Großbritannien

Seder-Tisch für die Verschleppten

133 leere Stühle standen am Seder-Tisch in London. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

In London wurde mit einem überdimensionalen Seder-Tisch an die weiterhin in der Gewalt der Hamas befindlichen Geiseln erinnert. Sie sind seit nunmehr sechs Monaten und elf Tagen in Gaza. Es wird befürchtet, dass viele von ihnen nicht mehr am Leben sind.

Am Tisch standen 131 Stühle und zwei Kindersitze – einer für jede Geisel –, die Tafel war mit derselben Anzahl an Seder-Gedecken bestückt. An jedem Stuhl war ein Foto von einer der Geiseln befestigt, auch die von zwei Kleinkindern.

Die britische Publikation »Jewish News« berichtete, 350 Medienvertreter seien zu der Solidaritätsveranstaltung gekommen. Organisiert wurde sie vom »UK Hostages Families Forum«, einer NGO, die sich um die Belange der Hamas-Geiseln und ihrer Familien kümmert.

»Ergreifende Erinnerung«

Aufgebaut wurde der Seder-Tisch auf der Richmond’s Terrace, in Sichtweite von 10 Downing Street, dem Sitz des Premierministers. Später wurde er abgebaut, um an andere Orte in London gebracht zu werden.

Die Organisatoren erklärten, die nun als »Empty Seder Table« bekannte Installation sei eine »ergreifende Erinnerung an die Menschen, die an diesem Pessach von ihren Familien getrennt bleiben«.

»Jewish News« zitierte Nivi Feldman, die an der Vorbereitung und Umsetzung mitwirkte: »Das jüdische Volk wartet darauf, dass die Geiseln nach Hause zurückkehren. An diesem Pessach habe ich das Gefühl, dass ein Teil von mir in Gaza gefangen ist.« im

Antisemitismus

Ire in Frankreich verhaftet, nachdem er gedroht hatte, jüdisches Paar zu ermorden

Nachdem der Australier und seine Frau aus dem Tunesien-Urlaub zurück waren, gingen sie zur Polizei

 27.08.2026

Basel

Herzl im Casino

Das Konzerthaus feiert in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag – es ist auch ein jüdisches Jubiläum

von Peter Bollag  27.08.2026

Meinung

Stoßdämpfer der Demokratie

In Basel wird bei einer Demonstration zum »Tod des Zionismus« aufgerufen. Die Behörden verweisen auf hohe juristische Hürden, eine eidgenössische Kommission auf eine komplexe Lage. Beides trifft zu. Beides reicht nicht aus.

von Zsolt Balkanyi-Guery  27.08.2026

Schweiz

Gewalt-Demo gegen Israel in Basel verboten

Die Polizei hält die geplante Anti-Israel-Demo, bei der die Organisatoren »Tod dem Zionismus« wünschen, für nicht bewilligungsfähig

von Nicole Dreyfus  27.08.2026

Schweiz

Das sind die beliebtesten Vornamen für neugeborene Jungen und Mädchen

Eine neue Rangliste des Bundesamts für Statistik gibt Aufschluss

von Nicole Dreyfus  27.08.2026 Aktualisiert

Mythos

Wie lange Haare ikonografisch wurden - vom biblischen Samson zum norwegischen Haaland

Seine blonde Mähne wurde zu seinem Markenzeichen - ebenso wie seine reichlichen Tore. Nun hat der norwegische Stürmer Erling Haaland sich die Haare abrasiert. Verliert er damit seine Macht? Vorbilder legen das nahe

von Johannes Peter Senk  26.08.2026

Nachruf

Wie Dolly Parton zur Ikone wurde

Die Country-Legende Dolly Parton ist tot. Dass sie zu einem weltweit verehrten Star wurde, lag auch an ihren jüdischen Freunden und Geschäftspartnern

von Sophie Albers Ben Chamo  26.08.2026

Kommentar

Unpolitisch war gestern

Der ESC unterliegt künftig neuen Regeln für Krisenstaaten, Israel kann nach wie vor am Wettbewerb teilnehmen. Noch ist das keine Lex Israel. Aber der Eindruck entsteht

von Nicole Dreyfus  26.08.2026

USA

»Wenn es nötig wird, wollen wir bereit sein«

Die Familie Wertheimer durchlebt das Dilemma unserer Zeit: Wo fühlen sich Juden noch sicher?

von Sebastian Moll  25.08.2026