die Dankesrede von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  21.05.2026

Aufgegabelt

Schawuot: Käse-Bourekas

Rezepte und Leckeres

 21.05.2026

Berlin

Daniel-Ryan Spaulding: Pro-israelischer Comedian aus Kanada in Deutschland

»Wenn wir Freiheit, Demokratie und säkulare Werte verteidigen wollen, dann sollten wir alle an der Seite Israels stehen«, sagt der Künstler, der auch zum Aktivisten wurde

von Imanuel Marcus  21.05.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Bettina Piper, Imanuel Marcus  21.05.2026

Leipzig

Ausstellung zu jüdischem Leben und Bach

Johann Sebastian Bach hat sehr wahrscheinlich keine persönlichen Kontakte zu Jüdinnen und Juden gepflegt. Doch seine Werke wurden schon im 18. Jahrhundert von der jüdischen Community aufgeführt und verbreitet

von Katharina Rögner  20.05.2026

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 21. Mai bis zum 3. Juni

 20.05.2026

London

»In The Grey«: Jake Gyllenhaal als Schuldeneintreiber

Regisseur Guy Ritchie schickt den jüdischen Schauspieler in eine gefährliche Grauzone zwischen Gesetz und Unterwelt

von Philip Dethlefs  20.05.2026