Brüssel

Belgisches Museum restituiert geraubtes Corinth-Gemälde

Das Gemälde ist seit 1951 im Besitz des Königlichen Museums für Schöne Künste in Brüssel. Foto: imago images/Peter Erik Forsberg

Das Brüsseler Museum der Schönen Künste hat ein Gemälde des deutschen Malers und Schriftstellers Lovis Corinth (1858-1925) an seine rechtmäßigen jüdischen Eigentümer restituiert. Das berichteten verschiedene belgische Medien am Mittwoch.

GESTE Corinth malte das Blumen-Stillleben im Jahr 1913. Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg wurde es in Brüssel seiner Eigentümerin, einer jüdischen Familie auf der Flucht, geraubt und nach der Befreiung Belgiens in einem Gebäude entdeckt, in dem die Nazis geraubte Kunstwerke eingelagert hatten.

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Seit 1951 ist das Bild im Besitz des staatlichen belgischen Kunstmuseums, das es bislang als »Kulturgut aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs« gelistet hat, weil der

Die Berliner Anwaltskanzlei von Trott zu Solz Lammek hatte 2016 einen Antrag auf Restitution des Gemäldes bei den belgischen Behörden eingereicht – mit Erfolg: Der für Wissenschaftspolitik zuständige föderale Staatssekretär Thomas Dermine hat nun die Rückgabe angeordnet, berichtete »De Standaard«. Er freue sich, dass das Gemälde nun an die Familie des Künstlers zurückgegeben werden könne, sagte Dermine, auch wenn das nur eine kleine Geste der Wiedergutmachung für das Unrecht sein könne, das ihr widerfahren sei.

Das Spätwerk Lovis Corinths wurde von den Nationalsozialisten als »entartete Kunst« angesehen. Fast 300 seiner Bilder wurden in der NS-Zeit beschlagnahmt, darunter ein großer Teil der Sammlung der Nationalgalerie sowie der Hamburger Kunsthalle.

Einige von Corinths Werken wurden 1937 in der Ausstellung »Entartete Kunst« in München gezeigt und anschließend ins Ausland, vor allem in die Schweiz, verkauft. mth

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