Leipziger Buchmesse

Dana Vowinckel, Vladimir Vertlib & Co.

Die Schriftstellerin: Dana Vowinckel ist für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Foto: Chris Hartung

Leipziger Buchmesse

Dana Vowinckel, Vladimir Vertlib & Co.

Eine kleine Auswahl an Veranstaltungen mit jüdischen Autorinnen und Autoren

 20.03.2024 15:21 Uhr

Jüdische Autorinnen und Autoren sind auch dieses Jahr bei der Leipziger Buchmesse wieder präsent – und viele Bücher mit »jüdischen« Themen. Wir stellen eine Auswahl von Lesungen und Diskussionen vor, die zwischen dem 21. und 24. März in Leipzig stattfinden.

Am Donnerstag, dem 21. März, wird um 16 Uhr der Preis der Leipziger Buchmesse vergeben. Nominiert in der Kategorie Belletristik ist unter anderen die Schriftstellerin Dana Vowinckel (28) mit ihrem Romandebüt Gewässer im Ziplock. Zuvor, um 11 Uhr, werden die Nominierten in der Kategorie Belletristik in einem Gespräch vorgestellt (Halle 4, Stand E101).

Ariowitsch-Haus

In der Reihe »Jüdische Lebenswelten« im Ariowitsch-Haus präsentiert ebenfalls am Donnerstag um 19 Uhr der Literaturwissenschaftler und Verleger Thomas Sparr seine Biografie des Tagesbuchs der Anne Frank: Ich will fortleben, auch nach meinem Tod. Am selben Abend um 21 Uhr ist der Historiker Joachim Schlör mit seinem Buch Jüdische Migration und Mobilität zu Gast.

Am Freitag, dem 22. März, lesen unter anderen Omri Boehm (18 Uhr) und Vladimir Vertlib (21 Uhr) im Ariowitsch-Haus. Boehm, der während der Messe mit dem Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung ausgezeichnet wird, stellt seine Bücher Radikaler Universalismus und Der bestirnte Himmel über mir (gemeinsam verfasst mit Daniel Kehlmann) vor. Vertlib ist mit seinem neuen Roman Die Heimreise vertreten.

Am Samstag, dem 23. März, um 18 Uhr moderiert die Verlegerin Nora Pester eine Veranstaltung mit dem Berliner Antisemitismusbeauftragen Samuel Salzborn zu seinem Buch Wehrlose Demokratie. Ebenfalls im Ariowitsch-Haus wird die Autobiografie des Philosophen und Sarte-Übersetzers Vincent von Wroblewksky Vermutlich Deutscher vorgestellt.

Reiner Stach und Irina Scherbakowa

Weitere Highlights der Buchmesse: Am Samstag findet um 17 Uhr in Halle 4, Stand E401/E403 eine Lesung mit dem Kafka-Biografen Reiner Stach aus dem Buch Die Schwelle des Glücks – Frank Kafka und Dora Diamant statt. Die Kulturwissenschaflerin Irina Scherbakowa, Gründungsmitglied der russischen Menschenrechtsorganisation »Memorial« ist zuvor am Samstag um 14 Uhr im ARTE-Talk zu Gast (Glashalle, Stand 01).

Am Donnerstag um 18.30 Uhr stellt die Schriftstellerin und Historikerin Dana von Suffrin ihren neuen Roman Nochmal von vorne vor (Kaiserbad Leipzig). Am Freitag spricht der Rapper Ben Salomo um 12 Uhr unter dem Titel »Deutscher Rap will keine Juden in seinem Ghetto« mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger über ein Antisemitismusprogramm in Schulen (Halle 2, Stand A313).

Und noch ein Veranstaltungstipp: Niklas Frank, Sohn des NS-Verbrechers Hans Frank, liest am Freitag um 10.30 Uhr aus seinem neuen Buch Zum Ausrotten wieder bereit? Wir deutschen Antisemiten und was uns blüht  (Forum Literatur + Audio Halle 2). ag

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