Nachruf

Rudi Leavor ist tot

Rudi Leavor (1926–2021) mit der Torarolle seines Vaters Foto: Rudi Leavor / Jüdisches Museum Berlin

Rudi Leavor ist tot. Der Präsident der jüdischen Reformgemeinde in Bradford (England) starb am Dienstag im Alter von 95 Jahren. Das teilte der Berliner Rabbiner Walter Rothschild mit. Aus seiner Heimatgemeinde hieß es, Leavor sei im Krankenhaus friedlich im Schlaf gestorben.

Rudi Leavor war am 31. Mai 1926 als Rudi Librowicz in Berlin zur Welt gekommen. Als Elfjähriger konnte er 1937 mit seinen Eltern nach Großbritannien auswandern.

TORAROLLE Sein Vater, der Berliner Zahnarzt Hans Librowicz, hattte dem Jüdischen Museum Berlin die Torarolle der Familie gestiftet. Dort ist sie jetzt in der Dauerausstellung zu sehen.

Mit Hilfe der muslimischen Gemeinschaft in Bradford hatte Leavor sich für die Restaurierung der baufälligen Synagoge in seiner Heimatstadt eingesetzt. 2017 wurde ihm die British Empire Medal verliehen. ag

Europa

Das Verbindende über das Trennende stellen

Rund 450 orthodoxe Rabbiner und Gäste aus den europäischen Gemeinden tagten in Jerusalem. Im Mittelpunkt standen weniger politische Debatten als vielmehr der Austausch über praktische Fragen

von Michael Thaidigsmann  07.02.2026

Basketball

Ein »All-Star« aus dem Kibbuz

Mit Deni Avdija schafft es erstmals ein Israeli in die NBA-Auswahl der USA

von Sabine Brandes  07.02.2026

Italien

Viererbob und Eisprinzessin

Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina treten mindestens 16 israelische und jüdische Athleten an

von Sophie Albers Ben Chamo  06.02.2026

Frankreich

Haftbefehle wegen »Beihilfe zum Genozid«

Die Justiz wirft zwei französisch-israelischen Frauen vor, Hilfslieferungen in den Gazastreifen behindert zu haben

 05.02.2026

USA

»Get the fuck out of Minneapolis!«

Jacob Frey ist Bürgermeister der Stadt, die derzeit für das aggressive Vorgehen der ICE steht. Der Demokrat stellt sich energisch gegen die Immigrations-Politik von US-Präsident Donald Trump

von Eva Schweitzer  05.02.2026

Washington D.C.

Gates: »War dumm von mir, Zeit mit Epstein zu verbringen«

In den jüngst veröffentlichten Dokumenten zum Fall des verstorbenen Sexualstraftäters Epstein tauchen viele prominente Namen auf - auch der des Microsoft-Mitgründers. Nun äußert er sich dazu

 05.02.2026

London

Epstein-Skandal stürzt Starmer in die Krise

Obwohl der britische Premier von der Freundschaft Peter Mandelsons zu Jeffrey Epstein wusste, ernannte er ihn zum Botschafter in den USA. Selbst in den eigenen Reihen ist der Ärger groß

 05.02.2026

Wien

US-Flüchtlingsorganisation HIAS muss ihr Europa-Büro schließen

Die US-Regierung hat das historische Programm für religiöse Minderheiten aufgekündigt. Damit sind aktuell Hunderte Juden im Iran gestrandet

 04.02.2026

Geschichte

Kühe und das große jüdische Erbe

In Endingen und Lengnau liegt die Wiege des Schweizer Judentums – von dort ging es in die Welt. Zu Besuch bei einem der letzten Viehhändler im Surbtal

von Nicole Dreyfus  03.02.2026