Bob Dylan

17 Minuten Erinnerung an die Sixties

Bob Dylan Foto: dpa

Acht Jahre ließ sich Songwriter-Legende Bob Dylan (78) Zeit mit der Veröffentlichung von neuem Material – am Freitag hat er nun überraschend das 17-Minuten-Lied »Murder Most Foul« herausgebracht.

Verbunden mit Dank an seine Fans, schrieb der Musiker dazu auf seiner Webseite: »Hier ist ein unveröffentlichter Song, den wir vor einiger Zeit aufgenommen haben und den ihr interessant finden könntet.« Wohl mit Blick auf die Corona-Krise fügte Dylan hinzu: »Passt auf euch auf, seid wachsam und möge Gott mit euch sein.«

attentat In »Murder Most Foul« besingt der Literatur-Nobelpreisträger das mörderische Attentat auf den populären US-Präsidenten John F. Kennedy vor 57 Jahren: »Es war ein schwarzer Tag in Dallas, im November 1963. Der Tag, der für immer mit Schande verbunden sein wird«, raunt Dylan in seinem typischen Sprechgesang zu dezenter Piano- und Streicherbegleitung.

Zuletzt hatte Dylan 2012 ein Album mit eigenen neuen Liedern veröffentlicht.

Und weiter: »Ein guter Tag zum Leben und ein guter Tag zum Sterben.« Von den Beatles über Woodstock bis zu John Lee Hooker und Nat King Cole – mit vielen bekannten Namen und Ereignissen garniert Dylan danach liebevoll seine epische Beschreibung des Lebensgefühls der Sixties.

album Zuletzt hatte der wichtigste Singer-Songwriter der 60er- und 70er-Jahre (»Blowin‘ In The Wind«, »Like A Rolling Stone«) 2012 ein Album mit eigenen neuen Liedern veröffentlicht.

Auf das herausragende Spätwerk »Tempest« folgten mehrere Platten, in denen Dylan Fremdmaterial aus Jazz, Swing, Folk und Blues interpretierte. Als erster Musiker erhielt er 2016 den Literaturnobelpreis. Am 24. Mai wird Dylan 79 Jahre alt, ist aber weiterhin ständig auf Tournee.  dpa

Kinder

Noah, Ben oder Lea?

Warum sich biblische Namen im deutschsprachigen Raum großer Popularität erfreuen

von Nicole Dreyfus  26.08.2026

Ludwigshafen

Neue Ausstellung zu Ernst und Karola Bloch: Fotografische Reise

Eine neue Schau in Ludwigshafen zeigt das ereignisreiche Leben der Familie Bloch zwischen Exil und Heimatsuche anhand des fotografischen Nachlasses – in privaten und öffentlichen Momenten

von Norbert Demuth  26.08.2026

Nachruf

Großmeister der ausgreifenden Erzählung

Mit seinen Epochenromanen prägte er das literarische Bild Europas. Nun ist der vielfach ausgezeichnete Autor Peter Nadas gestorben

von Gregor Mayer  26.08.2026

Bremen

Philosophin Lea Ypi erhält Hannah-Arendt-Preis 2026

Die albanisch-britische Philosophin Lea Ypi erhält den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken 2026. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird im Dezember im Bremer Rathaus verliehen

 26.08.2026

70 Jahre »Bravo«

Dr. Sommers Vermächtnis

Von 1969 bis 1984 war der Arzt Martin Goldstein »Dr. Sommer«, einer der wohl berühmtesten Ratgeber, den der deutsche Journalismus je hatte

von Hanna Persson  26.08.2026

Programm

Vortrag, Führung, Finissage: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 27. August bis zum 3. September

 26.08.2026

Nachruf

Wie Dolly Parton zur Ikone wurde

Die Country-Legende Dolly Parton ist tot. Dass sie zu einem weltweit verehrten Star wurde, lag auch an ihren jüdischen Freunden und Geschäftspartnern

von Sophie Albers Ben Chamo  26.08.2026

Orlando (Florida)

Harrison Ford wird erneut zu Indiana Jones

Diesmal wird der jüdische Darsteller kein Abenteuer auf der Leinwand erleben. Aber worum geht es dann?

 26.08.2026 Aktualisiert

Kommentar

Unpolitisch war gestern

Der ESC unterliegt künftig neuen Regeln für Krisenstaaten, Israel kann nach wie vor am Wettbewerb teilnehmen. Noch ist das keine Lex Israel. Aber der Eindruck entsteht

von Nicole Dreyfus  26.08.2026