Vatikan

Papst empfängt Jüdischen Weltkongress

»Wir verstehen die Situation der Migranten und finden uns in ihnen wieder«: WJC-Präsident Ronald S. Lauder (r.) bei seinem Besuch bei Papst Franziskus Foto: Francesco Sforza / WJC

Eine Delegation des Jüdischen Weltkongresses (WJC) ist am Montagabend von Papst Franziskus in Rom empfangen worden. Bei der Audienz sprach der Papst nach Angaben des WJC über die Flüchtlingskrise und die Herausforderung, den Frieden in der Welt zu fördern. Franziskus beklagte, Europa vergesse oft, dass es von Migranten bereichert worden ist. Der Kontinent schließe sich ab, »es fehlt Europa an Kreativität«.

WJC-Präsident Ronald S. Lauder entgegnete: »Wir Juden sind alle Migranten gewesen. Wir verstehen die Situation der Migranten und finden uns in ihnen wieder.«

Franziskus hob hervor, wie wichtig die Integration der Migranten sei. Denn: »Die Leute, die die Terroranschläge in Belgien begangen haben, wurden nicht richtig integriert.«

Neujahr Im Vorfeld von Rosch Haschana wünschte der Papst der jüdischen Welt ein süßes neues Jahr und wiederholte, was er bei einem früheren Treffen mit WJC-Präsident Ronald S. Lauder schon einmal gesagt hatte: Ein guter Christ könne kein Antisemit sein.

»Wir sollten auf einem gemeinsamen Weg gehen, um die Welt sicherer zu machen«, sagte Franziskus und mahnte, Christen und Juden dürften keine Angst davor haben, sich gegen die Brutalität in der Welt auszusprechen.

Die WJC-Delegation lobte den Papst ausdrücklich für seinen jüngsten Besuch in Auschwitz Ende Juli, bei dem er es vorgezogen hatte, zu schweigen.

Island

Wo die Mikwe eine heiße Quelle war

Seit diesem Jahr hat der Inselstaat erstmals ein jüdisches Gemeindezentrum. Juden spielten in der Geschichte des Landes allerdings eine wichtigere Rolle als bisher bekannt

von Elke Wittich  26.10.2026

Miami

Bei den koscheren Panthern

Seit 2015 gibt es an der Florida International University die jüdische Studierendenorganisation »Hillel«. Zu Besuch an einem Nachmittag im Oktober

von Katrin Richter  26.10.2026

USA

Schalom, Sydney?

Gossip-Alarm! Angeblich will Schauspielerin Sydney Sweeney Musik-Mogul Scooter Braun heiraten. Und dafür konvertieren

von Sophie Albers Ben Chamo  25.10.2026

Essay

Der Druck der Straße: Kann Frankreich seine Juden noch schützen?

Eine Republik, die ihre Rathäuser nicht schützen kann, wird auch ihre Juden nicht mehr lange beschützen können, meint unser Gastautor

von Rabbiner Pinchas Goldschmidt  23.10.2026

Rom

Papst vor AJC-Delegation: »Kirche duldet keinen Antisemitismus«  

Erstmals empfing Leo XIV. im Vatikan eine Delegation des American Jewish Committee - und betonte in seiner Ansprache, dass der interreligiöse Dialog zum Weltfrieden beitrage

 22.10.2026

New York

Magische Juden

Handleser, Geisterbeschwörer, Wahrsager und Wunderheiler: Eine neue Ausstellung beleuchtet die Lust am Okkulten

von Eva C. Schweitzer  21.10.2026

Interview

»Die Situation in Irland ist besonders dramatisch«

Daniel Botmann, der Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland, spricht über seine jüngsten Besuche in Irland und Großbritannien und die Zusammenarbeit innerhalb der J7-Gruppe der großen jüdischen Gemeinden weltweit

von Michael Thaidigsmann  21.10.2026

London

Jüdinnen auf offener Straße angegriffen

Die Opfer wurden im Stadtteil Clapton Common ins Gesicht geschlagen

 21.10.2026

Israel

»So wollte ich nicht sterben«

Der indische Kapitän des »Fly Dubai«-Fluges schildert erstmals ausführlich, was sich an Bord abspielte

 20.10.2026