Ukraine

Warum starb der Mäzen von Kharkiv?

Stadtansicht von Kharkiv Foto: dpa

Vadim Vishnevsky, Vorsitzender des Rats der Regionen der jüdischen Gemeinden der Ukraine und Vizepräsident der Jewish Foundation der Ukraine, ist an einer Kopfschussverletzung gestorben. Das berichtete die ukrainische Zeitung Vesti. Die genaue Todesursache ist bisher unklar.

Wie die Jewish Telegraphic Agency (JTA) meldete, war Vishnevsky am 20. November von seinem Büro ins Krankenhaus gebracht worden, wo er am selben Tag seinen Verletzungen erlag. Ein Unbekannter berichtete laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax, es sei eine Notiz gefunden worden, in der Vishnevsky angeblich von Selbstmord geschrieben haben soll.

todesumstände Die Polizei untersucht derzeit die Todesumstände des prominenten Mitglieds der jüdischen Gemeinde von Kharkiv. Laut ukrainischen Medienberichten soll es dabei angeblich auch um die wirtschaftliche Situation des Toten gehen.

Vishnevsky war einer der größten Aktionäre der Kharkiv Golden Gate Bank und ein bekannter Mäzen in der Ukraine. Er gehörte auch zu den Initiatoren des Denkmals zum Andenken an rund 15.000 Juden, die die Nazis bei Kharkiv ermordet hatten. Außerdem finanzierte er die Renovierungsarbeiten an der Synagoge von Kharkiv mit. Vadim Vishnevsky hinterlässt eine Frau und drei Kinder. ja

Fußball

Boykott gegen Israel – schließt sich das Schweizer Frauennationalteam den irischen Männern an?

Der Schweizerische Fußballverband reagierte offen, betonte jedoch, dass der Sport im Zentrum stehen solle

von Nicole Dreyfus  07.10.2026

Schweiz

Leerstellen im Mengele-Dossier

Nicht nur geschwärzte Namen sorgen im Mengele-Dossier des Nachrichtendienstes für Fragen. Auch wichtige Unterlagen fehlen – und niemand kann heute mehr genau erklären, warum.

von Nicole Dreyfus  06.10.2026

Großbritannien

»Die Grünen sind jetzt eine extremistische Partei«

Ein Parteitagsbeschluss der englischen Grünen, in dem der Zionismus als eine Spielart des Rassismus bezeichnet und zur Befreiung Palästinas aufgerufen wird, ist nicht nur in Großbritannien auf heftige Kritik gestoßen

 05.10.2026

Nachruf

Weimer würdigt gestorbene Holocaust-Überlebende Irene Butter

Eine weitere jüdische Zeitzeugin des Holocaust ist tot. Irene Butter starb im Alter von 95 Jahren in den USA. Lange hatte sie nichts von ihren Erlebnissen im KZ erzählt. Dann berichtete sie jahrzehntelang Schülern von ihrem Leben

von Christoph Arens  05.10.2026

Schweiz

Ein Importverbot von koscherem Fleisch gefährdet jüdisches Leben

Ein Kommentar von Jonathan Kreutner, Generalsekretär des jüdischen Dachverbands SIG

von Jonathan Kreutner  02.10.2026

Madrid

Kritik an Zara wegen Halloween-Kostüm mit Ähnlichkeit zu KZ-Kleidung

Die Hintergründe

 02.10.2026

Gespräch

Jüdische Stimme am Vatikan

Viktor Eichner vom Jüdischen Weltkongresses hat ein großes Ziel: sich für die jüdische Gemeinschaft einzusetzen – vor allem beim Heiligen Stuhl

von Sabine Kleyboldt  02.10.2026

USA

Jüdischer Stolz auf der New York Fashion Week

Zum ersten Mal war eine exklusiv jüdische Modenschau Teil des berühmten Events. Mit Modest Fashion, Abendkleidern und Bikinis

von Sophie Albers Ben Chamo  01.10.2026

Großbritannien

Dame Esther Rantzen mit 86 Jahren gestorben

Die Journalistin setzte sich für Kinder, Senioren und eine Legalisierung der Sterbehilfe ein

 01.10.2026