Beverly Hills

Vandalismus in US-Synagoge

Foto: imago

In eine Synagoge in Beverly Hills (US-Bundesstaat Kalifornien) ist in der Nacht zum Samstag ein Mann eingebrochen. Der Verdächtige habe heilige Gegenstände beschädigt, teilte die Polizei mit.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Glücklicherweise seien die wichtigsten Torarollen der Gemeinde jedoch unbeschädigt geblieben. Ermittelt wird wegen des Verdachts eines Hassverbrechens. Antisemitische Parolen wurden am Tatort jedoch nicht entdeckt.

Ein Bild von der Synagoge auf Twitter zeigt zerrissene Gebetbücher, zerknitterte Torarollen und umgeworfene Möbel. Die Beverly Hills Nessah Synagogue wird von einer jüdischen Gemeinde mit persischen Wurzeln genutzt. Der jüdische Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, sagte, er sei »geschockt und wütend« über den Vorfall.

New Jersey Das israelisch-amerikanische Civic Action Network (ICAN) rief zum aktiven Handeln gegen Antisemitismus auf und zog eine Verbindung zu der Schießerei in einem koscheren Supermarkt in New Jersey am vergangenen Dienstag, bei der zwei Mitglieder der jüdischen Gemeinde erschossen worden waren. Einer der beiden mutmaßlichen Täter, die bei dem Vorfall ebenfalls getötet wurden, hatte antisemitische Posts im Internet hinterlassen.

»Genug ist genug. Von der Ostküste zur Westküste werden jüdische Gemeinden angegriffen«, sagte Vered Nisim, ICAN-Vorsitzende in Kalifornien, laut einem Bericht eines lokalen TV-Kanals, der mit dem TV-Sender NBC zusammenarbeitet. »Vor ein paar Tagen wurden Juden in New Jersey getötet, und jetzt dieser Vandalismus. Wie viele Juden müssen sterben, wie viele Synagogen müssen zerstört werden, bevor etwas Ernsthaftes passiert?«, wurde sie weiter zitiert. ag

Nachruf

Dirigent Michael Tilson Thomas mit 81 Jahren gestorben

Als Chefdirigent der San Francisco Symphony wurde er berühmt. Doch er arbeitete mit Orchestern in aller Welt. Nun ist der Musiker mit 81 Jahren gestorben

 24.04.2026

Österreich

Der geneigte Antisemit

In Wien soll das Denkmal des einstigen Bürgermeisters Karl Lueger um 3,5 Grad gekippt werden. Die jüdische Gemeinde sähe die Bronzestatue lieber im Museum. Ein Ortsbesuch

von Tobias Kühn  24.04.2026

Tschernobyl

Damals in Tschernobyl

Im März 1987 arbeitete unser Autor zwei Wochen lang im havarierten Atomkraftwerk Tschernobyl. Eine persönlicher Bericht über die Zeit in der Sperrzone und wie es danach weitergeht

von Vitalii Miasnikov  24.04.2026

Sowjetunion

Der Schatten von Tschernobyl

Auch 40 Jahre nach der Katastrophe beschäftigt das Reaktorunglück die Menschen. Unseren Autor begleitet sie seit der Kindheit. Persönliche Erinnerungen und ein politischer Blick zurück

von Alexander Friedman  24.04.2026

USA

Recht auf Restitution

Ende April sollte der Anspruch auf Rückerlangung von in der Nazizeit gestohlener Kunst auslaufen. Per Gesetz wurde er nun entfristet

von Sophie Albers Ben Chamo  23.04.2026

Vereinte Nationen

Welche Chancen hat Rebeca Grynspan?

Erstmals könnte eine Frau neue UN-Generalsekretärin werden. Mit im Rennen ist Rebeca Grynspan aus Costa Rica. Sollte sie gewählt werden, wäre sie auch die erste jüdische Person im Amt

von Michael Thaidigsmann  22.04.2026

London

Weitere Festnahmen nach Anschlägen auf jüdische Gemeinde

Binnen weniger Wochen werden mehrere jüdische Einrichtungen in London zum Ziel von Brandanschlägen. Nun meldet die Anti-Terror-Einheit der Polizei erneut Festnahmen

 21.04.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Kamele an der Limmat oder wie Zürich mit Tradition umgeht

von Nicole Dreyfus  20.04.2026

Besuch

Milei ist in Israel, um die Botschaft in Jerusalem zu eröffnen

Der argentinische Präsident gilt als enger Verbündeter des jüdischen Staates, es ist sein dritter Besuch binnen zwei Jahren

 19.04.2026