Judenhass

Taxifahrer bedroht jüdische Familie mit dem Tod

Der Mann soll Berichten nach zunächst von Sicherheitsbediensteten der Schule überwältigt worden sein. Foto: IMAGO / Martin Winter

Ein Taxifahrer hat am Pariser Flughafen Orly nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine jüdische Familie antisemitisch beleidigt und mit dem Tod bedroht. Die Familie wollte zu dem Mann ins Taxi steigen.

»Wenn ich dich mitgenommen hätte, hätte ich dir, deiner Frau und deinen Kindern die Kehle durchgeschnitten«, habe der Fahrer dem Familienvater in französischer und arabischer Sprache zugerufen, teilte die Staatsanwaltschaft in Créteil am Mittwoch mit. Gegen den 28-Jährigen werde wegen einer Todesdrohung in Zusammenhang mit der Religionszugehörigkeit und der Verweigerung einer Dienstleistung im öffentlichen Raum ermittelt. Der Fahrer sei unter Justizaufsicht gestellt worden und müsse sich im Mai vor Gericht verantworten.

Die Familie sei vier Tage nach dem Angriff der islamistischen Terrorbande Hamas auf Israel aus Tel Aviv kommend in Paris gelandet, berichtete das Enthüllungsblatt »Le Canard Enchaîné«. Dort habe die Familie einen Premium-Taxiservice für die Fahrt in die Stadt nutzen wollen.

Dem Fahrer ständen nun auch Disziplinarmaßnahmen und der Verlust seiner Lizenz bevor. Seit dem Gaza-Krieg häuften sich antisemitische Vorfälle mit Taxifahrern in Paris, berichtete das Blatt.

Wie die Staatsanwaltschaft bestätigte, hatte der Familienvater den Vorfall zwar bei den Behörden gemeldet, aus Angst vor Repressalien aber von einer Anzeige gegen den Taxifahrer abgesehen.

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  09.07.2026

Brüssel

Autorinnen canceln Auftritt wegen geplantem Konzert von Lahav Shani

Die Kontroverse um den Auftritt der Münchner Philharmoniker unter Leitung ihres israelischen Chefdirigenten hält an: Zwei Französinnen verkündeten nun, dass sie nicht wie geplant im Brüsseler Bozar auftreten wollen

 09.07.2026

USA

Aus dem »Deep Shtetl« zur »New York Times«

Yair Rosenberg soll es richten. Der Journalist schreibt fortan über jüdisches Leben und Antisemitismus in den Vereinigten Staaten

von Sophie Albers Ben Chamo  09.07.2026

Nachruf

Louise Lasser, die Frau, die Mary Hartman erfand, ist tot

Die Schauspielerin vertrat Barbra Streisand auf dem Broadway und war mit Woody Allen verheiratet. Sie wurde 87 Jahre alt

 08.07.2026

50 Jahre in Deutschland

»Die Deutschen haben aus ihrer Geschichte gelernt«

Was ist typisch deutsch, was typisch amerikanisch? Holly-Jane Rahlens kennt sich mit beiden Nationen aus. Die Autorin lebt seit mehr als 50 Jahren in Berlin

von Nina Schmedding  08.07.2026

Schweiz

Ein Jahr Gefängnis für jugendlichen Täter

Der Schweizer mit tunesischen Wurzeln hatte am 2. März 2024 auf der Straße einen orthodoxen Juden niedergestochen. Am Dienstag wurde der 17-Jährige verurteilt

von Nicole Dreyfus  07.07.2026

Spanien

Bericht: Jüdische Touristen von Menschenmenge verfolgt

Erneut ist es in Barcelona zu einem antisemitischen Vorfall gekommen: Zwei jüdische Touristen wurden eigenen Aussagen zufolge von mehreren Menschen verfolgt, bespuckt und beleidigt

 07.07.2026

Religionsfreiheit

Oberrabbiner sieht religiöse Praktiken europaweit unter Druck

Bei einem Symposium in Amberg diskutierten Politiker, Vertreter von Religionsgemeinschaften und Juristen über die Einschränkungen der Religionsfreiheit

von Christoph Renzikowski  05.07.2026

Terrorismus

In diesem Land gibt es keinen Platz für Islamisten. Sie sollten konsequent abgeschoben werden

Eine Klarstellung

von Jessie Katz  05.07.2026