Großbritannien

Seder-Tisch für die Verschleppten

133 leere Stühle standen am Seder-Tisch in London. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

In London wurde mit einem überdimensionalen Seder-Tisch an die weiterhin in der Gewalt der Hamas befindlichen Geiseln erinnert. Sie sind seit nunmehr sechs Monaten und elf Tagen in Gaza. Es wird befürchtet, dass viele von ihnen nicht mehr am Leben sind.

Am Tisch standen 131 Stühle und zwei Kindersitze – einer für jede Geisel –, die Tafel war mit derselben Anzahl an Seder-Gedecken bestückt. An jedem Stuhl war ein Foto von einer der Geiseln befestigt, auch die von zwei Kleinkindern.

Die britische Publikation »Jewish News« berichtete, 350 Medienvertreter seien zu der Solidaritätsveranstaltung gekommen. Organisiert wurde sie vom »UK Hostages Families Forum«, einer NGO, die sich um die Belange der Hamas-Geiseln und ihrer Familien kümmert.

»Ergreifende Erinnerung«

Aufgebaut wurde der Seder-Tisch auf der Richmond’s Terrace, in Sichtweite von 10 Downing Street, dem Sitz des Premierministers. Später wurde er abgebaut, um an andere Orte in London gebracht zu werden.

Die Organisatoren erklärten, die nun als »Empty Seder Table« bekannte Installation sei eine »ergreifende Erinnerung an die Menschen, die an diesem Pessach von ihren Familien getrennt bleiben«.

»Jewish News« zitierte Nivi Feldman, die an der Vorbereitung und Umsetzung mitwirkte: »Das jüdische Volk wartet darauf, dass die Geiseln nach Hause zurückkehren. An diesem Pessach habe ich das Gefühl, dass ein Teil von mir in Gaza gefangen ist.« im

Meinung

Wir haben ein Problem – und wir müssen endlich darüber reden

Ein Weckruf über verfehlte Migration, ausländische Einflussnahme und das ohrenbetäubende Schweigen der »Progressiven«

von Jacques Abramowicz  02.05.2026

Großbritannien

Londoner Polizeichef: Beinahe »Pandemie« des Antisemitismus

Ein terroristisch motivierter Anschlag in den kommenden sechs Monaten gilt in der vierten von fünf Stufen nun als »sehr wahrscheinlich«

 01.05.2026

Howard Rossbach

Wanderer zwischen Ostküste und Oregon

Er ist Spross einer Familie bekannter Politiker und Bankiers. Doch seit 50 Jahren reüssiert der gebürtige New Yorker Howard Rossbach am anderen Ende Amerikas als Winzer. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  01.05.2026

Jubilar

Architektur als Zeichen der Hoffnung - Daniel Libeskind wird 80

Das Jüdische Museum Berlin, der Masterplan für Ground Zero in New York: Für den Amerikaner ist Bauen Teil der Erinnerungskultur

von Sigrid Hoff  01.05.2026

Glosse

Wie wird man ein anständiger Antisemit? Tipps und Tricks für Judenhasser

Eine Handreichung

von Daniel Neumann  01.05.2026

Tunesien

Resilientes Pilgern

Teilnehmer der alljährlichen Fahrt zur La-Ghriba-Synagoge auf Djerba lassen sich von Sicherheitswarnungen kaum einschüchtern

von Mark Feldon  30.04.2026

Düsseldorf

Auschwitz-Museum: Rüttgers erhält Auszeichnung »Light of Remembrance«

»Mein Antrieb wurzelt in der tiefen Überzeugung, dass wir Deutsche uns der Verantwortung, die aus unserer Geschichte als ›Land der Täter‹ erwächst, niemals entziehen können«, sagt der Preisträger

 30.04.2026 Aktualisiert

Medien

Springer-Chef Döpfner nimmt »Politico«-Redaktion in die Pflicht

Niemand sollte für Axel Springer arbeiten, wenn er Israels Existenzrecht anzweifelt, stellt Mathias Döpfner nach Kritik aus der »Politico«-Redaktion klar

 29.04.2026 Aktualisiert

London

Messerangriff auf Juden: Steckt erneut der Iran hinter der Tat?

Wieder ist es in der britischen Hauptstadt zu einem schweren antisemitischen Vorfall gekommen

von Michael Thaidigsmann  29.04.2026 Aktualisiert