Mode

»Schön sein bei der Mizwa«

Frau Schottenstein, was macht Ihrer Meinung nach einen perfekten Scheitel aus?
Nun, ich bin keine Expertin in Sachen Scheitel, sondern habe nur die Website ins Leben gerufen. Aber wenn sich eine Frau mit ihrer Perücke gut fühlt, sich schön und natürlich findet, dann kommt dies einem perfekten Scheitel schon ziemlich nahe.

Warum haben Sie Ihre Plattform »ShayTell« gegründet?
Es ist fast unmöglich, Informationen über Scheitel zu finden. Es gibt beinahe keine Webpräsenz für die vielen Perückenhersteller. Die Anschaffung eines Scheitels ist ziemlich teuer und wichtig, und der Entscheidungsprozess kann sehr frustrierend sein. Außerdem gibt es wenig Kundenservice in diesem Bereich. »ShayTell« will genau da ansetzen: Durch transparenten Austausch wollen wir auch den Firmen mehr Verantwortung geben und Frauen durch die wechselseitige Unterstützung dazu ermuntern, einen Scheitel wieder mit Freude zu tragen.

Mit welchen Fragen wenden sich Frauen an »ShayTell«?

Sie können auf der Website erfahren, was andere Frauen von dieser oder jener Firma halten, können sie bewerten und ihre Investition auf diese Weise hoffentlich besser planen. Schließlich ist der Kauf eines Scheitels eine wichtige Angelegenheit. »ShayTell« versteht sich als Forum, das ein Gespräch unter Frauen ermöglichen kann. Aber im Speziellen werden meistens die Bequemlichkeit, Qualität, Verarbeitung, Farbe, Kundenservice und allgemeine Zufriedenheit bewertet. Wir sind nicht nur Anlaufstelle für orthodoxe Frauen, die einen Scheitel tragen, sondern auch für Frauen, die durch Krankheit ihre Haare verloren haben oder aus einem anderen Grund eine Perücke tragen.

Welche Erwartungen haben Frauen an Perücken?
Sie wollen heute vor allem, dass ein Scheitel natürlich aussieht. Struktur, Farbe und Stil sollen dem eigenen Haar ähneln. Produkte wie »Lace-Front«-Perücken, »iBand«, »WunderWig« oder andere Innovationen lassen die Trägerin einer Perücke heute viel natürlicher aussehen.

Welche Vorteile hat es, sich die Haare zu bedecken?

Ein Scheitel erlaubt es einer Frau, ihre Haare gemäß der jüdischen Tradition zu verdecken und sich gleichzeitig natürlich und schön zu fühlen. Außerdem kann sie sich die Haarfarbe aussuchen, die Länge und die Art, wie der Scheitel geschnitten ist. Sie kann sich beim Ausüben einer Mizwa gut fühlen.

Haben Sie einen Lieblings-Scheitel?

Ja, er heißt »Barbara Wig«, einige meiner eigenen Haare sind darin eingewoben.

Mit Myriam Schottenstein sprach Katrin Richter.

www.shaytell.com

Großbritannien

Brandanschlag in London: Untersuchungshaft für Verdächtige

Mehrere Krankenwagen eines jüdischen Rettungsdienstes in Golders Green werden in Brand gesetzt. Vor Gericht erschienen nun drei Verdächtige

 04.04.2026

Meinung

Hoffentlich wird Viktor Orbán abgewählt

Am 12. April stehen in Ungarn Wahlen an. Unter seinem langjährigen Ministerpräsidenten ist das Land zu einem russischen U-Boot in der Europäischen Union geworden

von Joshua Schultheis  04.04.2026

USA

So wild wie Doja Cat

Sie ist der einzige weibliche jüdische R&B-Superstar – und eine der erfolgreichsten Rapperinnen unserer Zeit

von Sarah Thalia Pines  04.04.2026

London

Jüdische Londoner fühlen sich von Aktivisten eingeschüchtert

Rund 40 Personen seien in ein jüdisch geprägtes Wohngebiet gezogen, hätten Parolen wie »Völkermord« skandiert und gefordert, der Staat Israel müsse verschwinden, sagen Augenzeugen

 01.04.2026

Nepal

Sederabend auf Rekordniveau

Wie Kathmandu zur Bühne einer der größten Pessachfeiern der Welt wurde

von Matthias Messmer  31.03.2026

Winnipeg

Jüdischer Anti-Zionist wird Chef der sozialdemokratischen NDP

Avi Lewis delegitimiere einen wesentlichen Teil jüdischer Identität, sagen jüdische Organisationen in Kanada

 31.03.2026

Österreich

Hamas-Narrative im ORF?

Für die Österreichische Medienbehörde ist klar, dass der ORF den Krieg im Gazastreifen in einer ausgestrahlten TV-Dokumentation verzerrt hat

von Nicole Dreyfus  30.03.2026

Porträt

Challa vom Prinzen

Idan Chabasov wurde mit seinen kunstvollen Zopfkreationen auf Instagram berühmt. Sein simples Rezept: Mehl, Wasser, Hefe und Verbundenheit zur jüdischen Gemeinschaft. Seine ersten Challot hat er in Berlin gebacken

von Nicole Dreyfus  29.03.2026

Gesa Ederberg

»Globaler und vielfältiger«

Die Berliner Rabbinerin über ihre neue Präsidentschaft der »Rabbinical Assembly«, amerikanische Kollegen und europäischen Elan

von Mascha Malburg  29.03.2026