Antisemitismus

Südafrika boykottiert Miss-Universe-Wettbewerb in Israel

Sollte nach Überzeugung von Südafrika nicht in Israel stattfinden: der Miss-Universe-Wettbewerb Foto: imago images/ZUMA Wire

In Südafrika ist erneut Streit um die Beziehungen zum jüdischen Staat ausgebrochen. Auslöser ist die Entscheidung der südafrikanischen Regierung, ihre Kandidatin beim diesjährigen Miss-Universe-Wettbewerb zu boykottieren, weil dieser in Israel stattfindet.

Die Entscheidung, Miss Südafrika Lalela Mswane in Israel nicht zu unterstützen, nehme der Regierung in Pretoria eine weitere Chance, sich konstruktiv für »Frieden« in Israel einzusetzen, so das Jewish Board of Deputies in einer am Sonntagabend veröffentlichten Erklärung.

»Wir können eine Situation beeinflussen, indem wir uns engagieren, nicht in dem wir uns zurückziehen«, so die jüdischen Vertreter am Kap. Außerdem kritisieren sie Südafrikas Kunst- und Kulturminister, da dieser im Streit mit Israel plötzlich seine »Stimme wiederfinde«, während er zur Lage Kulturschaffender während der Pandemie geschwiegen habe.

In Südafrika gibt es eine zuletzt massiv erstarkte Anti-Israel-Lobby, zumeist unter dem Dach der juden- und israelfeindlichen BDS.Bewegung. Ihre Anhänger ziehen unter anderem regelmäßig Vergleiche zwischen Israels Menschenrechtspolitik und dem Apartheid-Regime. Zuletzt hatten sie von Miss Südafrika gefordert, aus Solidarität zu Palästinensern den Schönheitswettbewerb in Israel zu boykottieren. kna/ja

Ungarn

Wer ist Péter Magyar?

Viktor Orbán hat die Wahl verloren. Sein Nachfolger strebt weitreichende Veränderungen an. Doch bei vielen Themen setzt auch Magyar auf Kontinuität

von Michael Thadigsmann  15.04.2026

Rom

Auch die »Trump-Flüsterin« Meloni fällt in Ungnade

Eigentlich gilt Italiens Ministerpräsidentin Meloni als Politikerin mit gutem Draht zu US-Präsident Trump. Nun attackiert er sie scharf. Der Schlagabtausch könnte für Meloni jedoch von Nutzen sein

von Robert Messer  15.04.2026

Statistik

Knapp 111.000 Holocaustüberlebende leben in Israel

Sie sind alt und sie werden weniger: Heute leben noch etwa 111.000 Holocaustüberlebende in Israel. Fast ein Drittel von ihnen ist über 90 Jahre alt, fast zwei Drittel von ihnen sind Frauen

 15.04.2026

München/Budapest

Europäische Rabbiner gratulieren Magyar zum Wahlsieg in Ungarn

»Das ungarische Volk hat eine klare Entscheidung für Demokratie, für Erneuerung und für ein zukunftsorientiertes Ungarn getroffen«, sagt Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt

 15.04.2026

Polen

Rechtsradikaler Politiker schockiert mit israelischer Hakenkreuzfahne

Am Holocaustgedenktag warf Konrad Berkowicz Israel im Sejm vor, das neue Dritte Reich zu sein

 14.04.2026

Warschau

Absage an Antisemitismus: Polnische Bischöfe besuchen Synagogen

Vor 40 Jahren umarmte Papst Johannes Paul II. in Roms Hauptsynagoge den dortigen Oberrabbiner. In Polen erinnern nun Bischöfe an diesen Meilenstein in den katholisch-jüdischen Beziehungen. Es gibt aber auch Misstöne

von Oliver Hinz  14.04.2026

Nordmazedonien

Brandanschlag auf Synagoge in Skopje

Zwei bislang unbekannte Täter verschafften sich Zugang zum Eingangsbereich des Gotteshauses und versuchten, ihn in Brand zu setzen

von Nicole Dreyfus  14.04.2026 Aktualisiert

Meinung

Israel, Ungarn und die Abwahl Viktor Orbáns

Mit dem langjährigen Ministerpräsidenten hatte der jüdische Staat einen Verbündeten in der EU. Dennoch könnte dessen Abwahl eine Chance sein, das ungarisch-israelische Verhältnis auf eine nachhaltigere Grundlage zu stellen

von Domokos Szabó  14.04.2026

Ungarn

Netanjahu gratuliert Wahlsieger Magyar – und lobt Orban

Israels Premier: »Orban ist ein wahrer Freund Israels, der fest an der Seite Israels stand angesichts ungerechter internationaler Verleumdungen«

 13.04.2026