Italien

Salvini spricht sich für Jerusalem als Hauptstadt Israels aus

Der Chef der italienischen Lega, Matteo Salvini Foto: Flash 90

Der Chef der rechtspopulistischen Lega in Italien, Matteo Salvini, will im Fall seiner Regierungsübernahme Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen. Das sagte der Politiker im Interview der israelischen Tageszeitung »Israel Hayom«.

Zugleich sprach sich der frühere italienische Innenminister dafür aus, die EU solle die gegen Israel gerichtete BDS-Bewegung verbieten. Allerdings seien die europäischen Institutionen, »ganz zu schweigen von UN-Institutionen, keine Freunde Israels«.

Dass er selbst Verbindungen zu antisemitischen und rechtsextremen Organisationen habe, bestreitet Salvini.

Für einen erstarkenden Antisemitismus in Europa machte Salvini in erster Linie Migranten und in Europa lebende Muslime verantwortlich, die von bestimmten intellektuellen Kreisen auf der politischen Linken unterstützt würden. Dass er selbst Verbindungen zu antisemitischen und rechtsextremen Organisationen habe, bestritt Salvini auf Nachfrage des Journalisten Eldad Beck.

LINKE Der Lega-Chef lobte dagegen die italienische Regierung für die Annahme der IHRA-Arbeitsdefinition zum Antisemitismus am vergangenen Freitag. Das hätte schon viel früher passieren müssen, erklärte er im Interview mit »Israel Hayom« – vor allem, »um die Verlogenheit der Linksparteien beim Gerede über einen Boykott Israels zu beenden.«

Heute gebe es in den Parteien der italienischen Regierungskoalition »Unterstützung für den Staat Palästina, für Venezuela und Iran« und viele Leute, die für einen palästinensischen Staat einträten, aber das Selbstbestimmungsrecht der Juden verneinten, so Salvini. Der Lega-Chef war von Juni 2018 bis September 2019 Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident Italiens.

Salvini und seine Partei sind innerhalb der jüdischen Gemeinde des Landes sehr umstritten, vor allem, weil sich der Politiker immer wieder gegen Vorwürfe verteidigen muss, er fördere das Wiedererstarken postfaschistischer Gruppierungen in Italien.  kna/ja

Großbritannien

Grünen-Chef will Ermittlungen gegen Briten, die in Israels Armee dienen

Zack Polanski gehört ebenso wie Jeremy Corbyn zu den Unterstützern einer Kampagne, die sich gegen britische Staatsbürger im israelischen Militär richtet

 05.06.2026

Meinung

Entlarvte Gesinnung

Ausgerechnet jener Schweizer Politiker, der sich im Parlament gegen das Hamas-Verbot stellte, lädt die französische Abgeordnete und Israelhasserin Rima Hassan nach Bern ein

von Nicole Dreyfus  04.06.2026

Großbritannien

Unterhausabgeordneter unterstellt Israel »Blutdurst«

In einer Parlamentsdebatte zu Israels Krieg gegen die Hisbollah im Libanon verstieg sich ein Parlamentarier zu antisemitischen Aussagen

 04.06.2026

Essay

Sündenfall des Big Apple

New Yorks Bürgermeister macht den Nahostkonflikt zur Innenpolitik und feiert BDS, während seine Frau den 7. Oktober rechtfertigt. Hinter der Fassade der Wohltäter steht die harte Ideologie der Ausgrenzung

von Louis Lewitan  04.06.2026

Brnenec

Museum in Oskar Schindlers Fabrik - Politiker sagen Unterstützung zu

Auf dem Gelände der früheren Fabrik von Oskar Schindler gibt es heute ein Museum. Noch zwickt es dort finanziell ordentlich. Aber Hilfe für die NS-Gedenkstätte ist zumindest am Horizont

von Alexander Brüggemann  03.06.2026

Meinung

Sauna der Toleranz - aber nur ohne Davidstern

Zwei Frauen werden in Barcelona wegen eines jüdischen Symbols verhört, als »Zionistinnen« aussortiert und schließlich hinausgeworfen – im Namen einer Offenheit, die sich selbst ad absurdum führt

von Sabine Brandes  02.06.2026

Essay

Wenn ein Platz nicht schweigt

Gedanken zum 85. Jahrestag der Zerstörung der alten Synagoge von Esch-sur-Alzette durch die Nationalsozialisten

von Andreas Albrecht  02.06.2026

Hintergrund

»Lady Gaza« kommt in die Schweiz

Ein sozialdemokratischer Abgeordneter hat die umstrittene französische Europaabgeordnete Rima Hassan nach Bern eingeladen und damit Empörung ausgelöst. Erste Stimmen fordern nun ein Einreiseverbot

von Nicole Dreyfus, Michael Thaidigsmann  02.06.2026

Punta Cana

Gal Gadot und Mila Kunis zeigen sich entspannt im Karibikurlaub

Die jüdischen Schauspielerinnen gehen in Puerto Rico ganz besonderen Freizeitaktivitäten nach

 02.06.2026