Jugendliteraturpreis

Buxtehuder Bulle wird verliehen

Der amerikanische Autor Alan Gratz Foto: Wes Stitt

Für seinen Roman Vor uns das Meer erhält der US-Autor Alan Gratz am Donnerstag (18.30 Uhr) den Jugendliteraturpreis Buxtehuder Bulle. Die 22 Mitglieder starke Jury wählte den Titel unter knapp 90 Jugendbüchern zu ihrem diesjährigen Favoriten.

In dem Buch des Autors, der jüdische Wurzeln hat, geht es laut Mitteilung des Hanser-Verlags um drei Fluchtgeschichten: Josef ist elf Jahre alt, als er 1939 mit seiner Familie aus Deutschland vor den Nazis fliehen muss. Isabel lebt im Jahr 1994 in Kuba und leidet Hunger – auch sie begibt sich auf eine gefährliche Reise in das verheißungsvolle Amerika. Und der zwölfjährige Mahmoud verlässt im Jahr 2015 seine zerstörte Heimatstadt Aleppo, um in Deutschland neu anzufangen.

preisverleihung Da die Preisverleihung des Buxtehuder Buillen im Jahr 2020 wegen der Corona-Pandemie ausfiel, wird neben Alan Gratz auch Wendelin Van Draanen, die Preisträgerin aus dem vergangenen Jahr, im niedersächsischen Buxtehude anwesend sein. Die US-amerikanische Autorin wurde für ihren Roman Acht Wochen Wüste ausgezeichnet. Neben einem Preisgeld von 5000 Euro erhalten die Gewinner eine Stahlplastik in Form eines Bullen.

Der deutschlandweit renommierte Jugendliteraturpreis wurde im Jahr 1971 vom Buxtehuder Buchhändler Winfried Ziemann gegründet und feiert dieses Jahr sein 50-jähriges Bestehen. dpa

Schloßbergmuseum

Chemnitz zeigt Fotoausstellung über Mikwen

Ein Fotograf hat die Atmosphäre dieser meist unterirdisch gelegenen jüdischen Orte eingefangen

 26.03.2026

Charles Lewinsky

Melnitz, eine männliche Scheherazade

Der Schweizer Autor legt seinen Protagonisten auf die Couch und lässt ihn das 20. Jahrhundert erzählen

von Ellen Presser  26.03.2026

Dana von Suffrin

Wutgeburt

»Toxibaby« erzählt von einer toxischen deutsch-jüdischen Beziehung

von Katrin Diehl  26.03.2026

Shelly Kupferberg

Die Geschichte von Martha E. aus Schöneberg

In ihrem ersten Roman erzählt die Berliner Autorin von einer Nichtjüdin, die in der NS-Zeit zur stillen Heldin wurde

von Tobias Kühn  26.03.2026

Interview

»Man muss uns nicht gernhaben, aber man soll uns leben lassen«

Die Schoa-Überlebende Eva Erben und der TV-Moderator Günther Jauch sind seit Langem befreundet. Unser Reporter Michael Thaidigsmann hat Erben in Israel besucht und mit beiden gesprochen

von Michael Thaidigsmann  26.03.2026

Programm

Ferienprogramm, Retrospektive und ein Rache-Musical: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 26. März bis zum 2. April

 25.03.2026

Zahl der Woche

1:28,31 Minuten

Funfacts & Wissenswertes

 24.03.2026

Berlin

Holocaust: Ausstellung über das Mitwissen der Deutschen

Nach den beispiellosen Verbrechen der Nationalsozialisten sagten viele, das habe man nicht gewusst. Wie glaubwürdig war das? Die Topographie des Terrors in Berlin widmet sich der Frage

 24.03.2026

Sachsen

Rund 1000 Veranstaltungen zum »Jahr der jüdischen Kultur«

Unter dem Titel »Tacheles« steht in Sachsen 2026 das jüdische Leben im Mittelpunkt. Zahlreiche Akteure beteiligten sich. Das Programm wächst noch immer

von Katharina Rögner  24.03.2026