Paris

Verbot der rechtsextremistischen »Bastion social«

Demonstration gegen die »Bastion social« in Lyon, Mai 2018 Foto: imago/ZUMA Press

Nach einem sprunghaften Anstieg judenfeindlicher Vorfälle im vergangenen Jahr hat die französische Mitte-Regierung die rechtsextremistische Gruppierung »Bastion social« verboten.

Der Ministerrat beschloss am Mittwoch die Auflösung der Gruppe, die zu rassistischer und antisemitischer Gewalt aufgewiegelt habe. Das teilte Innenminister Christophe Castaner via Twitter mit. Staatspräsident Emmanuel Macron hatte bereits im Februar die Auflösung von Bastion social und anderen rechtsextremistischen Gruppen angekündigt.

attacken Seit Jahresbeginn war das Land von einer Welle antisemitischer Attacken erschüttert worden. Mitte Februar wurden mehr als 80 Grabmäler des jüdischen Friedhofs im elsässischen Quatzenheim mit Hakenkreuzen geschändet. Am Rande einer »Gelbwesten«-Demo wurde der Intellektuelle Alain Finkielkraut als »dreckiger Zionist« beschimpft. Unbekannte übersprühten in Paris Porträts der Politikerin und Holocaust‐Überlebenden Simone Veil. Und Teilnehmer der »Gelbwesten«-Proteste zeigten in der Hauptstadt den Hitlergruß.

Französische Experten sehen ultrarechte Bewegungen als einen Grund für das Erstarken der Judenfeindlichkeit im Land. Die Zahl antisemitischer Vorfälle ist im vergangenen Jahr in Frankreich um knapp drei Viertel auf 541 gestiegen, wie das Innenministerium vor wenigen Wochen mitteilte.  dpa/ja

Marokko

Macht im Maghreb

König Mohammed führt das Land mit harter Hand – doch das jüdische Erbe versucht er zu bewahren

von Michael Thaidigsmann  27.02.2020

USA

»Er beleidigt Millionen Amerikaner«

Hunderte Rabbiner verteidigen die Lobbyorganisation AIPAC gegen Kritik von Bernie Sanders

 27.02.2020

London

Deutsche Jüdin im Oberhaus

Die Rabbinerin und Politikerin Julia Baroness Neuberger wird 70

von Daniel Zylbersztajn  27.02.2020

USA

Vier mutmaßliche Neonazis festgenommen

Die Gruppierung »Atomwaffen Division« wurde in Deutschland mit Morddrohungen gegen grüne Politiker bekannt

 27.02.2020

Spanien

Narren in SS-Uniform und KZ-Kleidung

In Campo de Criptana zeigte eine Karnevalstruppe Nazi-Motive – angeblich, um der Opfer zu gedenken

von Michael Thaidigsmann  25.02.2020

Österreich

Von Karmiel nach Wien

Der gebürtige Schweizer Jaron Engelmayer wird neuer Oberrabbiner

 25.02.2020

Schweiz

Antisemitismus auf niedrigem Niveau

Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund verzeichnet für 2019 keine gewaltsamen Angriffe auf Juden

von Michael Thaidigsmann  25.02.2020

Prozess

US-Justiz stößt bei Harvey Weinstein an Grenze

Das Urteil ist ein Sieg für die MeToo-Bewegung

von Benno Schwinghammer  25.02.2020

USA

Kiddusch ohne Gott

Säkulare Gemeinden wollen der wachsenden Zahl nichtreligiöser Juden ein geistiges Zuhause bieten

von Jessica Donath  25.02.2020