USA

Ruth Bader Ginsburg an Krebs erkrankt

Ruth Bader Ginsburg Foto: dpa

Die Justiz-Ikone und Richterin am obersten US-Gericht, Ruth Bader Ginsburg, ist wegen eines bösartigen Tumors in der Bauchspeicheldrüse behandelt worden. Zu diesem Zeitpunkt sei keine weitere Behandlung erforderlich, hieß es am Freitag in einer Mitteilung des Gerichts. Es gebe keine Hinweise auf eine Erkrankung an anderer Stelle im Körper der 86-Jährigen.

Die Anomalie sei bei einem routinemäßigen Bluttest im Juli entdeckt worden, und eine Biopsie habe bestätigt, dass es sich um einen bösartigen Tumor handele, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Bestrahlung begann demnach am 5. August in New York.

Ikone Ginsburg ist die älteste Richterin an dem politisch wichtigen Supreme Court. Die zierliche Frau gilt als Vorreiterin für Frauenrechte und ist bekannt für ihre scharfe Argumentationsweise. Ihr Leben und Wirken ist Gegenstand mehrere Filme und Bücher. Viele Liberale feiern sie als Ikone.

Ginsburg musste sich bereits im vergangenen Jahr einer Operation an der Lunge unterziehen, nachdem Ärzte zwei bösartige Knoten gefunden hatten.

Der neunköpfige Supreme Court ist von enormer Bedeutung. Nicht selten hat das Gericht in aktuellen Auseinandersetzungen um weichenstellende Gesetze oder auch Verfügungen das letzte Wort. Die Entscheidungen sind oft von landesweiter Bedeutung und prägen die Auslegung von Gesetzen an unteren Gerichten über Jahre. Die Richter werden vom Präsidenten ernannt und müssen vom Senat bestätigt werden.  dpa

Großbritannien

Universität Bath sagt Seminar mit Hochschule in Gaza ab

Eine Dozentin hatte britische Studenten aufgefordert, palästinensische Darstellungen des Nahostkonflikts nicht infrage zu stellen. Die Universität entschuldigte sich für die Vorgaben.

von Nicole Dreyfus  15.10.2026

Statistik

Zahl antisemitischer Vorfälle in Österreich bleibt auf hohem Niveau

Der Ausnahmezustand sei zum Alltag geworden, beklagt eine Antisemitismus-Meldestelle in Österreich. Im ersten Halbjahr 2026 wurden erneut Hunderte einschlägige Fälle gezählt

 15.10.2026

»The Social Reckoning«

Empörungsköder

Der Whistleblower-Thriller zeigt die neue Weltordnung à la Facebook – und was Menschen nicht dagegen tun

von Sophie Albers Ben Chamo  15.10.2026

New York

Magische Juden

Handleser, Geisterbeschwörer, Wahrsager und Wunderheiler: Eine neue Ausstellung beleuchtet die Lust am Okkulten

von Eva C. Schweitzer  15.10.2026

Irland

Ausgerechnet eine Antisemitismuskonferenz fällt dem Judenhass zum Opfer

In Dublin fand eine Tagung von Antisemitismusbeauftragten und jüdischen Vertretern statt. Ein Hotel verweigerte die Unterbringung. Für Irlands Gemeindevorsitzenden zeigt das, wie Antisemitismus sich immer wieder neu manifestiert

von Maurice Cohen  14.10.2026

USA

Süß und gut zu werfen

»Sunkist Fruit Gems« gehören in vielen Gemeinden zum Feiern. Ihr angekündigtes Aus sorgte für Aufregung – nun kommen sie zurück

von Sophie Albers Ben Chamo  13.10.2026

»Imanuels Interpreten« (26)

Paul Simon: Der Brückenbauer

Seit den 60er Jahren schreibt und spielt der New Yorker Künstler Musik, deren Texte durchweg stark sind. Mehrere Generationen haben zugehört. Heute wird das jüdische Talent 85 Jahre alt

von Imanuel Marcus  13.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  14.10.2026 Aktualisiert

Porträt

Geboren in Auschwitz

Angela Orosz-Richt kam im Dezember 1944 in einer Baracke des deutschen Vernichtungslagers zur Welt. Im Januar wird sie bei der Gedenkstunde im Deutschen Bundestag sprechen. Unserem Autor hat sie ihr bewegtes Leben geschildert

von Michael Thaidigsmann  09.10.2026