New York

Trump und Guterres verurteilen Antisemitismus

»Ganz vorne stehen beim Kampf gegen Antisemitismus«: UN-Generalsekretär António Guterres bei der WJC-Vollversammlung Foto: Reuters

Zum Auftakt der Vollversammlung des Jüdischen Weltkongresses in New York haben US-Präsident Donald Trump und UN-Generalsekretär António Guterres zum Einsatz gegen Antisemitismus aufgerufen.

In einer per Video eingespielten Ansprache sagte Trump am Sonntag (Ortszeit), beim Holocaust blicke man zurück auf das dunkelste Kapitel in der Geschichte der Menschheit. »Wir trauern, wir gedenken, wir beten und wir geloben: Nie wieder.«

holocaust Im Gedenken an die Toten müsse man heute Vorurteile und Antisemitismus ausmerzen. Nach dem Holocaust sei »eine große Nation aus der Wüste erstanden«, sagte Trump. Die USA stünden aufseiten des Staates Israel.

Der Jüdische Weltkongress ist eine Vereinigung jüdischer Gemeinschaften und Organisationen aus rund 100 Ländern. Bei der 15. Plenarversammlung in New York beraten bis Dienstag rund 800 Vertreter der Verbände.

UN-Generalsekretär António Guterres versicherte, er werde in seinem Amt »ganz vorne stehen beim Kampf gegen Antisemitismus«. Der Holocaust sei nicht als »Tat verrückter Nazis« zu verstehen, sondern als »die Kulmination von Jahrtausenden der Verfolgung von Juden weltweit«.

zweistaatenlösung Antisemitismus habe in jüngster Zeit in Nordamerika und in Europa zugenommen. Eine »moderne Form des Antisemitismus« sei die Behauptung, Israel habe kein Existenzrecht. Guterres trat für die Zweistaatenlösung im Nahostkonflikt ein.

Guterres sprach als erster UN-Generalsekretär zum Jüdischen Weltkongress. Seine Ansprache erfolge zu einer Zeit »der wachsenden Sorge über Vorurteile gegen Israel in den UN«, hieß es in einem Statement des Kongresses. Der Präsident des Weltkongresses, Ronald Lauder, lobte, Guterres habe seit Amtsantritt im Januar »bemerkenswerte Veränderungen« bewirkt. Dafür sei man ihm dankbar. epd

7. Oktober

London: Maskierte Aktivisten protestieren gegen jüdischen Dachverband

Antiisraelische Aktivisten haben den Jahrestag des 7. Oktober 2023 zum Anlass genommen, das Board of Deputies of British Jews verbal anzugreifen. Es gab mehrere Festnahmen

 07.10.2026

Top 50

Die einflussreichsten Juden

Wie in jedem Jahr hat die »Jerusalem Post« ihr Ranking veröffentlicht – mit mehr Frauen und Gruppenplätzen

von Michael Thaidigsmann  07.10.2026

Meinung

Seht her, Berlin und New York: Es geht auch anders

Gerade am 7. Oktober wäre von linker Seite mehr Feingefühl zu erwarten. Zürich zeigt es diesmal vor.

von Nicole Dreyfus  07.10.2026

Fußball

Boykott gegen Israel – schließt sich das Schweizer Frauennationalteam den irischen Männern an?

Der Schweizerische Fußballverband reagierte offen, betonte jedoch, dass der Sport im Zentrum stehen solle

von Nicole Dreyfus  07.10.2026

Schweiz

Leerstellen im Mengele-Dossier

Nicht nur geschwärzte Namen sorgen im Mengele-Dossier des Nachrichtendienstes für Fragen. Auch wichtige Unterlagen fehlen – und niemand kann heute mehr genau erklären, warum.

von Nicole Dreyfus  06.10.2026

Großbritannien

»Die Grünen sind jetzt eine extremistische Partei«

Ein Parteitagsbeschluss der englischen Grünen, in dem der Zionismus als eine Spielart des Rassismus bezeichnet und zur Befreiung Palästinas aufgerufen wird, ist nicht nur in Großbritannien auf heftige Kritik gestoßen

 05.10.2026

Nachruf

Weimer würdigt gestorbene Holocaust-Überlebende Irene Butter

Eine weitere jüdische Zeitzeugin des Holocaust ist tot. Irene Butter starb im Alter von 95 Jahren in den USA. Lange hatte sie nichts von ihren Erlebnissen im KZ erzählt. Dann berichtete sie jahrzehntelang Schülern von ihrem Leben

von Christoph Arens  05.10.2026

Schweiz

Ein Importverbot von koscherem Fleisch gefährdet jüdisches Leben

Ein Kommentar von Jonathan Kreutner, Generalsekretär des jüdischen Dachverbands SIG

von Jonathan Kreutner  02.10.2026

Madrid

Kritik an Zara wegen Halloween-Kostüm mit Ähnlichkeit zu KZ-Kleidung

Die Hintergründe

 02.10.2026