Grossbritannien

Supermarkt-Kette gestürmt

Die Supermarkt-Kette führt auch Produkte aus Israel. Foto: Reuters

Die Supermarkt-Kette Sainsbury’s hat in einer ihrer Filialen in Zentral-London am Samstag kurzfristig koschere Produkte aus den Regalen entfernt. Damit regierte sie auf Anti-Israel-Proteste vor dem Geschäft im Stadtteil Holborn.

Das Unternehmen entschuldigte sich am Montagmorgen auf seinem Twitter-Account: »Die Entscheidung, die zu kühlenden Produkte in ein anderes Kühlregal zu schaffen«, sei allein eine Vorsichtsmaßnahme gewesen, hieß es in dem Statement. »Die koscheren Produkte, die bei Raumtemperatur gelagert werden müssen, waren die ganze Zeit im Verkauf.« Als nichtpolitisches Unternehmen handele Sainsbury’s ausschließllich aus Gründen der Produktsicherung, lautete es in der Erklärung.

Derweil wird die Supermarkt-Kette heftigst auf ihrem Twitter-Account angegriffen. Sainsbury’s sei »antisemitisch«, wenn es koschere Produkte entferne, twitterte ein Nutzer. Ein anderer nannte die Aktion »eine Schande«.

Birmingham
In Birmingham wurde am Freitag eine Filiale der Tesco-Supermärkte gestürmt und zum Teil verwüstet. Die Demonstranten hatten sich zuvor außerhalb der Filiale versammelt, um das Unternehmen aufzufordern, keine israelischen Landwirtschaftsprodukte mehr zu verkaufen. Der Protest geriet außer Kontrolle, Demonstranten liefen in das Geschäft und randalierten.

Unterdessen wenden sich Tesco-Kunden auch über Twitter an das Unternehmen und fragen, wo einzelne Produkte hergestellt werden. So wollte der Nutzer Rob Riley wissen, ob die vegetarischen Hotdogs tatsächlich in Israel hergestellt würden. Tesco antwortete, es kennzeichne die Herkunft seiner Produkte klar und deutlich. In den vergangenen Tagen war es auch in anderen Tesco-Märkten zu Protesten gekommen. ja

Spanien

»Ich bin ein Bagel«

Eine amerikanische Jüdin folgt den Spuren ihrer Vorfahren nach Madrid – und entdeckt das Backen

von Sophie Albers Ben Chamo  15.02.2026

USA

Stolze Muskeljuden

Die neue Organisation »Tribe NIL« hilft jungen jüdischen Profi-Sportlern, ihr Leben zu finanzieren

von Martin Krauß  15.02.2026

Schweiz

Heidi kann allein gehen, sie weiß den Weg

Der letzte große Heimweh-Roman Europas hat auch in Israel viele Jugenderinnerungen geprägt. Die Rezeption der Geschichte des Mädchens aus den Bergen spiegelt gesellschaftliche Entwicklungen wider

von Nicole Dreyfus  15.02.2026

Großbritannien

Gericht: Einstufung von »Palestine Action« als Terrorgruppe unrechtmäßig

Innenministerin Shabana Mahmood kritisierte die Entscheidung der Richter und will in Berufung gehen

 13.02.2026

Österreich

Wiener Oberrabbiner wandert nach Israel aus

Sechs Jahre leitete der gebürtige Schweizer Engelmayer mit einer internationalen Berufsbiografie die jüdische Gemeinde in Wien. Jetzt siedelt er mit seiner Familie nach Israel über

von Burkhard Jürgens  12.02.2026

Australien

Der Held von Sydney will wieder arbeiten

Ahmed Al-Ahmed hat das Gefühl in seinem Arm verloren und dank einer Spendenkampagne genug Geld zum Leben und Heilen. Doch der Familienvater will sein Geschäft wieder öffnen

 11.02.2026

Zürich / Washington

Neue alte Verstrickungen

US-Ermittler entdeckt Hunderte neue Konten der Credit Suisse mit NS-Bezug

 09.02.2026

Raumfahrt

Jessica Meir fliegt zur Internationalen Raumstation

Jessica Meir soll acht Monate im All verbringen. Diese Tour ist für sie dieses Mal emotional besonders herausfordernd, wie sie bei einer Pressekonferenz erzählte

 09.02.2026

USA

Werbespot gegen Antisemitismus beim Super Bowl

Beim Finale der amerikanischen Football-Liga NFL wird auch ein Clip gegen Judenhass gezeigt. Finanziert hat ihn der jüdische Besitzer der »New England Patriots«, die heute Abend gegen die »Seattle Seahawks« antreten

 08.02.2026