Brüssel

Rabbiner ehren Kanzlerin

Bundeskanzlerin Angela Merkel Foto: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel erhält am Mittwoch in der Großen Synagoge von Brüssel den »Rabbi-Lord-Jakobovits-Preis des Europäischen Judentums«. Mit der Auszeichnung sollen Merkels »anhaltende Bemühungen für eine gemeindeübergreifende Eintracht in ganz Europa, ihre Freundschaft zur jüdischen Gemeinde sowie ihre herausragenden Beiträge zur Förderung von Toleranz und Verständnis« gewürdigt werden, sagte Rabbiner Pinchas Goldschmidt, Präsident der Europäischen Rabbinerkonferenz.

Zentralrat Der Präsident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, gratuliert der Kanzlerin: »Ihre Unterstützung für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland, aber auch ihre enge Freundschaft zu Israel sind immer wieder bemerkenswert und vorbildlich. Wir wissen dies wirklich sehr zu schätzen.« Ihre Verbundenheit komme nicht nur aus der Verantwortung heraus, sondern wirklich von Herzen, das spüre man einfach ganz deutlich, so Graumann. Auch das schnelle und entschlossene Handeln während der Beschneidungsdebatte habe dies noch einmal sehr deutlich gemacht. »Die Bundeskanzlerin hat den Lord Jakobovits Prize of European Jewry daher mehr als verdient.«

Der Preis erinnert an Immanuel Jakobovits (1921–1999), den früheren Oberrabbiner von Großbritannien, und wird seit 2012 von der Europäischen Rabbinerkonferenz vergeben. Erster Preisträger war der frühere Präsident des Europäischen Parlaments, Jerzy Buzek. ja

Besuch

Milei ist in Israel, um die Botschaft in Jerusalem zu eröffnen

Der argentinische Präsident gilt als enger Verbündeter des jüdischen Staates, es ist sein dritter Besuch binnen zwei Jahren

 19.04.2026

Großbritannien

Weitere Synagoge in London angegriffen

Die Angriffe auf die jüdische Gemeinschaft in Großbritannien reißen nicht ab. Ein angeblicher Drohnenangriff auf die israelische Botschaft hat sich als Falschmeldung herausgestellt

 19.04.2026

Frankreich

Französisches Gericht: Antisemitismus kein Motiv für die Vergiftung jüdischer Familie durch Nanny

Ein Gericht in Versailles sieht Antisemitismus nicht als Motiv des Versuchs einer Nanny, ihre Arbeitgeber und deren Kinder zu vergiften

 19.04.2026

Spanien

Madrid ist raus

Premier Pedro Sánchez geriert sich und seine Anti-Israel-Politik seit dem 7. Oktober 2023 als vorbildlich. Das hat nun Folgen

von Michael Ludwig  19.04.2026

Iran

Iran macht Öffnung der Straße von Hormus rückgängig

Keine 24 Stunden nach der Zusage des Iran, die Straße von Hormus zu öffnen, wurde sie wieder zurückgenommen.

 19.04.2026

Frankreich

43 Jahre nach Anschlag auf jüdisches Lokal: Verdächtiger Palästinenser ausgeliefert

Der Anschlag auf das »Chez Jo Goldenberg« in der französischen Hauptstadt am 9. August 1982 erschütterte das Land und seine jüdische Gemeinschaft schwer

 17.04.2026

New York

Die Tiger der Tora

Einst feierten jüdische Fußballclubs in der Bronx das Leben, und sogar Marilyn Monroe kickte den Ball. Schwarz-weiße Erinnerungen zur Einstimmung auf die WM in den USA, Kanada und Mexiko

von Helmut Kuhn  16.04.2026

Ungarn

Wer ist Péter Magyar?

Viktor Orbán hat die Wahl verloren. Sein Nachfolger strebt weitreichende Veränderungen an. Doch bei vielen Themen setzt auch Magyar auf Kontinuität

von Michael Thaidigsmann  15.04.2026

Rom

Auch die »Trump-Flüsterin« Meloni fällt in Ungnade

Eigentlich gilt Italiens Ministerpräsidentin Meloni als Politikerin mit gutem Draht zu US-Präsident Trump. Nun attackiert er sie scharf. Der Schlagabtausch könnte für Meloni jedoch von Nutzen sein

von Robert Messer  15.04.2026