Wien

Synagogen bleiben vorerst geschlossen

Verschärfte Sicherheit: Synagoge in Wien Foto: imago images/Alex Halada

In der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien bleiben nach dem Terroranschlag von Montagabend alle Synagogen, jüdischen Schulen und koscheren Supermärkte am Dienstag weiterhin komplett geschlossen.

MASSNAHMEN »Wir wollen alle uns möglichen Maßnahmen treffen, um die Gemeindemitglieder zu schützen«, sagte Benjamin Nägele, Generalsekretär des Bundesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs sowie der IKG Wien, der Jüdischen Allgemeinen.

Über das Motiv des Attentäters wollte Nägele nicht spekulieren: »Wir können nach wie vor nicht sagen, ob es ein antisemitisches Motiv war und ob der Anschlag wirklich der Synagoge direkt galt oder eben nur davor stattfand. Es wäre allerdings ein großer Zufall, dass er ausgerechnet vor der größten Synagoge, dem Stadttempel, stattgefunden hat«, sagte der Generalsekretär der IKG.

TERRORMILIZ Der 20-jährige Attentäter Kujtim Fejzulai, der nach Angaben der Behörden ein Anhänger der radikalislamistischen Terrormiliz IS war, hatte am Montagabend nahe der Hauptsynagoge in der Wiener Innenstadt um sich geschossen, dabei mindestens vier Menschen getötet und mehr als ein Dutzend weitere verletzt. Anschließend wurde er von der Polizei erschossen. ja

Washington D.C.

Mehr als eine Million Dollar für Schutz jüdischer Einrichtungen in Los Angeles

Das Geld fließt ins Community Security Initiative Program. Das Projekt arbeitet mit jüdischen Einrichtungen zusammen und koordiniert Kontakte zu Sicherheits- und Rettungsbehörden

 12.05.2026

Jubilar

Architektur als Zeichen der Hoffnung - Daniel Libeskind wird 80

Das Jüdische Museum Berlin, der Masterplan für Ground Zero in New York: Für den Amerikaner ist Bauen Teil der Erinnerungskultur

von Sigrid Hoff  12.05.2026

Meinung

Wer definiert das Judentum?

Die Theologische Fakultät der Universität Freiburg im Üechtland verleiht dem messianischen Rabbiner Mark S. Kinzer die Ehrendoktorwürde. Das belastet das jüdische Verhältnis zu einem katholischen Partner

von Zsolt Balkanyi-Guery  12.05.2026

Essay

Warum ich Zionist bin

Heute ist Zionismus für viele ein Schimpfwort und gleichbedeutend mit Rassismus. Da muss eine Verwechslung vorliegen. Antizionismus ist Rassismus. Der Zionismus ist die selbstverständlichste Antwort auf zweitausend Jahre Verfolgung, Vertreibung und Völkermord

von Mathias Döpfner  12.05.2026

Runder Geburtstag

Meister der Linien: Architekt Daniel Libeskind wird 80

Er hat weltberühmte Gebäude entworfen – aber noch nie eines für sich selbst. Für den Architekten ist das gar kein Widerspruch, denn ihn interessiert ja etwas anderes

von Julia Kilian  11.05.2026

New York

Familie orthodoxer Jugendlicher verklagt Uber nach mutmaßlicher Vergewaltigung

Ein Uber-Taxichauffeur soll das minderjährige Opfer transportiert und damit gegen Regeln verstoßen haben, bevor es zu dem Sexualverbrechen kam

 11.05.2026

London

Mann nach antisemitischem Angriff angeklagt

Der 34-Jährige soll in Enfield mehrere Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft bedroht, beleidigt und attackiert haben

 11.05.2026

London

Tausende demonstrieren gegen Judenhass

Die Kundgebung nahe der Downing Street fand vor dem Hintergrund einer Serie antisemitischer Vorfälle und Angriffe in Großbritannien statt

 11.05.2026

New York

Abe Foxman gestorben

Der Holocaust-Überlebende und frühere ADL-Chef galt über Jahrzehnte als eine der bekanntesten Stimmen im Kampf gegen Judenhass in den USA

 11.05.2026