Paju

Südkorea eröffnet Holocaust-Museum

Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

In der Stadt Paju ist das erste Holocaust-Museum Südkoreas eröffnet worden. Bei der Eröffnungszeremonie sagte der israelische Botschafter Rafi Harpaz: »Der Holocaust war das dunkelste Kapitel der Menschheitsgeschichte. Sechs Millionen Juden wurden ermordet, nur weil sie Juden waren. Das Gedenken an den Holocaust ist keine Wahl, sondern eine moralische Verpflichtung gegenüber den Opfern, der Geschichte und gegenüber künftigen Generationen.«

»Dieses Museum ist nicht nur ein Ort der Erinnerung - es ist auch ein Ort der Bildung, der Wahrheit und der moralischen Verantwortung«, so Harpaz. Der Diplomat warnte vor den Gefahren, die von der zunehmenden Holocaust-Leugnung und Geschichtsverzerrung ausgehen: »Die Verzerrung der Erinnerung an den Holocaust ist keine akademische Debatte. Es ist ein Angriff auf die Gerechtigkeit, auf die Erinnerung und auf die Würde der Opfer.«

Lesen Sie auch

»Wir haben die Verantwortung, diesen Phänomenen entgegenzutreten und die nächste Generation aufzuklären, damit sie die zerstörerischen Folgen von Hass, Gleichgültigkeit und Schweigen versteht«, sagte Botschafter Harpaz.

Das Museum wurde auf Initiative des Koreanisch-Israelischen Bibelinstituts (KIBI) eingerichtet wurde. Es zeigt nach eigenen Angaben »eine einzigartige Ausstellung über den Holocaust, das jüdische Volk und den Staat Israel.« ja

Frankreich

43 Jahre nach Anschlag auf jüdisches Lokal: Verdächtiger Palästinenser ausgeliefert

Der Anschlag auf das »Chez Jo Goldenberg« in der französischen Hauptstadt am 9. August 1982 erschütterte das Land und seine jüdische Gemeinschaft schwer

 17.04.2026

New York

Die Tiger der Tora

Einst feierten jüdische Fußballclubs in der Bronx das Leben, und sogar Marilyn Monroe kickte den Ball. Schwarz-weiße Erinnerungen zur Einstimmung auf die WM in den USA, Kanada und Mexiko

von Helmut Kuhn  16.04.2026

Ungarn

Wer ist Péter Magyar?

Viktor Orbán hat die Wahl verloren. Sein Nachfolger strebt weitreichende Veränderungen an. Doch bei vielen Themen setzt auch Magyar auf Kontinuität

von Michael Thaidigsmann  15.04.2026

Rom

Auch die »Trump-Flüsterin« Meloni fällt in Ungnade

Eigentlich gilt Italiens Ministerpräsidentin Meloni als Politikerin mit gutem Draht zu US-Präsident Trump. Nun attackiert er sie scharf. Der Schlagabtausch könnte für Meloni jedoch von Nutzen sein

von Robert Messer  15.04.2026

Statistik

Knapp 111.000 Holocaustüberlebende leben in Israel

Sie sind alt und sie werden weniger: Heute leben noch etwa 111.000 Holocaustüberlebende in Israel. Fast ein Drittel von ihnen ist über 90 Jahre alt, fast zwei Drittel von ihnen sind Frauen

 15.04.2026

München/Budapest

Europäische Rabbiner gratulieren Magyar zum Wahlsieg in Ungarn

»Das ungarische Volk hat eine klare Entscheidung für Demokratie, für Erneuerung und für ein zukunftsorientiertes Ungarn getroffen«, sagt Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt

 15.04.2026

Polen

Rechtsradikaler Politiker schockiert mit israelischer Hakenkreuzfahne

Am Holocaustgedenktag warf Konrad Berkowicz Israel im Sejm vor, das neue Dritte Reich zu sein

 14.04.2026

Warschau

Absage an Antisemitismus: Polnische Bischöfe besuchen Synagogen

Vor 40 Jahren umarmte Papst Johannes Paul II. in Roms Hauptsynagoge den dortigen Oberrabbiner. In Polen erinnern nun Bischöfe an diesen Meilenstein in den katholisch-jüdischen Beziehungen. Es gibt aber auch Misstöne

von Oliver Hinz  14.04.2026

Nordmazedonien

Brandanschlag auf Synagoge in Skopje

Zwei bislang unbekannte Täter verschafften sich Zugang zum Eingangsbereich des Gotteshauses und versuchten, ihn in Brand zu setzen

von Nicole Dreyfus  14.04.2026 Aktualisiert