Hören!

Asaf Avidan

Der israelische Rockstar auf Deutschlandtour

von Jonathan Scheiner  29.04.2013 17:58 Uhr

Besonderes Merkmal Falsettstimme: Asaf Avidan Foto: PR

Der israelische Rockstar auf Deutschlandtour

von Jonathan Scheiner  29.04.2013 17:58 Uhr

In den Linernotes seines neuen Albums Different Pulses dankt Asaf Avidan den Ärzten und Krankenschwestern der Hämatologie-Abteilung des Hadassah-Hospitals dafür, dass er nach zehn Jahren noch immer »hier sein kann und Musik machen darf«.

Auch in Deutschland: Avidan, der schärfste Rockexport seines Landes, startet am 3. Mai zu einer Tour durch die Bundesrepublik. Der 33-Jährige mit der giftigen Falsettstimme hat mit seinen Alben Reckoning (2008) und Poor Boy – Lucky Man (2009) israelische Rockgeschichte geschrieben. Dann wurde er international zum Superstar, wenngleich auf Umwegen. Der Berliner DJ Wankelmut machte Avidans »Reckoning Song« zur eingängigen Singsang-Nummer »One Day« und kam damit auf Platz eins der Charts. Avidans Konzerte, bei denen vormals nur israelische Berlintouristen und ein paar verpeilte Hipster abtanzten, waren plötzlich proppenvoll.

handzahm Auf dem neuen Album präsentiert sich allerdings ein neuer Asaf Avidan. Statt mit seinen langjährigen Rock-Mitstreitern arbeitete er diesmal mit dem Produzenten Tamir Muskat zusammen, bekannt von der israelischen Band Balkan Beat Box. Die elf gut komponierten Stücke sind zwar nicht langweilig, aber klingen viel simpler als die alten Blues-Rock-Kracher: ein bisschen Keyboard hier, ein wenig Bass dort. Und darüber eine recht handzahm wirkende Stimme.

Wer dem guten alten Asaf Avidan nachtrauert, dem sei ein weiteres neues Album empfohlen – Avidan in a Box: Live Acoustic Recordings – das es nur online gibt, dafür aber gratis:
http://thebox.asafavidanmusic.com/box# In diesen 17 Songs hört man die Essenz von Asaf Avidans Musik: Mann mit Gitarre, gesegnet mit einer Wahnsinnsstimme.

Asaf Avidan: Different Pulses. Telmavar Records 2012/Universal

Tourdaten unter: www.asafavidanmusic.com/tour-dates

Corona-Proteste

Mit »Judenstern« und Häftlingsanzug

Verschwörungsmythen bieten einfache Antworten. Und greifen oft auf alte Feindbilder zurück. Eine Analyse

 31.05.2020

Glosse

Der Rest der Welt

Wie mir Fahrradfahren dabei hilft, den Menschenfreund in mir zu entdecken

von Margalit Edelstein  31.05.2020

Jim Dratwa

»Der Ethiker sind Sie selbst«

Der Philosophieprofessor über Fürsorge in Zeiten der Pandemie, Solidarität innerhalb der Europäischen Union und Inspiration durch jüdische Feiertage

von Michael Thaidigsmann  31.05.2020

Literatur

»Du fehlst uns«

Zum 100. Geburtstag von Marcel Reich-Ranicki – Eine Würdigung von Rachel Salamander

von Rachel Salamander  31.05.2020

Nahost

»Die Palästinenser wollen Israels Staatsgründung rückgängig machen«

Einat Wilf über ihr neues Buch und das »Rückkehrrecht« als Friedenshindernis

von Mareike Enghusen  31.05.2020

Zahl der Woche

1.567.000.000 Liter

Fun Facts und Wissenswertes

 28.05.2020

Flüchtlingskrise

»Reverse-Mengele«

Katja Riemann spricht bei »Maischberger« über ihr Engagement für Geflüchtete - und versteigt sich zu einem NS-Vergleich

 28.05.2020

Wuligers Woche

Die heilige Hannah

Warum die Philosophin der Deutschen liebste Jüdin ist

von Michael Wuliger  28.05.2020

Geheimnisse und Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter  28.05.2020