USA

Wieder »top secret«

Jared Kushner Foto: dpa

Jared Kushner, Nahost-Vermittler und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, hat die Sicherheitsüberprüfung im Weißen Haus erfolgreich abgeschlossen. Das berichteten US-Medien. Damit darf Kushner nach drei Monaten Sperre wieder streng geheime Dokumente einsehen, weil er erneut über den dafür erforderlichen Sicherheitsstatus verfügt.

Im Februar war Kushners Status von »streng geheim« auf »geheim« herabgestuft worden. Medien hatten berichtet, Kushners Familienunternehmen sei hoch verschuldet. Daher sei es möglich, dass ausländische Vertreter Druck auf ihn ausüben könnten.

Jared Kushner ist mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet. Als Berater und Vermittler ist er zuständig für den Nahen Osten, die Beziehungen zu Mexiko und die Modernisierung der Regierungsarbeit. Bei der Eröffnung der neuen US-Botschaft in Jerusalem waren Kushner und Ivanka Trump als Vertreter der US-Regierung vor Ort.

Sonderermittler Die »New York Times« schrieb, Kushner habe ausführlich mit FBI-Sonderermittler Robert Mueller gesprochen. Der Ermittler untersucht den möglichen Einfluss Russlands auf die Präsidentschaftswahlen 2016 und den Verdacht geheimer Absprachen mit Trumps Umfeld. Kushner habe laut Angaben seines Anwalts vollständig kooperiert, schrieb die Zeitung. ag

Nachruf

Zum »idealen arischen Baby« erklärt: Hessy Levinsons Taft gestorben

Der Fotograf sagte Tafts Familie damals, er habe bewusst das Foto eines jüdischen Kindes eingereicht, um die Rassenideologie der Nazis ad absurdum zu führen

von Imanuel Marcus  13.01.2026

Jackson

Brandanschlag auf Synagoge in Mississippi

Zwei Torarollen hat das Feuer vollständig zerstört. Der Verdächtige wurde vom FBI gefasst. Er bezeichnete das Gebäude während eines Verhörs als »Synagoge Satans«.

 12.01.2026 Aktualisiert

Fußball

Als Bayern gegen Prag verlor

Vor 125 Jahren traf der FC Bayern bei seinem ersten Auslandsspiel auf den legendären DFC Prag – und unterlag 0:8. Nach dessen Auflösung 1938 geriet der jüdische Verein fast in Vergessenheit, doch seit einigen Jahren wird er von Enthusiasten wiederbelebt

von Kilian Kirchgeßner  11.01.2026

Armenien

Offene Arme in Jerewan

Juden finden in einer der ältesten Städte der Welt Sicherheit und Gemeinschaft. Ein Ortsbesuch

von Stephan Pramme  11.01.2026

Sport

»Absoluter Holocaust«: Fußball-Kommentator sorgt für Eklat

Der Ex-Torwart Shay Given hat die Amtszeit des Trainers Wilfried Nancy bei Celtic Glasgow mit dem industriellen Massenmord der Nationalsozialisten verglichen

 11.01.2026

Belgien

Außerhalb des Völkerrechts

Die belgische Regierung verweigert einer Staatsangehörigen die konsularische Betreuung, weil sie in einer von Brüssel nicht anerkannten israelischen Siedlung lebt

 09.01.2026

Alija

Sprunghafter Anstieg: Mehr Juden sagen Frankreich Adieu

2025 hat sich die Zahl der jüdischen Auswanderer nach Israel fast verdoppelt. Experten machen dafür vor allem den wachsenden Antisemitismus verantwortlich

 08.01.2026

Los Angeles

Sega-Mitgründer David Rosen im Alter von 95 Jahren gestorben

Der Unternehmer aus New York ging in den 1950ern nach Japan und importierte Fotoautomaten. Später folgten Flipper-Automaten und Jukeboxen

 08.01.2026

Meinung

Instrumentalisiertes Leid kennt keine Moral

Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana braucht es Mitgefühl und Respekt. Wer eine lokale Tragödie von existenzieller persönlicher Wucht für politische Deutungen missbraucht, handelt zynisch – und entwürdigt die Betroffenen.

von Nicole Dreyfus  08.01.2026