Pforzheimer Friedenspreis

Auszeichnung für Ben Salomo

Der Musiker wird für seinen Beitrag zu »einer offenen, freien und friedlichen Gesellschaft« geehrt

 07.08.2020 09:02 Uhr

»Ich halt’ meine Fresse nicht«: Jonathan Kalmanovich alias Ben Salomo Foto: Stephan Pramme

Der Musiker wird für seinen Beitrag zu »einer offenen, freien und friedlichen Gesellschaft« geehrt

 07.08.2020 09:02 Uhr

Der Musiker Ben Salomo erhält am 7. November den mit 5000 Euro dotierten, erstmals verliehenen Pforzheimer Friedenspreis. Der Berliner werde damit »für seinen vorbildlichen Einsatz für Zivilcourage und Friedensarbeit« geehrt, heißt in in der Begründung auf der Website der Stadt Pforzheim.

Berlin Ben Salomo, der mit bürgerlichem Namen Jonathan Kalmanovich heißt, in Israel geboren und in Berlin aufgewachsen ist, twitterte: »Ich bin überwältigt über diese große Ehre.«

»Wir freuen uns, dass es gelungen ist, einen würdigen Preisträger zu ernennen«, sagte Oberbürgermeister Peter Boch. Mit der Jury sei er sich einig, dass dieser Preis »ein sichtbares Zeichen setzt, welches 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges in der Tradition des Humanisten Johannes Reuchlin steht und damit Weltoffenheit und Toleranz würdigt«.

Echo Ben Salomo, der sich nach dem Skandal um die Verleihung des Musikpreises »Echo« an die Rapper Kollegah und Farid Bang aus der Rap-Szene zurückzog, veranstaltete viele Jahre lang das Format »Rap am Mittwoch«. 2015 moderierte er die Jewrovision, 2019 veröffentlichte er mit Ben Salomo bedeutet Sohn des Friedens seine Biografie.

Die Vergabeempfehlung 2020 wurde durch eine Fachjury ausgewählt, die sich aus Persönlichkeiten der Pforzheimer Bürgerschaft zusammensetzt, darunter auch Hasan Akbaba vom Rat der Religionen Pforzheim und Rami Suliman, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Pforzheim.

Die Idee, den Pforzheimer Friedenspreis ins Leben zu rufen, hat das »Bündnis Pforzheim nazifrei« anlässlich des 75. Jahrestags der Zerstörung Pforzheim am 23. Februar entwickelt. Die Auszeichnung soll in einem fünfjährigen Rhythmus vergeben werden. ja/kat

CLIO 2020

Filmpreis für Judith Kerrs »Rosa Kanichen«

Regisseurin Caroline Link ausgezeichnet

 02.12.2020

Woody Allen

Der Stadtneurotiker wird 85

Der Filmemacher feiert am heutigen Dienstag seinen Geburtstag – und macht scheinbar unbeirrbar weiter

von Christina Horsten  01.12.2020

Netflix

Unerwartete Serienstars

Eine gute Nachricht für Fans: Mitte Dezember ist Weltpremiere der dritten Staffel von »Shtisel«

von Christiane Laudage  30.11.2020

Bette Midler

The Marvelous Mrs. Midler

Seit mehr als einem halben Jahrhundert ein absoluter Superstar – am 1. Dezember wird die Schauspielerin 75 Jahre alt

von Sophie Albers Ben Chamo  30.11.2020

Hilde Spiel

»Die Weite, die noch in uns war«

Vor 30 Jahren starb die Schriftstellerin und Kulturpublizistin in Wien. Eine wie sie wird es wohl nie mehr geben

von Marko Martin  30.11.2020

Marbach

Literaturarchiv erwirbt Kafka-Brief

In dem Schreiben an Max Brod berichtet der Schriftsteller über seine Lebenssituation, Angst und Einsamkeit

 28.11.2020

Kultur

Bundestag gibt Geld für freien Eintritt ins Jüdische Museum Berlin

Künftig soll das Museum 3,2 Millionen Euro zusätzlich erhalten, um bei freiem Eintritt öffnen zu können

 27.11.2020

Promis

»Friends«-Star hat sich verlobt

Matthew Perry und Molly Hurwitz sind seit 2018 ein Paar

 27.11.2020

Meinung

Georg Restle, der »Ökozid« und die Jüdische Allgemeine

Der Leiter des ARD-Politmagazins »Monitor« ist wenig zimperlich, wenn es um jüdische Themen geht

von Ulf Poschardt  26.11.2020