Judenhass

Taxifahrer bedroht jüdische Familie mit dem Tod

Der Mann soll Berichten nach zunächst von Sicherheitsbediensteten der Schule überwältigt worden sein. Foto: IMAGO / Martin Winter

Ein Taxifahrer hat am Pariser Flughafen Orly nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine jüdische Familie antisemitisch beleidigt und mit dem Tod bedroht. Die Familie wollte zu dem Mann ins Taxi steigen.

»Wenn ich dich mitgenommen hätte, hätte ich dir, deiner Frau und deinen Kindern die Kehle durchgeschnitten«, habe der Fahrer dem Familienvater in französischer und arabischer Sprache zugerufen, teilte die Staatsanwaltschaft in Créteil am Mittwoch mit. Gegen den 28-Jährigen werde wegen einer Todesdrohung in Zusammenhang mit der Religionszugehörigkeit und der Verweigerung einer Dienstleistung im öffentlichen Raum ermittelt. Der Fahrer sei unter Justizaufsicht gestellt worden und müsse sich im Mai vor Gericht verantworten.

Die Familie sei vier Tage nach dem Angriff der islamistischen Terrorbande Hamas auf Israel aus Tel Aviv kommend in Paris gelandet, berichtete das Enthüllungsblatt »Le Canard Enchaîné«. Dort habe die Familie einen Premium-Taxiservice für die Fahrt in die Stadt nutzen wollen.

Dem Fahrer ständen nun auch Disziplinarmaßnahmen und der Verlust seiner Lizenz bevor. Seit dem Gaza-Krieg häuften sich antisemitische Vorfälle mit Taxifahrern in Paris, berichtete das Blatt.

Wie die Staatsanwaltschaft bestätigte, hatte der Familienvater den Vorfall zwar bei den Behörden gemeldet, aus Angst vor Repressalien aber von einer Anzeige gegen den Taxifahrer abgesehen.

Österreich

Vermisste Israelinnen in Wien: Polizei stellt Suche ein

Europol hat die Ermittlungen im Fall der in Wien vermissten Israelinnen übernommen. Auch der Mossad soll vor Ort sein. Es wird davon ausgegangen, dass Mutter und Tochter nicht mehr in der Stadt sind

 14.08.2026

Antisemitismus

»Schade, dass Hitler den Job nicht vollendet hat«

Ein Mann aus Irland äußerte sich bei einer Begegnung mit jüdischen Touristen in einem französischen Supermarkt antisemitisch und drohte dem Paar gar mit Erschießung.

 14.08.2026

Wien

Vermisste Israelinnen: Gerüchte sorgen für Aktiensturz

Im Fall der vermissten Mutter und Tochter in Österreich haben Gerüchte in den sozialen Medien zu einem Kurssturz bei der israelischen Bank geführt, bei der eine der Frauen arbeitet

 13.08.2026

Italien

Ein Tempel für alle

Über der Biennale in Venedig schwebt eine Synagoge. Was sich die ukrainische Künstlerin Anna Kamyshan dabei dachte und wie sie es geschafft hat

von Sophie Albers Ben Chamo  13.08.2026

Judenhass

Tourist mit Kippa in Rom zweimal attackiert

Antisemitische Vorfälle in Italien nehmen seit Jahren zu. Nun wurde ein junger Tourist in der Hauptstadt gleich zweimal angegriffen. Er trug eine Kippa

von Severina Bartonitschek  12.08.2026

Bern

Verantwortung lässt sich nicht neutralisieren

Die Schweiz debattiert anlässlich einer Volksabstimmung über ihre Neutralität

von Nicole Dreyfus  12.08.2026

Österreich

Vermisste Israelinnen in Wien: Familie befürchtet das Schlimmste

Im Fall der vermissten Mutter und Tochter gibt es neue Details. Unter anderem über die Unterkunft in Wien. In Israel wurde eine Nachrichtensperre erlassen

 12.08.2026 Aktualisiert

Schweiz

Den eigenen Weg gehen

Kollektive Begeisterung macht blind und dumm, ganz gleich, ob sie von rechts oder links kommt, findet Berns Botschafter in Israel. Und liefert literarische und filmische Quellen als Inspiration für das Schwimmen gegen den Strom

von Simon Geissbühler  11.08.2026

Frankreich

Schrecken der Milliardäre

Der jüdische Ökonom Gabriel Zucman fordert eine stärkere Besteuerung der Superreichen. Beim Geldadel stoßen seine Ideen jedoch auf heftigen Widerstand

von Christine Longin  11.08.2026