Zu Fuss durchs jüdische New York

Steins Zeit

Aus irgendeinem (oder keinem) Grund war ich nie in das Museum of Jewish Heritage gegangen, das am südlichen Zipfel von Manhattan liegt. Aber heute war Regenwetter. Also ging ich ins Museum. Die Summe meiner Bilanz: Das Haus ist ganz ausgezeichnet, wenngleich winzig.

Nepal Ich frage mich immer: Was würde der junge Mann aus Nepal dort erfahren, den ich mal in Berlin traf – ein rundum sympathischer Typ, der keine Ahnung hatte, was ein Jude ist und noch nie vom Holocaust gehört hatte. Im Museum of Jewish Heritage bekäme er eine anschauliche Einführung in jüdische Rituale und Traditionen. In einem sechseckigen Raum im Zentrum des Gebäudes könnte mein Nepalese einen Film sehen, in dem verschiedene Leute ihm erklären, wie sie ihr Judesein begreifen und definieren. Ein Stockwerk höher dann die Geschichte der »Endlösung«, von den Anfängen bis zum Grauen von Auschwitz und Treblinka. Wahrscheinlich würde mein nepalesischer Freund fragen, was er mich schon in Berlin gefragt hat: Warum? Und wie damals würde ich hilflos stammeln und schließlich den Mund halten.

Im Moment zeigt das Museum of Jewish Heritage die Sonderausstellung »Deadly Medicine« über Ärzte in der Nazidiktatur. Man atmet flach, wenn man da durch ist. Jeder, der schon einmal in Yad Vashem war, kennt den Moment, wenn man am Ende auf das blühende Israel hinausschaut. Solch einen Moment gibt es auch hier: Am Ende der Sonderausstellung sah ich durch große Panoramascheiben draußen im Hafenbecken die Freiheitsstatue.

Frankreich

Haftbefehle wegen »Beihilfe zum Genozid«

Die Justiz wirft zwei französisch-israelischen Frauen vor, Hilfslieferungen in den Gazastreifen behindert zu haben

 05.02.2026

USA

»Get the fuck out of Minneapolis!«

Jacob Frey ist Bürgermeister der Stadt, die derzeit für das aggressive Vorgehen der ICE steht. Der Demokrat stellt sich energisch gegen die Immigrations-Politik von US-Präsident Donald Trump

von Eva Schweitzer  05.02.2026

Washington D.C.

Gates: »War dumm von mir, Zeit mit Epstein zu verbringen«

In den jüngst veröffentlichten Dokumenten zum Fall des verstorbenen Sexualstraftäters Epstein tauchen viele prominente Namen auf - auch der des Microsoft-Mitgründers. Nun äußert er sich dazu

 05.02.2026

London

Epstein-Skandal stürzt Starmer in die Krise

Obwohl der britische Premier von der Freundschaft Peter Mandelsons zu Jeffrey Epstein wusste, ernannte er ihn zum Botschafter in den USA. Selbst in den eigenen Reihen ist der Ärger groß

 05.02.2026

Wien

US-Flüchtlingsorganisation HIAS muss ihr Europa-Büro schließen

Die US-Regierung hat das historische Programm für religiöse Minderheiten aufgekündigt. Damit sind aktuell Hunderte Juden im Iran gestrandet

 04.02.2026

Geschichte

Kühe und das große jüdische Erbe

In Endingen und Lengnau liegt die Wiege des Schweizer Judentums – von dort ging es in die Welt. Zu Besuch bei einem der letzten Viehhändler im Surbtal

von Nicole Dreyfus  03.02.2026

Alltag in Zürich: Orthodox gekleidete Juden im Stadtteil Wiedikon, wo sihc der jüngste Vorfall ereignete.

Schweiz

Jüdischer Mann in Zürich mit Fäusten attackiert

Am Montagabend kam es in Zürich auf einer Straße erneut zu einem Vorfall antisemitischer Gewalt

 03.02.2026

USA

Coole Saftas

Wie jüdische Großmütter endlich das Kino erobern

von Sarah Thalia Pines  01.02.2026

Der diesjährige Lerntag "Jom Ijun" findet am 1. Februar im Gemeindezentrum der ICZ in Zürich statt.

Interview

»Wir sind in der kleinen jüdischen Welt einsam«

Der diesjährige Lerntag »Jom Ijun« beleuchtet das innerjüdische Spannungsfeld zwischen Gemeinschaft und Individualismus. Warum auch der jüdische Diskurs davon betroffen ist, erklären die Organisatoren Ron Caneel und Ehud Landau im Gespräch

von Nicole Dreyfus  31.01.2026