Österreich

Wien hat gewählt

»Atid«, die Partei des amtierenden Präsidenten Oskar Deutsch, ist bei der Wahl zum Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) als Sieger hervorgegangen. Wie die Stimmenauszählung am Sonntag ergab, konnte Atid ihre Stellung zwar verteidigen, büßte jedoch drei Mandate ein. Mit sieben von 24 Sitzen bleibt sie dennoch stärkste Kraft. Erfolgreich schnitt die »Bucharische Liste« ab. Sie errang sechs Mandate statt bisher fünf und verringerte damit den Abstand zu Atid beträchtlich.

Mit den beiden Listen »Chaj – Jüdisches Leben« (drei Mandate) und »Initiative Respekt« (zwei Mandate) zogen am Sonntag zwei neue Fraktionen in den Vorstand ein. In einer ersten Stellungnahme sprach Deutsch von einem »großen Sieg der Demokratie« und betonte, die bisherige Koalition mit den Bucharen fortsetzen zu wollen.

Die Wahlbeteiligung war mit 62 Prozent deutliche höher als noch vor fünf Jahren. 2007 hatten nur 55 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. wea

Schweiz

Ein Importverbot von koscherem Fleisch gefährdet jüdisches Leben

Ein Kommentar von Jonathan Kreutner, Generalsekretär des jüdischen Dachverbands SIG

von Jonathan Kreutner  02.10.2026

Madrid

Kritik an Zara wegen Halloween-Kostüm mit Ähnlichkeit zu KZ-Kleidung

Die Hintergründe

 02.10.2026

Gespräch

Jüdische Stimme am Vatikan

Viktor Eichner vom Jüdischen Weltkongresses hat ein großes Ziel: sich für die jüdische Gemeinschaft einzusetzen – vor allem beim Heiligen Stuhl

von Sabine Kleyboldt  02.10.2026

USA

Jüdischer Stolz auf der New York Fashion Week

Zum ersten Mal war eine exklusiv jüdische Modenschau Teil des berühmten Events. Mit Modest Fashion, Abendkleidern und Bikinis

von Sophie Albers Ben Chamo  01.10.2026

Großbritannien

Dame Esther Rantzen mit 86 Jahren gestorben

Die Journalistin setzte sich für Kinder, Senioren und eine Legalisierung der Sterbehilfe ein

 01.10.2026

New York

Mamdani legt Antisemitismus-Plan vor, jüdische Organisationen üben scharfe Kritik

Das Konzept des Bürgermeisters blende den Zusammenhang zwischen der Gewalt gegen Juden in New York und antiisraelischer Propaganda bewusst aus, sagt einer der Kritiker

 30.09.2026

Kiew

85. Jahrestag: Selenskyj gedenkt ermordeter Kyjiwer Juden

Vor 85 Jahren besetzten deutsche Truppen die heutige ukrainische Hauptstadt. Sie ermordeten zehntausende Menschen. Präsident Selenskyj stellt bei einer Gedenkfeier den Bezug zur Gegenwart her

 30.09.2026

Fußball

Im Kreuzfeuer: Irischer Nationalspieler mit israelischer Mutter

Finn Azaz wurde für Irlands Nationalkader für die Länderspiele gegen Israel nominiert. Weil er eine israelische Mutter hat, soll seine Zukunft im irischen Team aber infrage stehen

von Michael Thaidigsmann  29.09.2026

Interview

»Es ist beängstigend, wie sich die Geschichte wiederholt«

Evan Bernstein (51) ist seit Kurzem neuer CEO von B’nai B’rith International, der ältesten jüdischen Wohltätigkeitsorganisation. Um den wachsenden Antisemitismus zu bekämpfen, will Bernstein vor allem die lokale Vernetzung verbessern

von Michael Thaidigsmann  29.09.2026