Frankreich

Verdächtiger erschossen

Tatort Supermarkt: Polizei und Mitglieder der jüdischen Gemeinde vor dem Koscherladen in Sarcelles, wo im September eine Bombe expoldierte Foto: AP

Französische Polizisten haben am Samstag in Straßburg einen Mann erschossen, der im Verdacht stand, an dem Bombenattentat auf einen koscheren Supermarkt in Sarcelles am 19. September beteiligt gewesen zu sein. Bei dem Versuch, den Terrorverdächtigen Jeremy Louis Sidney in seiner Wohnung festzunehmen, hatte dieser das Feuer auf die Polizisten eröffnet und wurde bei dem anschließenden Schusswechsel tödlich getroffen.

Wie der Sprecher der Straßburger Staatsanwaltschaft, Patrick Poirret, mitteilte, handelte es sich bei Sidney um einen Franzosen, der auf der Karibik-Insel Martinique geboren wurde. Die Pariser Staatsanwaltschaft ergänzte, dass Sidney 2008 wegen Drogenbesitzes zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden war und »zum radikalen Islam konvertierte«. Er gehörte offenbar einem »Netzwerk von radikalisierten Muslimen« an.

Bei den zeitgleich stattfindenden landesweiten Razzien, die im Rahmen einer Polizeiaktion unternommen wurden, um die Täter des Bombenanschlags vom 19. September zu fassen, wurden zehn weitere Personen festgenommen. ja

Soziale Medien

#6MFollowers: Holocaust-Gedenkprojekt auf Instagram

Der Account soll sechs Schoa-Überlebenden folgen. Ziel ist es, in einem Jahr sechs Millionen Follower zu gewinnen

 27.01.2022

Supreme Court

Rücktrittsankündigung von US-Richter Breyer erwartet

Stephen Breyer will bei einem gemeinsamen Auftritt mit Präsident Biden verkünden, dass er in den Ruhestand geht

von Christiane Jacke  27.01.2022

Großbritannien

Erneut gewaltsamer Angriff auf Juden in London

In London wurden zwei orthodoxe Juden am Mittwochabend von einem Mann auf offener Straße verprügelt

 27.01.2022

Antisemitismus

Lauder: »Ich bin sehr besorgt darüber, was in Deutschland passiert«

Nach Einschätzung des WJC-Präsidenten wirkt die Corona-Pandemie wie ein »Brandbeschleuniger« für Judenhass

 27.01.2022

Geschichte

Aufgabe für die Zukunft

In Deutschland und Europa gibt es trotz vieler Gedenkstätten kein Holocaustmuseum, das neue Formen der Erinnerung entwickelt

von Jürgen Rüttgers  27.01.2022

Gidon Lev

»Bleibt optimistisch!«

Der 86-jährige Zeitzeuge über sein TikTok-Profil, den Kampf gegen Corona-Leugner und ein Leben ohne Kindheit

von Katrin Richter  27.01.2022

USA

Gefährliche Verzerrung

Impfgegner ziehen immer wieder Vergleiche zwischen Corona-Schutzmaßnahmen und dem Holocaust

von Bernd Tenhage  26.01.2022

Nach Geiselnahme in US-Synagoge

Erneut zwei Festnahmen in England

Die beiden Verdächtigen sollen sich in Gewahrsam befinden

 26.01.2022

Rumänien

Schoa als Pflichtfach

Nach einem Parlamentsbeschluss soll an weiterführenden Schulen »Die Geschichte des Holocaust und des jüdischen Volkes« gelehrt werden

von György Polgár  26.01.2022