USA/Israel

»Tiefe Kluft«

Israels Premier Benjamin Netanjahu mit Jared Kushner und Ivanka Trump (v.l.) bei Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem am 14. Mai 2018 Foto: Flash 90

Zwischen den Juden in den USA und Israel gibt es laut einer Umfrage des American Jewish Committee (AJC) erhebliche Meinungsverschiedenheiten zur Israel-Politik von US-Präsident Donald Trump. Laut der Umfrage, die das AJC am Sonntag veröffentlichte, halten 77 Prozent der israelischen Juden den Umgang Trumps mit den Beziehungen zwischen den USA und Israel für gut, in den USA sind es dagegen nur 44 Prozent der Juden.

Auch was die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem angeht, differieren die Meinungen erheblich: 88 Prozent der israelischen Juden halten die Entscheidung für richtig, während es in den USA nur 46 Prozent der Juden sind. Die Umfrage zeigt zudem, dass amerikanische Juden die Gründung eines unabhängigen Palästinenserstaates eher unterstützen als ihre israelischen Glaubensgenossen: In den USA sind 59 Prozent aller Juden dafür, in Israel nur 44 Prozent.

Siedlungen Laut der Erhebung sind 35 Prozent der amerikanischen Juden der Meinung, dass im Rahmen eines Friedensabkommens auf keinen Fall Siedlungen im Westjordanland aufgelöst werden sollten. In Israel sind 54 Prozent der Juden dagegen.

»Die Kluft zwischen amerikanischen und israelischen Juden ist tief, was die Haltung von Präsident Trump zu Israel angeht«, teilte das AJC mit. Die Umfrage wurde vor dem Umzug der US-Botschaft am 14. Mai 2018 von Tel Aviv nach Jerusalem durchgeführt. 1000 Israelis und 1001 Amerikaner wurden dafür telefonisch befragt. ag

Demonstrierende schwenkten am Montag israelische und iranische Flaggen vor der israelischen Botschaft in Berlin und riefen „Danke, IDF!“.

Berlin

Zeichen gegen Teheran

Exil-Iraner demonstrierten vor Israels Botschaft in Berlin und drücken ihre Hoffnung auf einen Neuanfang aus

 03.03.2026

Schweiz

Drohung gegen koscheren Supermarkt

In Zürich ist es am Samstagabend zu einem Großaufgebot der Polizei vor jüdischen Einrichtungen gekommen

von Nicole Dreyfus  01.03.2026

Deutschland

Warnung vor Terror-Gefahr in Deutschland wegen Iran-Krieg

Wegen des Krieges in Nahost rechnet der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, mit einer »gesteigerten Bedrohungslage für jüdisches Leben in Deutschland«

 01.03.2026

Israel

Netanjahu an Iraner: »Vollendet es«

Regierungschef Benjamin Netanjahu richtet sich mit einer Ansprache auf Farsi an die iranische Bevölkerung

 01.03.2026

Iran

Britischer Verteidigungsminister: »Iran verliert die Kontrolle über seine Kommandostrukturen«

Großbritannien beteiligt sich am Militäreinsatz gegen den Iran. Verteidigungsminister Healey warnt vor wahllosen iranischen Angriffen

 01.03.2026

Türkei

Exil-Iraner im Glück

Nach dem Tod Chameneis feiern Exil-Iraner in der Türkei die Möglichkeit ihrer Rückkehr. Doch schwingt auch Sorge mit

 01.03.2026

Iran

Iran bestätigt Chameneis Tod und droht mit Vergeltung

Die staatlichen Medien des Iran haben Chameneis Tod bestätigt. Die Angriffe gehen beidseitig weiter - auch auf Golfstaaten

 01.03.2026

»Brüllender Löwe«

Präventivschlag gegen Iran: Die Lage im Überblick

Nach dem gemeinsamen Angriff Israels und der USA auf den Iran reagieren die Behörden auf die erhöhte Sicherheitslage. Die Lage im Überblick

 28.02.2026 Aktualisiert

Ukraine

Im Schatten der Drohnen

In Odessa, wo Strom, Wasser und die Sicherheit knapp sind, zeigen selbst jene, die kaum etwas haben, Solidarität und Mitmenschlichkeit – ganz nach dem Prinzip »Sei a Mentsch«. Ein Ortsbesuch

von Andreas Tölke  25.02.2026