USA

Protest gegen BDS-Resolution

Zur City University of New York zählt auch das Baruch College. Foto: imago images/Levine-Roberts

Mindestens 50 Professoren, Dozenten und Mitarbeiter der City University of New York (CUNY) sind laut Medienberichten aus dem »Professional Staff Congress«, einem Verband, der die Interessen der etwa 30.000 Uni-Mitarbeiter vertritt, ausgetreten.

RESOLUTION Der Auslöser für ihren zuvor bereits angedrohten Schritt war eine Resolution, die der Verband im Juni in Folge der jüngsten Raketenangriffe der Terrororganisation Hamas auf Israel verabschiedete. Dort war von Israel als einem »1948 gegründeten kolonialen Siedlerstaat« die Rede.

Außerdem wurden dort nur die gegen die Hamas gerichteten israelischen Militäraktionen erwähnt und als »Massaker an Palästinensern« bezeichnet. Die Raketenangriffe der Hamas fanden keinen Eingang in die Resolution. Sie ruft den Verband außerdem dazu auf, sich der antisemitischen BDS-Bewegung anzuschließen.

PROPAGANDA »Die Behauptungen klingen, als hätte man sie aus der Hamas-Propaganda übernommen«, schrieb Eugene Chudnovsky, Physikprofessor an der CUNY Graduate School, in einer E-Mail an den Mitarbeiterverband.

»Versteht die Verbandsleitung, dass die Diskussion, ob man den Boykott Israels und den Rückzug der US-Militärhilfe verlangen soll ... einer Diskussion entspricht, ob ein neuer Holocaust gerechtfertigt ist?«, heißt es in der E-Mail.

Yedidyah Langsam, Leiter des Computer- und Informationswissenschaftsdepartments am Brooklyn College, schrieb an den Verbandsleiter, jüdische Studenten und Dozenten würden sich unwohl fühlen und um ihre Sicherheit fürchten.

Die City University of New York ist ein Verbund, dem über 20 staatlichen Hochschulen in New York City angehören. ja

Großbritannien

Einstufung von Palestine Action als Terrorgruppe ist rechtens

Ein Berufungsgericht in London hat der Regierung von Premier Keir Starmer Recht gegeben und das Verbot der militant antiisraelischen Gruppierung bestätigt

 15.06.2026

Uganda

Entebbe-Entführung 1976: Debatten um Linksterror und Antisemitismus

Vor 50 Jahren entführten zwei Deutsche und zwei Palästinenser einen Airbus aus Israel nach Uganda. Dabei sollen sie Geiseln nach antisemitischen Kriterien voneinander getrennt haben. Die Tat befeuerte das Unbehagen vieler Linker mit Gewalt

von Nils Sandrisser  15.06.2026

Abstimmung

Schweizer lehnen Bevölkerungsgrenze ab

Soll die Bevölkerung des Landes auf zehn Millionen Menschen begrenzt werden? Darüber sollten die Schweizer heute abstimmen

 14.06.2026

New York

Wie mein Junge das Essen lernte

Lange verzweifelte unser Autor an den Speisegewohnheiten seines Sohnes. Ein Jahr vor dessen Barmizwa unternimmt der Vater einen letzten Versuch: Gemeinsam begeben sie sich auf eine kulinarische Weltreise durch ihre Heimatstadt

von Hannes Stein  14.06.2026

Boy George

Kein Chamäleon

Der britische Sänger positioniert sich schon seit Beginn seiner Karriere klar gegen Antisemitismus. Am 14. Juni wird der Popstar 65 Jahre alt

von Leon Stork  13.06.2026

Debatte

Soll die Bevölkerung in der Schweiz auf 10 Millionen begrenzt werden?

Ein Pro & Contra

von Jessie Katz, Zsolt Balkanyi-Guery  12.06.2026

Norwegen

Wenn die Sonne weder unter- noch aufgeht

Warum der Schabbat und manche Feiertage im hohen Norden eine Herausforderung sein können

von Elke Wittich  12.06.2026

Fußball

Fußball auf dem Appellplatz von Buchenwald

Seit der Europameisterschaft 2024 erinnert die Gedenkstätte Buchenwald im Internet an Fußballer, Funktionäre und Spiele im ehemaligen Konzentrationslager. Der Appellplatz war Spielstätte, Häftlinge konnten kurz dem Lageralltag entfliehen

von Matthias Thüsing  09.06.2026

WM 2026

Schweizer Fußball-Stars begeistern jüdische Kinder

Kinder und Jugendliche einer jüdischen Schule in San Diego haben mit der Schweizer Nationalmannschaft Fußball gespielt

von Nicole Dreyfus  09.06.2026