Ukraine

Warum starb der Mäzen von Kharkiv?

Stadtansicht von Kharkiv Foto: dpa

Vadim Vishnevsky, Vorsitzender des Rats der Regionen der jüdischen Gemeinden der Ukraine und Vizepräsident der Jewish Foundation der Ukraine, ist an einer Kopfschussverletzung gestorben. Das berichtete die ukrainische Zeitung Vesti. Die genaue Todesursache ist bisher unklar.

Wie die Jewish Telegraphic Agency (JTA) meldete, war Vishnevsky am 20. November von seinem Büro ins Krankenhaus gebracht worden, wo er am selben Tag seinen Verletzungen erlag. Ein Unbekannter berichtete laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax, es sei eine Notiz gefunden worden, in der Vishnevsky angeblich von Selbstmord geschrieben haben soll.

todesumstände Die Polizei untersucht derzeit die Todesumstände des prominenten Mitglieds der jüdischen Gemeinde von Kharkiv. Laut ukrainischen Medienberichten soll es dabei angeblich auch um die wirtschaftliche Situation des Toten gehen.

Vishnevsky war einer der größten Aktionäre der Kharkiv Golden Gate Bank und ein bekannter Mäzen in der Ukraine. Er gehörte auch zu den Initiatoren des Denkmals zum Andenken an rund 15.000 Juden, die die Nazis bei Kharkiv ermordet hatten. Außerdem finanzierte er die Renovierungsarbeiten an der Synagoge von Kharkiv mit. Vadim Vishnevsky hinterlässt eine Frau und drei Kinder. ja

USA

Süß und gut zu werfen

»Sunkist Fruit Gems« gehören in vielen Gemeinden zum Feiern. Ihr angekündigtes Aus sorgte für Aufregung – nun kommen sie zurück

von Sophie Albers Ben Chamo  13.10.2026

»Imanuels Interpreten« (26)

Paul Simon: Der Brückenbauer

Seit den 60er Jahren schreibt und spielt der New Yorker Künstler Musik, deren Texte durchweg stark sind. Mehrere Generationen haben zugehört. Heute wird das jüdische Talent 85 Jahre alt

von Imanuel Marcus  13.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  12.10.2026

Porträt

Geboren in Auschwitz

Angela Orosz-Richt kam im Dezember 1944 in einer Baracke des deutschen Vernichtungslagers zur Welt. Im Januar wird sie bei der Gedenkstunde im Deutschen Bundestag sprechen. Unserem Autor hat sie ihr bewegtes Leben geschildert

von Michael Thaidigsmann  09.10.2026

Österreich

»Die schönste Synagoge der Welt«

Nach aufwendiger Renovierung wurde der Wiener Stadttempel feierlich wiedereröffnet

von Stefan Schocher  08.10.2026

Miami

Tage wie Zwiebeln, Tage wie Honig

Zwei Überlebende des Nova Festivals haben drei Jahre nach dem 7. Oktober 2023 über den Tag gesprochen, der alles veränderte

von Katrin Richter  08.10.2026

7. Oktober

London: Maskierte Aktivisten protestieren gegen jüdischen Dachverband

Antiisraelische Aktivisten haben den Jahrestag des 7. Oktober 2023 zum Anlass genommen, das Board of Deputies of British Jews verbal anzugreifen. Es gab mehrere Festnahmen

 07.10.2026

Top 50

Die einflussreichsten Juden

Wie in jedem Jahr hat die »Jerusalem Post« ihr Ranking veröffentlicht – mit mehr Frauen und Gruppenplätzen

von Michael Thaidigsmann  07.10.2026

Meinung

Seht her, Berlin und New York: Es geht auch anders

Gerade am 7. Oktober wäre von linker Seite mehr Feingefühl zu erwarten. Zürich zeigt es diesmal vor.

von Nicole Dreyfus  07.10.2026