Auszeichnung

Daniel Barenboim erhält Rheingau-Musik-Preis

Daniel Barenboim Foto: dpa

Der Pianist und Dirigent Daniel Barenboim und das von ihm geleitete West-Eastern Divan Orchestra werden mit dem Rheingau-Musik-Preis 2020 ausgezeichnet.

»Daniel Barenboim ist nicht nur einer der renommiertesten Dirigenten und Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit, sondern auch ein großer Humanist, Freidenker und Visionär von unschätzbarem gesellschaftlichen Wert«, begründete das Rheingau-Musik-Festival am Freitag in Oestrich-Winkel die Wahl.

ENGAGEMENT Die Mitbegründung und künstlerische Leitung des West-Eastern Divan Orchestra sei »ein Zeugnis eines beispiellosen Engagements für Frieden und Völkerverständigung«. Die Auszeichnung wird zum 27. Mal vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Das Preisgeld wird vom Hessischen Kunstministerium gestellt.

Der 1942 in Buenos Aires geborene Barenboim ist seit 1992 Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper Unter den Linden, seit 2000 Chefdirigent auf Lebenszeit ihres Orchesters, der Staatskapelle Berlin. 2019 wurde er auch zum Ehrendirigenten der Berliner Philharmoniker ernannt, die diesen Titel damit erstmals vergaben.

Im Jahr 1999 gründeten Barenboim und der US-amerikanische Literaturwissenschaftler Edward Said das West-Eastern Divan Orchestra mit jungen Musikern aus Israel und arabischen Ländern des Nahen Ostens. Sie benannten das Orchester nach Johann Wolfgang von Goethes Gedichtsammlung »West-östlicher Diwan«. Ziel des Orchesters ist es, den interkulturellen Dialog und die Völkerverständigung zu fördern. epd

Aufgegabelt

Weißkohl-Salat

Rezepte und Leckeres

 11.01.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Wettergespräche oder Warum ich Kälte einfach so aushalte

von Nicole Dreyfus  11.01.2026

Literatur

Im Tunnel

Eli Sharabis Erinnerungen an seine Geiselhaft in Gaza sind ein Manifest der Menschlichkeit. Ein Buch voller Grausamkeit, aber ohne Hass

von Maria Ossowski  10.01.2026

Reimund Leicht

»Präsenz und Sichtbarkeit verstärken«

Der Leiter des Judaistik-Instituts an der FU Berlin über Herausforderungen auf dem Campus, die vakante zweite Professur und Lehre zu jüdischer Kultur im modernen Israel

von Ayala Goldmann  09.01.2026

Berlin

Dschungelcamp-Kandidatin stichelt gegen Gil Ofarim: »Ganz übel«

Die Teilnahme des jüdischen Musikers sorgt für heftige Reaktionen. Nun wirft ihm auch Kandidatin Belstler-Boettcher Fehlverhalten in der sogenannten Davidstern-Affäre vor

 09.01.2026

Osnabrück

Christian Berkel hat zu viele Bücher

Das Problem: »Wir haben mal versucht, eine alphabetische Ordnung in den Bücherschrank zu bringen, aber mittlerweile liegen die Neuen einfach obenauf«, so der jüdische Autor und Darsteller

 09.01.2026

Berlin

Swing-Konzert nach Hüftoperation

Nur Tage nach dem Eingriff will Andrej Hermlin wieder auf der Bühne sein. Unter anderem steht ein großes Konzert in der Philharmonie an

von Imanuel Marcus  08.01.2026

Trauer

Schöpfer der Todesmarsch-Mahnmale: Hubertus von Pilgrim ist tot

Der Bildhauer Hubertus von Pilgrim ist im Alter von 94 Jahren in Pullach bei München gestorben. Internationale Bekanntheit erlangte er durch sein Mahnmal für die Opfer des Dachauer Todesmarschs vom April 1945

 08.01.2026

Debatte

Gil Ofarim reagiert auf Kritik an Dschungelcamp-Teilnahme

Gil Ofarim sorgt mit dem Einzug ins Dschungelcamp wieder für Wirbel. Nach Boykott-Aufrufen von Fans äußert er sich erstmals selbst

 08.01.2026