USA

Ruth Bader Ginsburg an Krebs erkrankt

Ruth Bader Ginsburg Foto: dpa

Die Justiz-Ikone und Richterin am obersten US-Gericht, Ruth Bader Ginsburg, ist wegen eines bösartigen Tumors in der Bauchspeicheldrüse behandelt worden. Zu diesem Zeitpunkt sei keine weitere Behandlung erforderlich, hieß es am Freitag in einer Mitteilung des Gerichts. Es gebe keine Hinweise auf eine Erkrankung an anderer Stelle im Körper der 86-Jährigen.

Die Anomalie sei bei einem routinemäßigen Bluttest im Juli entdeckt worden, und eine Biopsie habe bestätigt, dass es sich um einen bösartigen Tumor handele, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Bestrahlung begann demnach am 5. August in New York.

Ikone Ginsburg ist die älteste Richterin an dem politisch wichtigen Supreme Court. Die zierliche Frau gilt als Vorreiterin für Frauenrechte und ist bekannt für ihre scharfe Argumentationsweise. Ihr Leben und Wirken ist Gegenstand mehrere Filme und Bücher. Viele Liberale feiern sie als Ikone.

Ginsburg musste sich bereits im vergangenen Jahr einer Operation an der Lunge unterziehen, nachdem Ärzte zwei bösartige Knoten gefunden hatten.

Der neunköpfige Supreme Court ist von enormer Bedeutung. Nicht selten hat das Gericht in aktuellen Auseinandersetzungen um weichenstellende Gesetze oder auch Verfügungen das letzte Wort. Die Entscheidungen sind oft von landesweiter Bedeutung und prägen die Auslegung von Gesetzen an unteren Gerichten über Jahre. Die Richter werden vom Präsidenten ernannt und müssen vom Senat bestätigt werden.  dpa

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