CPAC-Konferenz

Scharfe Kritik des Auschwitz-Komitees an Jahrestreffen der US-Konservativen

Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees Foto: dpa

Das Internationale Auschwitz Komitee hat die Bühnengestaltung bei der CPAC-Konferenz in Orlando am Wochenende scharf kritisiert. Beobachtern zufolge hatte die Form des Bühnenbilds Ähnlichkeit mit einer Odal Rune, auch Othala-Rune genannt, die unter anderem von der SS und der Hitlerjugend verwendet wurde.

»Seit mehreren Jahren nutzen Nazi-Gruppen in den USA im Umgang mit der Öffentlichkeit die Odal-Rune, um auf ihre ideologische Verankerung hinzuweisen und ihre Botschaft in die Öffentlichkeit zu tragen«, teilte der Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, Christoph Heubner, am Montag in Berlin mit.

veranstalter Der CPAC-Veranstalter, Matt Schlapp, hatte die Kritik an der Bühnengestaltung schon zuvor scharf zurückgewiesen: Die Vergleiche seien »empörend und verleumderisch«, schrieb Schlapp am Wochenende auf Twitter. Zudem wies Schlapp auf die langjährige Zusammenarbeit der Konferenz mit jüdischen Gemeinden hin.

Die CPAC-Konferenz ist eine jährliche Veranstaltung konservativer Aktivisten in den USA. Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hatte auf der Veranstaltung seinen ersten Auftritt seit seinem Auszug aus dem Weißen Haus.

Dass dieses Symbol beim ersten Auftritt von Ex-Präsident Trump vor seinen Fans in so prominenter Weise Verwendung finde, könne kaum ein Zufall sein, sagte Heubner. Erst im Januar seien Auschwitz-Überlebende über ein Foto von der Erstürmung des Kapitols durch Trump-Anhänger zutiefst empört gewesen, das einen Angreifer in einem T-Shirt mit der Aufschrift »Camp Auschwitz« zeigte. dpa

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