Frankreich

Senatspräsident wusste nichts von Hitler-Büste im Keller

Palais Bourbon, Sitz der französischen Nationalversammlung, dem Unterhaus des französischen Parlaments Foto: dpa

Der Präsident des französischen Senats, Gérard Larcher, hat erstaunt auf eine Medienenthüllung reagiert, wonach sich eine Büste Adolf Hitlers im Keller des traditionsreichen Pariser Parlamentsgebäudes befindet.

Parlament »Ich wusste nichts vom Vorhandensein dieser Büste«, sagte Larcher am Mittwoch im Paris. Er habe die Verwaltung des Hauses gebeten, zu den gesamten Gegenständen Nachforschungen zu machen, fügte der konservative Politiker hinzu. Der Senat ist das Oberhaus des französischen Parlaments.

Die Tageszeitung »Le Monde« hatte zuvor die Existenz der etwa 35 Zentimeter hohen Büste des Diktators öffentlich gemacht. Seit dem Zweiten Weltkrieg werde zudem eine zwei mal drei Meter große Naziflagge aufbewahrt, so das Blatt.

Seit dem Zweiten Weltkrieg werde zudem eine zwei mal drei Meter große Naziflagge aufbewahrt, berichtet »Le Monde«.

Besatzung Larcher erinnerte daran, dass während der deutschen Besatzung von Paris in den Jahren 1940 bis 1944 die deutsche Armee in dem historischen Senatsgebäude am Luxemburg-Park untergebracht war. In dem Palast hatte die Luftwaffe ihren Sitz.

Die Stadt Paris hatte erst am 25. August an die Befreiung der Kapitale vor 75 Jahren erinnert. Dazu eröffnete Bürgermeisterin Anne Hidalgo auch ein neues Museum, das nur etwa zwei Kilometer vom Senat entfernt liegt. dpa

Weimar

Gedenkstätte Buchenwald bittet um Spenden für Kyryl Romantschenko

Die Familie Romantschenko ist der Gedenkstätte Buchenwald seit Jahrzehnten eng verbunden. Nun benötigt der 18-jährige Kyryl Romantschenko Unterstützung

 18.09.2026

Ranking

Jerusalem Post: Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  18.09.2026

Großbritannien

Burnham will Beschränkungen für katholische und jüdische Premiers abschaffen

Die Regierung in London legt einen Gesetzentwurf zur Aufhebung religiöser Beschränkungen vor, die aus dem 19. Jahrhundert stammen

 18.09.2026

Synagoge in Mailand (Archiv)

Mailand

»Niemand wird mich hier erniedrigen«

Nach antisemitischer Attacke durch arabische Männer: Jetzt spricht der angegriffene Rabbiner

 17.09.2026 Aktualisiert

Nachruf

Peter Max: Der Künstler hinter den bunten Bildern der Hippie-Ära

Peter Max Finkelstein ist tot. Er wurde in Berlin geboren. Seine Familie und er flohen vor den Nazis nach Shanghai und kamen später über Israel nach Amerika.

 17.09.2026

München

Rabbiner: Plan gegen islamistischen Terror ist Vorbild für Europa

Mit einem Zehn-Punkte-Plan sollen in Deutschland Radikalisierung und islamistischer Terror bekämpft werden. Zustimmung kommt von Rabbinern, die über die Landesgrenzen hinaus denken

von Leticia Witte  17.09.2026

Hilfe in Zeiten des Krieges

Wie geht es Juden in der umkämpften Ukraine und im angrenzenden Rumänien? Unser Autor begleitete eine ZWST-Delegation auf ihrer Reise nach Czernowitz und Suceava

von Michael Thaidigsmann  17.09.2026

Der jüdische Kardinal

Den einen zu jüdisch, den anderen zu katholisch: Heute vor 100 Jahren wurde Aron Jean-Marie Lustiger geboren

von Andrea Krogmann  16.09.2026

Judenhass

»Während er mir in den Kopf schneidet, sagt er: ›Die Juden erschießen Kinder‹«

Eine neue Dokumentation enthüllt ein erschreckendes Ausmaß an Antisemitismus im britischen Gesundheitssystem

 16.09.2026